Archiv (Tag): Dutch Oven

Muurikka

 

Das Feuer-Gen in mir hat aufbegehrt… ich habe ein neues „Feuerspielzeug“… eine finnische Grillpfanne: die Muurikka:

Sie hat 58 cm Durchmesser und kann so locker für bis zu acht Personen eingesetzt werden. Es sind 3 anschraubbare Beine dabei, so dass man sie auch direkt über´s Feuer stellen kann.

Warum so ein Teil?
Nun, das hat mehrere Gründe: Zum einen ist es eine platzsparende Erweiterung des Atago, der von der Größe her für nur 2 – 4 Personen ausgelegt ist.
Zum anderen kann man auf dieser Pfanne viel besser Gemüse grillen, mit oder ohne Fleisch – groß genug ist die Fläche ja.
Und zum Dritten ist es hier möglich, mit unterschiedlichen Hitzezonen zu kochen: In der Mitte, direkt über der Glut oder dem Feuer ist es extrem heiß, und am Rand weniger. Hier kann man bereits fertig Gegartes „parken“ oder Dinge, die nicht so heiß gegart werden sollen.

Die Murrikka muss vor dem ersten Gebrauch eingebrannt werden. Ich habe mich an DIESES Video gehalten. Einbrennpaste von Petromax war ungeöffnet noch vorhanden… Ich denke jedoch, dass es Rapsöl genauso gut getan hätte…

Da wir keine gemauerte Feuerstelle o.ä. haben, wurde der Atago angeworfen. Hier muss man warten, bis das Feuer runtergebrannt ist, damit genügend Abstand zur Pfanne ich. Ich konnte nicht abwarten und stellte die Pfanne zu früh darauf – die Flamme wurde fast erstickt! Ich habe dann ein Unterstellgitter für den DOpf noch auf den Grillrost gestellt – war nicht so ganz stabil. Beim nächsten Mal warte ich die Glut ab… 😳

Nach dem Einbrennen habe ich gleich ein paar Zwiebeln auf die Pfanne geworfen – die waren in zwei Minuten angeröstet 😯 !

Die Zwiebeln wurden dann an den Rand geschoben, um sie warmzuhalten.

Dann habe ich ungekochte Kartoffeln in Scheiben geschnitten und auf die Pfanne gegeben. Dazu ein Rosmarinzweig und etwas Salz. Unter häufigem Wenden die Kartoffeln kross braten. Das hat so 15 Minuten gedauert. Die waren zum großen Teil super kross! Lecker!!!

Das war ja jetzt nur „Vorgeplänkel“ – ich bin gespannt, auf erste „Großeinsätze“…

 

 

 

 

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Brot backen im Dutch Oven

 

Den DOpf habe ich ja schon oft benutzt, aber noch nie zum Brotbacken…

Das sollte sich jetzt ändern 😎 !

Ich habe erstmal viele Blogs und Rezepte durchstöbert, auf denen gezeigt wird, wie man ein Brot im DO backt, aber meistens standen keine Angaben zur Anzahl der Briketts, oder das Ergebnis fand ich nicht wirklich überzeugend (völlig abgesehen von den meisten Rezepten, die voller Hefe strotzten). Außerdem staunte ich immer wieder darüber, dass die Mehrzahl der Brotbäcker den DO nicht vorher aufheizten, so dass der Ofentrieb  ausfällt.

Wie auch immer… Als Rezept nahm ich eines von Lutz Geißler zur Grundlage, allerdings mit Ruchmehl, Roggenmehl 997er, LM und Wildhefe.

Rezept (no knead):

Vorteig am Vortabend:

  • 100 g Ruchmehl
  • 100 g Altbrot
  • 240 g Hefewasser (alternativ: 240 g Wasser, 2 g Hefe)
    12 – 20 Stunden reifen lassen bei ca. 20 Grad

Autolyseteig am Backtag:

  • 145 g Ruchmehl
  • 200 g 550er Weizenmehl
  • 100 g Lievito Madre  mit 100 g Wasser verrühren
  • 105 g Wasser
    verrühren und 30 Minuten ruhen lassen.

