Archiv (Tag): Kochen

Outdoor-Kitchen… Servierwagen gepimpt…

 

Im-Garten-Kochen kommt immer mehr in Mode – und es macht ja auch richtig Spaß! Aber wenn ich nur durch die Grill-Abteilungen der hiesigen Baumärkte laufe, kriege ich schon Schnappatmung – allein für die verschiedenen Gerätschaften ist richtig viel Kohle auszugeben! Und wenn ich die dann noch auf die Idee komme, das Ganze fest zu installieren wie HIER z.B., dann kostet die Außenküche bestimmt so viel wie eine normale Indoorküche… 😯 ! Und wer hat schon ein so großes Anwesen, um diese sicher nicht uninteressanten Außenküchen zu bauen???

Wir jedenfalls nicht! Für uns muss es klein, günstig, kompakt und flexibel – und v.a. auch nicht so perfekt wie indoor sein…

Schon letztes Jahr hatte ich die Idee, draußen eine Kochmöglichkeit einzurichten – und Pläne geschmiedet… Ziel war, eine doppelte Kochplatte daraufzustellen (die seit Studententagen im Keller schnarcht) und noch etwas zusätzlichen Platz zu haben für die Zubereitung.

Meine Wahl fiel auf einen Servierwagen vom „alten Schweden“. Ebenfalls von dort sind die Handtuchhalter rechts und links, an denen auch Haken zum Einhängen diverser Kochgerätschaften angebracht sind.

Außerdem kann man hier problemlos eine Küchenrolle „reinschrauben“.

Die Schubladen sind auch nicht unpraktisch; die eine ist für Besteck, die andere für Kochlöffel etc und Gewürze vielleicht… Mal schaun.

Die Körbchen auf dem mittleren Boden werden sich noch füllen; in die Zwischenräume der Latten kann man gut Flaschen legen.

Die Räder sind – zugegebenermaßen – lächerlich und nicht outdoor geeignet; hier wird es über kurz oder lang eine Alternative geben.

Neben die Kochplatte kommt noch ein Schneidbrett – und dann kann´s spontan los gehen 😀 ! Und wenn was Größeres ansteht und genügend Zeit zur Verfügung ist, hat der Grill oder der DOpf seinen Einsatz…

So, und nun zum ersten Mal: Kochen unter Palmen…

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Gebratener Spargel mit Bärlauch

 

Es bärlaucht bei mir gewaltig!!!

Letzte Woche habe ich bestimmt 2 kg gesammelt! Wenn man ihn in Wasser grob wäscht und in der Salatschleuder trocknet, dann kann man ihn in dem feuchten Zustand in einer Plastiktüte gut im Gemüsefach aufbewahren! Schließlich kann man die leckeren Bärlauch-Sächelchen nicht alle auf einmal machen…

Öl ist angesetzt (Bärlauch kleinschneiden und mit Olivenöl aufgießen, eine Woche ziehen lassen, dann abseihen und abfüllen) – und noch ein paar andere Dinge, auf die ich noch zu sprechen komme… und jetzt „verirrt“ sich der Bärlauch in alle möglichen Gerichte – z.B. hat er sich zum Spargel geschmuggelt

Bei der Spargelhändlerin meines Vertrauens gab es Mini-Spargel, der nicht geputzt werden muss, sondern sich herrlich zum Braten eignet…

Ich habe eine handvoll Bärlauch grob kleingeschnitten, in Butter angedünstet, bis er zusammengefallen war, dann den Spargel dazugegeben, gesalzen, gepfeffert (mit dem besten Pfeffer, der mir begegnet ist: Melange Noir von Ingo Holland) und bei mittlerer Hitze gebraten – bis der Spargel ansatzweise braun wird – zum Reinknien!!!

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(Der Spargel war noch etwas „angebratener“, bevor wir ihn aßen – hab vergessen nochmal zu fotografieren… 😉 ).

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Rehkeule – geDOpft

 

Vom JmV (Jäger meines Vertrauens) konnte ich eine Rehkeule (2,3 kg) „abstauben“, samt zweier Knochen!  Da die besten Schmorgerichte aus dem Dutch Oven (DO) kommen, wurde dieser aus seinem Kellerschlaf zum Einsatz gebracht…

Allerdings beginnt die Rehkeulenaktion mindestens 24 Stunden vorher:
Zunächst mal entfernt man vorsichtig die Silberhaut und ggf. Sehnen.
Nun wird das Fleisch gebeizt – also eingelegt. In diesem Fall in Rotwein, ein Schuss Apfelessig und Gewürzen (Knoblauch, Wacholderbeeren, Piment, Nelken, Zimtstange, Kardamom).


Die Beize, nachdem das Fleisch entnommen wurde.

Das Fleisch gut mit Küchenkrepp abtupfen. Da die Rehkeule durch das Entfernen der Silberhaut kein kompaktes Fleischstück mehr ist, habe ich sie, wie einen Rollbraten, zusammengeschnürt und mit zwei Rosmarinzweigen als Aromageber gefüllt. Wie das Zusammenschnüren geht, könnt ihr HIER sehen.
Die Rehkeule wird nun mit Salz und Pfeffer gewürzt und dann ringsum scharf angebraten.

Im gleichen Fett das Wurzelgemüse anbraten.

Das Anbraten kann man natürlich auch im DO machen, ich bevorzuge aber, wenn mir meine Küche zur Verfügung steht, den Herd und die Pfanne.