Hauptteig:

  • Vorteig
  • Autolyseteig
  • 135 Roggenmehl 997er
  • 14 g Salz

mit der Hand gleichmäßig durchmischen – der Teig ist ziemlich fest (würde das nächste Mal evtl in den Autolyseteig mehr Wasser geben)

Stockgare: 90 Minuten, nach 20, 40, 60 Minuten stretch and fold (daTeig so fest ist,  geht das nur mittelmäßig gut).

Brot wirken, 60 Minuten Gare im gut bemehlten Gärkörbchen
(nach 30 Minuten Gare die Briketts anwerfen!!!).

Dutch Oven

Vorbereitung des DOpfs (ft 6 Petromax, entspricht 12er DOpf). Anhand der Tabelle wird deutlich, dass für eine möglichst hohe Anfangstemperatur 33 Briketts gebraucht werden: 22 oben, 11 unten -> zu viel, s.u.!
18 oben 8 unten, kreisförmig an den Außenrand legen: hat zur Folge, dass die Brikets nicht direkt unter und über dem Teig liegen. Im Atago ist die Hitzeverwertung aber auch intensiver, d.h. es kann sein, dass die 22 oben und 11 unten ohne Atago passen. Allerdings gehen definitv keine 22 Brikets ringförmig auf den Deckel des DOpfs!

Die Briketts nach 25 Minuten der Gare (im Gärkorb) anfeuern. Den DO bereits über die Briketts zum Aufheizen stellen (entweder auf den Aufheizkamin oder, wie bei mir, auf den Atago) – schließlich will ich auch hier einen Ofentrieb haben.

Nach weiteren 25 Minuten habe ich den DO runtergenommen,die Kohlen verteilt,

Das Brot nun auf ein großzügig bemessenes Stück Backpapier stürzen, mit den Backpapierecken  in den DO heben,

den Deckel draufsetzen – und erstmal 45 Minuten abwarten…

Nach 25 Minuten duftete es sehr stark nach „Röstaromen“… 🙄 , deshalb habe ich doch schon mal in den Topf gespitzelt:

wie vermutet: unten und oben seeeehr dunkel!

Ich habe dann die Kohlen unten auf 8 reduziert und v.a. ringförmig an den Außenrand gelegt, oben genauso; dort habe ich die Kohlen auf 15 reduziert und ebenfalls ringförmig auf den Deckel gelegt.

Insgesamt ca. 50 Minuten backen.

–  Das Finetuning was die Hitze betrifft, stimmt noch nicht… 😳

Hier sind doch etwas zu viele Röstaromen… 😉
Oben wurde das Brot nicht noch wesentlich dunkler, nachdem die Briketts reduziert und als Ring ausgelegt wurden.

Das Innenleben kann sich sehen lassen:

Ich habe unten einfach 1 cm „Röstaromen“ weggeschnitten – dann schmeckt es super!

Zusammenfassend stelle ich fest:

Als Teig würde ich kein „weglaufendes“ Rezept (also keines mit sehr hoher TA) nehmen, sondern wirklich eines, bei dem der Teigling gut formbar ist. Schließlich hantiert man hier umständlicher als in der heimischen Küche und Röstaromen auf der eigenen Haut sind ja nicht das Ziel 😎 !
Ich habe mal so getan, als sei ich auf dem Campingplatz und ein no-knead-Rezept gewählt…
Etwas weniger Briketts als von mir ursprünglich eingeplant nehmen und diese dann ringförmig unter und auf dem DOpf verteilen (nochmal zur Erinnerung: im Atago ist v.a. unten die Hitzeentwicklung höher, als wenn ich die Kohlen nur einfach unter den Dopf lege).
Versuch macht kluch – beim nächsten Mal bin ich schlauer…

 

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Rehkeule – geDOpft

 

Vom JmV (Jäger meines Vertrauens) konnte ich eine Rehkeule (2,3 kg) „abstauben“, samt zweier Knochen!  Da die besten Schmorgerichte aus dem Dutch Oven (DO) kommen, wurde dieser aus seinem Kellerschlaf zum Einsatz gebracht…

Allerdings beginnt die Rehkeulenaktion mindestens 24 Stunden vorher:
Zunächst mal entfernt man vorsichtig die Silberhaut und ggf. Sehnen.
Nun wird das Fleisch gebeizt – also eingelegt. In diesem Fall in Rotwein, ein Schuss Apfelessig und Gewürzen (Knoblauch, Wacholderbeeren, Piment, Nelken, Zimtstange, Kardamom).


Die Beize, nachdem das Fleisch entnommen wurde.

Das Fleisch gut mit Küchenkrepp abtupfen. Da die Rehkeule durch das Entfernen der Silberhaut kein kompaktes Fleischstück mehr ist, habe ich sie, wie einen Rollbraten, zusammengeschnürt und mit zwei Rosmarinzweigen als Aromageber gefüllt. Wie das Zusammenschnüren geht, könnt ihr HIER sehen.
Die Rehkeule wird nun mit Salz und Pfeffer gewürzt und dann ringsum scharf angebraten.

Im gleichen Fett das Wurzelgemüse anbraten.

Das Anbraten kann man natürlich auch im DO machen, ich bevorzuge aber, wenn mir meine Küche zur Verfügung steht, den Herd und die Pfanne.

Jetzt das Gemüse und das Fleisch in den heißen DO geben und mit 1 Glas Wildfond und der gleichen Menge Rotwein ablöschen und 1,5 Stunden schmurgeln lassen.
Bei meinem Petromax ft 9 wären das etwa 15 Holzkohlebriketts auf dem Deckel und 11 unter dem DOpf (oder bei 180 Grad im Backofen).

Dazu gab´s Spätzle, Rotkraut und glasierte Käschde (Esskastianien)

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Rouladen mit Hackfüllung – im Dutch Oven

 

Eigentlich war ein gechillter Vormittag geplant, Termine lagen keine an (außer einem kurzem Shuttle-Dienst für den Sohnemann, der sich aber mit vor sich hinschmurgelnden DOpf-Gerichten gut vereinbaren lassen sollte); keiner war heute vormittag im Haus, in aller Ruhe sollte das DOpfen losgehen…

Es ging auch los, aber nicht das DOpfen; es ging los – definitiv – und zwar sobald ich mit den Rouladen und ihrer Füllung hantierte, also extrem saubere Hände für Telefonate, Besuche, Päckchen für Paketboten… hatte!!!

Ich glaube – fünf, nein sechs Mal hat das Telefon geklingelt, darunter eine Liederliste für den Weihnachtsgottesdienst und ein Hilferuf der Verwandtschaft aufgrund technischer Rouladendefekte Rolladendefekte; ein Paketbote schneite vorbei mit einem Arm voll Briefe und Päckchen („Eine Unterschrift bitte noch“…) und eine Bekannte überbrachte ein weiteres Päckchen mit lieben Grüßen und Informationen von XY – Vorweihnachtszeit eben!

Um den „Rolladendefekt“ beheben zu können, musste mein Sprößling umgehend – für mich jedoch zur Unzeit, da das Essen noch nicht im DO war – abgeholt, zu den Eltern gebracht werden…
Zudem war eine Uhrzeit für das Mittagessen terminiert, damit Sohnmann II. auf dem Zwischenstopp im elterlichen Heim etwas zwischen die Kiemen bekommen konnte…

Was ich eigentlich sagen wollte: Normalerweise liebe ich es, die Holzkohlebriketts anzuwerfen und „richtig“ zu DOpfen – das hat heute, umständehalber – nicht geklappt. Und so packte ich kurzerhand den DO in den Backofen, geht ja auch und ist einfach noch besser, als alle emaillierten, schweren Markentöpfe!!!

Den DOpf zum Aufheizen bei 190 Grad in den Backofen geben (oder besser: die entsprechende Anzahl Grillbriketts anzünden und aufheizen).

Rezept Rouladen (für 4 Personen)

  • 4 Rouladen
    Füllung:
  • Senf (ich: Orangensenf, scharf – Rezept noch nicht verbloggt)
  • Ketchup (ich habe mein fermentiertes Ketchup genommen; nur wenig, es soll nicht zu süß werden, was bei gekauften ja oft der Fall ist)
  • 10 dünne Bauchspeckscheiben
  • 250 g Rinderhack
  • 100 g geriebener Bergkäse
  • 1 kleine Knoblauchzehe

außerdem

  • 5 mittelgroße Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1/4 Tube Tomatenmark
  • Rinderfond (ca. 300 – 400 ml)
  • ca. 200 ml Rotwein
  • 1 runder Lebkuchen (oder  2 -3 Spekulatius)
  • Salz, Pfeffer

 

Rinderhack, Käse und durchgedrückte Knoblauchzehe mischen, würzen mit Salz, Pfeffer, Paprika, ein Hauch Kreuzkümmel.

Rouladen ausbreiten, erst Senf,

dann Ketchup darüber streichen (mein Ketchup ist nicht so füssig wie handelsübliche, als nicht zu viel nehmen!),

den Bauchspeck verteilen (2 1/2 Streifen pro Roulade),

das Hack in 4 Teile aufteilen und die entsprechende Portion über der Roulade verteilen.

Aufrollen… Das waren meine ersten Rouladen – meine Mutter band sie immer mit einer Schnur zu – was beim Essen immer doof ist. Ich besorgte mir Rouladen-Nadeln – hatte neulich gesehen, wie einfach die das Fleisch verschließen (bei jemanden, der das seit Jahrzehnten wöchtentlich macht 😉 )… Ok, ich habe es auch irgendwie hingekriegt; man versucht, die Seiten zu schließen und die Nadel dann ziemlich flach durch das Fleisch zu stechen, damit sie nicht aus dem Fleisch herausragt – schließlich muss es ja noch angbraten werden. Davon konnte ich leider keine Fotos machen.

Die Rouladen anbraten, aus der Pfanne herausnehmen.

Im gleichen Fett die Zwiebeln, den Knoblauch anbraten, auch noch das Tomatenmark dazugeben und weiter anbraten.

Diese Mischung in den DOpf geben (wenn man im DO anbrät, sind die Zutaten ja schon drin), mit Fond und Rotwein ablöschen, Rouladen reinsetzen, Deckel schließen und 1 1/2 Stunden bei 190 Grad schmurgeln lassen. Dabei in Abständen die Rouladen immer mal wieder wenden. Nach einer Stunde den zerbröselten Lebkuchen oder die Spekulatius dazugeben.

Vor dem Servieren die Rouladen aus dem DO nehmen und die Soße pürieren – Rouladen wieder in die Soße geben und mit Beilage servieren:

Dazu gab es Spätzle – aus dem Spätzleshaker – aber DAS ist ein anderer Beitrag…

 

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Mostgulasch – und Einkochen- wie man es nicht macht…

 

Am letzten Wochenende habe ich ein leckeres Mostgulasch im Dutch Oven gemacht – das Rezept könnt ihr HIER nachlesen… Wie immer mit kleinen Modifikationen, denn ganz genau nach Rezept geht irgendwie gar nicht… 😉

Es ist jedes Mal wieder fantastisch, wie Schmorgerichte im DO gelingen! Das ist tatsächlich nochmal anders (besser!) als in den emaillierten Eisentöpfen für den Backofen (abgesehen davon kann man die DÖpfe ja auch in den Backofen stellen…).

Ich hatte extra mehr gemacht um danach noch ein paar Gläser einzukochen. Wenn ich nach der Arbeit mal keine Lust habe zu kochen, dann genieße ich es, mir was selbst Eingekochtes aus dem Keller zu holen…

Jetzt hatte ich ein paar Tage zuvor auch leckeren Chai-Sirup gemacht, den man bei Hefe und mehr findet und wollte zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und diesen gleich mit einkochen.

Da ich keinen Einkochautomaten besitze, habe ich die letzten beiden Male im Backofen eingekocht und das hat auch sehr gut geklappt.

Dumm nur, dass ich nicht nochmal nachgeschaut habe, wie man das genau macht 😳 …

Jedenfalls habe ich die Flaschen mit dem Chai-Sirup gleich zu den Gläsern mit dem Gulasch gestellt – dachte noch: besser zu heiß als zu kalt einkochen, ich kann die Flaschen wegen der kürzeren Einkochzeit vorher rausnehmen…

Wie auch immer: Der Backofen wurde statt auf 180 Grad auf 200 Grad hochgeheizt, dann statt auf 100 Grad auf 180 Grad runtergedreht – und als ich die Flaschen dann rausholen wollte… Überraschung: Die Porzellankappen waren geschmolzen!!!

Von vier Gläsern haben im Anschluss drei nicht Vakuum gezogen… 🙁 !

Diese drei habe ich dann nochmals im Topf eingekocht – jetzt ist alles paletti!!! 😀 – bis auf die kaputten Flaschen und den darin vergeigten Chai-Sirup…

Bild

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Outdoor-Pizza!!!

 

Nachdem ja immer noch superschöner Spätsommer ist, wollte ich meinen neuen Atago weiter testen – mit Pizzabacken…

Dazu braucht man erstmal ein gescheites Rezept für den Teig, Zutaten zum Belegen, dann einen kleinen runden Pizzastein (Durchmesser: 26 cm) und die Umlufthaube…

Ein toller Aspekt des Atago ist, dass die Holzkohlenbriketts ohne Kamin im Atago extrem schnell durchglühen!!! Ca. 20 Briketts habe ich genommen – etwa so viel, dass man am Außenrand des Atagos einen Kohlering legen kann:

Dann legt man den Grillrost mit dem Backstein in der Mitte auf den Atago,

wartet, bis er richtig heiß ist – und gibt dann die Pizza darauf. Umlufthaube drüber

und ca. 15 Minuten backen – klappt super!!!

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Petromax Dutch Oven Generationen – nicht kompatibel…

 

Eigentlich bin ich Petromax-Fan und vermutlich wäre mir der Umstand, dass die neueren Petromax DO minimal andere Maße haben und mit „älteren“ Modellen nicht kompartibel sind, nicht aufgefallen – hätte ich nicht gerade mit 3 DOs gekocht – zwei davon ausgeliehen und neueren Datums.
Diesen Umstand will ich hier zeigen – ich finde ihn sehr ärgerlich!

Der neue DO hat höhere Füße – das ist lobenswert,

denn ein Kritikpunkt an den Petromax DOs war, das die Holzkohlebriketts unter den Füßen ausgehen, weil sie nicht genügend Sauerstoff abbekommen. Ansonsten war der „alte“ DO aber perfekt – besser jedenfalls, als der „Neue“.

Wenn man auf die beiden ft 6 DOs draufschaut (rechts der ältere),

Bild

dann erkennt man bei dem rechten DO zunächst mal, dass der Rand breiter ist. Das hat sofort zur Folge, dass die Deckel der beiden DO Generationen nicht mehr aufeinander passen 🙁 !

Beim Deckelheber bin ich mir etwas unschlüssig, ob der alte noch optimal zum neuen Deckel passt; beim Kochen hatte ich den Eindruck, dass der Deckel der neuen DO-Generation mehr rumwackelt, als ich das Anheben nochmal in „kaltem“ Zustand probiert habe, war ich mir hier nicht mehr so sicher.

Ein absoluter Rückschritt zum alten DOpf ist die Aufhängung des Griffes:

Bei der alten Variante hängt dieser fest in der Verankerung durch das Doppelloch; beim Neuen ist dies nicht mehr so.

Hinzu kommt, dass bei diesem Exemplar links das Metall zu weit aufgebogen ist, was den Henkel auch immer noch aus der Verankerung rutschen lässt – nicht gerade ungefährlich.

Es ist mir wirklich ein Rätsel, wieso man Maße und kleine, aber nicht unwichtige Details, die gut waren, verändert?! Nicht nachvollziehbar und nur ärgerlich!

Wie passen alte und neue Variante des ft 6 und der ft 9 in den Atago?

Hier passen alle 3 Modelle gut!

Den Atago habe ich bei dieser MehrDOpf-Aktion eingeweiht! Er hat gehalten, was so im Netz versprochen wurde: Ein unglaublich schnelles Durchglühen der Briketts und dann auch problemloses Schmoren, wobei ich darauf geachtet habe, etwas weniger Briketts als Unterhitze zu verwenden, da der Atago die Hitze besser hält.

So sieht der Boden allerdings nach dem ersten Einheizen aus – das ist normal und tut dem Ganzen keinen Abbruch. Der Atago ist echt genial!

 

 

 

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Dutch-Oven-Party!

 

mit drei DÖpfen für ca. 20 Leute (wobei es noch Salate etc. gab).

Da ich mittlerweile in meinem Umfeld mehrere Leute DOpf-infiziert habe, gibt es in der Nähe diverse DÖpfe – die ich dann wiederum ausleihen kann!!! 😀 😀 😀
Und so kamen zu meiner großen Freude zwei ft6 und ein ft9 zusammen, mit denen ich wenigstens zum Teil „stapelDOpfen“ wollte.

Der Größere ft9 war noch jungfräulich unberührt – also ohne Patina; ihn ihm sollte ein Gulasch gekocht werden. Die anderen beiden wurden mit Kartoffelgratin gefüllt.

Da ich im Netz zwar Rezepte, aber keine Maximalfüllmengen fand, musste ich etwas rumprobieren. Zunächst kaufte ich 3 kg Rindergulasch – dann überfiel mich die Panik, dass das zu wenig sein könnte und legte nochmal ein Kilo drauf. Als dann das Gemüse geschnitten war, wurde klar, dass diese Menge doch etwas zu viel ist für den ft9. Daher nahm ich wieder 1 kg Fleisch weg (und entsprechend von den anderen Zutaten) und garte dies in meinem emaillierten Eisentopf für den Ofen.

Also nochmal zusammengefasst: In den ft9 gehen gut 3 kg Gulasch mit Zutaten.

Rezept: Gulasch Arabica für einen vollen ft 9 DO:

  • 3 kg Rindergulasch
  • 1 kg frische Tomaten (oder entsprechend ca. 3 Dosen)
  • 1 kg Gemüsezwiebeln
  • 2 Paprika
  • 5 Knoblauchzehen
  • 2 Chili (mittelscharf; unsere sind nicht wirklich scharf, eher so eine „Hintergrundschärfe“)
  • 2 Gläser Rindsfond (z.B. selbst gemacht)
  • Gewürze: Kreuzkümmel, Zimt, Koriander, Paprika, Piment, Nelken,Cayennepfeffer oder Chili
  • Salz

Das Fleisch am Vortag mit den Gewürzen rubben, dabei Kreuzkümmel, Zimt, Koriander, Paprika großzügig verwenden, die restlichen Gewürze eher dezent einsetzen.

Ggf. den DOpf mit Baconscheiben auslegen (habe ich nur gemacht, weil der DOpf noch keine Patina hatte – geschmacklich hat es dem Gulasch aber keinesfalls geschadet… 😉  ).

Das Gulasch abwechselnd mit dem Gemüse in den DOpf schichten, dabei salzen (ich habe Rauchsalz verwendet) – ferdisch!

Das Gulasch braucht etwa drei Stunden, d.h. man muss 1 x Briketts nachladen.


Dieses Bild entstand nach etwa 2 Stunden. Leider gibt es kein Tellerbild…

Interessant war der Vergleich zwischen dem DOpf-Gulasch und dem aus dem Eisentopf im Backofen: Letztere war nicht so dicht wie der DOpf, dadurch entwich viel mehr Flüssigkeit (einmal habe ich mit Brühe nachgefüllt); die Soße war daher mehr eingekocht und nicht so flüssig, wie beim DOpf – das fand ich besser. Aber zarter war das Fleisch im DO!!!

Auch beim Kartoffelgratin war ich sehr unsicher, wieviele Kartoffeln ich brauchen würde. Vom Bauer ließ ich mir 5 kg große, festkochende Kartoffeln geben.

In dem Rezept stand für einen 12er DOpf was von vier Kilo. Wir haben erstmal 4 kg geschält, geschnitten (gehobelt mit der Maschine) und auf die beiden Pötte verteilt und dann aber noch das letzte Kilo bis auf die letzte Kartoffel zerkleinert – es wäre immer noch Platz in den beiden ft 6er DÖpfen gewesen.

Als maximale Füllmenge für einen ft 6 schätze ich ca. 2,7 bis 2,8 geschälte(!) Kartoffeln!
Die anderen Zutaten muss man halt hochrechnen…

Das Rezept ist genial – das Gratin wird absolut schlotzig!!!

Die Gäste, die fast durchgängig den Dutch Oven NICHT kannten, waren durch die Bank völlig begeistert von dem Essen! Vermute mal, da steht bei dem ein oder der anderen ein DOpf auf der Weihnachtswunschliste… 😉

Das Stapeln klappte übrigens problemlos!

Zunächst startete ich mit dem Gulasch im Atago, da der die doppelte Zeit braucht, wie das Gratin. Nach gut einer Stunde wurden neue Briketts vorgeglüht, so dass ich nach 90 Minuten das erste Gratin und den Gulasch stapeln konnte.

Der Weisheit des Netzes (aber wo???) verdanke ich den Tipp, den DOpf mit dem flüssigeren Inhalt obendrauf zu stellen. Da der Deckel des unteren DOpfes ja mehr Kohlen hat, als die normale Aufteilung (ein Drittel unten, zwei Drittel oben), also etwas mehr Unterhitze hat als normal, soll man das flüssigere Kochgut oben drauf stellen, weil es weniger schnell anbrennt.
Unten stand also das Gratin mit 8 Briketts unter den Füßen und ca. 15 auf dem Deckel (im Kreis liegend), darauf der Gulasch-Dopf mit nochmal ca. 18 Briketts auf dem Deckel.

 

Den DOpf mit dem zweiten Gratin wurde eine Stunde später im Atago gestartet, weil die Gäste zu unterschiedlichen Zeiten kommen wollten.

Alles in allem eine durch und durch gelungene und leckere Aktion!!!

Allerdings habe ich zu meiner großen Verwunderung festgestellt, dass die Petromax-DÖpfe verschiedener Generationen (meiner ist 3 Jahre alt, die anderen beiden aus diesem Jahr) kleine, unnötige Veränderungen aufweisen, die sie untereinander nicht mehr kompatibel machen – sehr ärgerlich und demnächst dazu mehr…

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Lammkeule „geDOpft“ – Schmoren im Dutch Oven

 

Im Gefrierschrank befand sich noch eine ordentliche Lammkeule vom Türken meines Vertrauen und sie sollte noch in den Ferien „verDOpft“ werden…

Am Vortag habe ich die Keule mit Gewürzöl (Olivenöl + gehackter Salbei, Thymian, Rosmarin, Currykraut, Salz, Pfeffer) eingrieben, eingepackt und kalt gestellt.

Beim hiesigen Gemüsehändler suchte ich nach Wurzelgemüse: Karotten, eine weiße Rübe, eine Pastinake, eine Petersilienwurzel, eine Stange Lauch wanderte in meinem Korb. Außerdem noch vier Tomaten. Ich gehe übrigens sehr gern zu diesem Gemüsehändler, denn es gibt dort kein Plastik, höchstens Papiertüten!!!

Zuerst „befreite“ ich die Lammkeule, würzte noch mit Zimt, Koriander, Kreuzkümmel, Paprika und briet sie mit etwas Rapsöl stark von allen Seiten an (auf dem Herd, in einer extra Pfanne).
Im gleichen Fett wurde nun auch das Wurzelgemüse angebraten, so dass schöne Röstaromen entstanden 😀 !

Jetzt die Keule in den bereits heißen DOpf legen (Petrmmax ft 6), dazu Wurzelgemüse geben, dazu ca. 3/4 l Schwarzbier geben, außerdem ein Glas Fond – hätte ich ihn kaufen müssen, hätte ich natürlich Lammfond gekauft; ich hatte aber noch selbstgekochten Rinderfond im Keller, der wurde dann dazugeben – ist wirklich viel intensiver als gekaufter! In den Sud kam noch ein Teebeutel Gewürze: 1 Zimtstange, 2 Sternanis, 4-5 Pimentkörner, 3-4 angestoßene Kardamomkapseln, 2 Lorbeerblätter.

Nun erstmal abwarten… Irgendwann hört man dann, wie das Ganze köchelt!
Nach ca. 1 Stunde 4 geschnittene Tomaten dazu.

Eigentlich muss man jetzt nur noch warten – bzw. 1- 2 Mal die Keule drehen dabei. Ich habe mit ca. 3 Stunden Garzeit gerechnet – kam auch so hin.

30 Minuten vor dem erwarteten Ende der Kochzeit 8 – 10 kleine, geschälte Kartoffeln (festkochend) um die Keule herum legen, Deckel wieder darauf setzen.

Ist die Keule gar, die Kartoffeln samt dem Fleisch herausnehmen,

4 – 5 Gewürzspekulatiusplätzchen (Restbestände von Weihnachten…; Lebkuchen gehen auch!) in die Soße geben und Gemüse mit der Flüssigkeit und den Keksen pürieren…

Irgendwo habe ich mal gelesen, wer Lammkeule mal aus dem DOfp genossen hat, mag sie nicht mehr anders – kann ich bestätigen…!

Für die Qualität der Bilder muss ich mich hier (und wohl für die nächste Zukunft) entschuldigen – mein guter Fotoapparat ist hoffentlich nur in einem häuslichen „schwarzen Loch“ verschwunden… 🙁

 

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Backverrückt im Urlaub…

Was macht man, wenn man in ein Ferienhaus nach Italien ohne OFEN… fährt?

Man nimmt seinen eigenen Ofen mit… Genauer gesagt: den Dutch Oven!

Wir waren nur zu zweit, im Auto war genügend Platz – alla hopp, DOpf plus Zubhör (dazu gehörte auch ein Gläschen Lievito Madre und Roggen-Anstellgut… 😳 ) eingepackt und los ging´s…

In Italien waren wir erstmal von der Brotqualität des Bäckers um die Ecke enttäuscht 🙁 ! Dass wir in Italien nur helle Brote, sogar Brötchen bekamen, war ja klar – aber die waren völlig geschmacklos, „taub“! Außerdem ohne rösche Kruste.

Eigentlich hatte ich mir ja überlegt anzufragen, ob ich in der Bäckerei mal an einem Tag dabei sein darf – nach den Produkten aber ließ ich die Idee fallen..

In einem Restaurant dagegen bekamen wir zu den Speisen ein fantastisches Weißbrot! Ich sage das der Bedienung und die meinte, „Pasta di Pizza“ – also anscheinend Brot aus dem Pizzateig… Das muss mit einer langen Führung angesetzt gewesen sein – herrlich aromatisch!

Wie auch immer, nur zu zweit aßen wir wenig Brot und wir hatten noch einen Rest dunkles dabei, so dass ich kein Brot im DOpf gebacken habe. Einmal jedoch Pizza (ja, natürlich haben wir auch leckere italienische gegessen!!!) und einen Kirschen-Nektarinen-Crumble:

 

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