Jetzt das Gemüse und das Fleisch in den heißen DO geben und mit 1 Glas Wildfond und der gleichen Menge Rotwein ablöschen und 1,5 Stunden schmurgeln lassen.
Bei meinem Petromax ft 9 wären das etwa 15 Holzkohlebriketts auf dem Deckel und 11 unter dem DOpf (oder bei 180 Grad im Backofen).

Dazu gab´s Spätzle, Rotkraut und glasierte Käschde (Esskastianien)

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Glasierte Käschde (Esskastanien)

 

Im Pfälzer Wald gibt es im Herbst immer Berge von Käschde zu ernten. Immer wieder machen wir uns auf und sammeln. Am Anfang bergeweise – bis uns klar wurde, dass man sie auch verarbeiten muss (sie lassen sich extrem schlecht haltbar machen).

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Und das ist zeitaufwendig… So habe ich keinerlei schlechtes Gewissen, wenn ich mir hin und wieder bereits abgekochte, eingezogene „Päckchen“ kaufe 😉 . Und so eines fand sich noch in den ungeahnten Tiefen des Vorratsschrankes…

Am besten schmecken sie mir, wenn sie glasiert sind!!!

Rezept:

  • 1 Päckchen Maroni / Esskastanien / Käschde
  • 1,5 EL brauner Zucker
  • 1,5 EL Butter
  • 250 ml Gemüsebrühe
  • 1 TL Speisestärke
  • 50 ml Sahne
  • 1 Schuss Crema di Balsamico

Esskastanien vorsichtig auseinander „dividieren“, damit sie nicht zerbrechen.

Den Zucker in die Pfanne geben, und diesen bei hoher (nicht höchster) Hitze zum Schmelzen bringen, dann die Butter dazugeben. Wenn sich beides verbunden hat, die Kastanien dazugeben, Hitze herunter schalten und die Kastanien darin 5 Minuten wenden, so dass alle Kastanien glasiert sind. Jetzt die heiße Gemüsebrühe dazu leeren und das Ganze ca. 10 Minuten köcheln lassen.

In der Zwischenzeit die Stärke mit der Sahne klümpchenfei verrühren und zu den köchelnden Kastanien geben, samt einem Schuss Crema di Balsamico – einfach lecker!!!

Die Käschde werden oft serviert mit Wildgerichten, dazu Rotkraut und Klöße oder Spätzle.

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Rotkraut – frisch gemacht

 

Es war das erste Mal, dass ich Rotkraut frisch machen wollte – ich werde es bestimmt nicht mehr anders machen – kein Vergleich zu dem totgekochten Zeug aus Glas oder Plastik!

Leider bilderlos – aber sooo exotisch ist Rotkraut ja nicht… 😉

Rezept:

  • 1 kleiner Kopf Rotkohl
  • 2 mittelgroße süßliche Äpfel, geschält
  • 2 Zwiebeln, würfeln
  • 200 ml Rotwein
  • 100 – 150 ml Apfelsaft
  • 1 El Basamico-Essig
  • Gewürze (4 Nelken, 5 Wachholderbeeren, 5 Pimentkörner, 1 Zimtstange, 3 Lorbeerblätter)
  • 2 EL Butter ( oder Butterschmalz oder Rapsöl)

Das Rotkraut fein hobeln – ich habe bei meinem Hobel 2 mm eingestellt und schon mal etwas salzen, während man die anderen Zutaten schnippelt, die Äpfel schälen, Kerngehäuse entfernen und feine Stiftel schneiden oder hobeln, die Zwiebeln fein würfeln.

Die Butter in einem Topf erhitzen und die Zwiebeln darin glasig dünsten. Jetzt den Rotkohl und die Äpfel dazu geben und kurz mitdünsten. Nun mit dem Apfelsaft und dem Rotwein und dem Balsamico ablöschen. Nochmal etwas salzen und pfeffern und die Lorbeerblätter samt der Zimtstange dazu geben. Die restlichen Gewürze in einen Teebeutel geben und diesen oben zusammentackern. Zum Rotkraut dazu geben.

Das Ganze mindestens 45 Minuten köcheln lassen. Nun die Gewürze herausnehmen, ggf. mit Salz abschmecken. Probieren, ob das Kraut weich genug ist und ggf. noch 10 – 15 köcheln lassen.

Nun 1 TL Mehl mit 50 ml Rotwein klümpchenfrei verühren und zum Abbinden an das Rotkraut geben kurz aufkochen lassen – ferdisch!

Und wenn’s zu viel ist für eine Mahlzeit, den Rest in Gläsern einfach einkochen… 😀

 

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Spätzleshaker

 

Ich weiß, es ist ein Wagnis, als Nicht-Schwäbin über Spätzle und deren Zubereitung zu bloggen – ich mache es trotzdem, denn auch wenn Schwaben das Kernland der Spätzle ist, reichen die „Spätzle-Ausläufer“ bis in die Pfalz hinein – auch hier sind sie in festerer runder Form (Knöpfle – heißt bei uns nicht) und längerer Variante – Spätzle – durchaus üblich… 😉

Ich kenne eigentlich nur selbstgemachte Spätzle von meiner Mutter – immer mit einem Riesenaufwand und klebrigen Gerätschaften verbunden, so meine eigenen Spätzleaktionen sich bisher „im Rahmen“ hielten… Obwohl ich mehrere „Spätzle-Werkzeuge“ besitze, als da wären:

    • ein Spätzlebrett – keine Ahnung, ob dies auch ursprünglich eines war, es stammt von meiner Oma und ist auf alle Fälle wenigstens von einem langen Hausfrauen vorne abgeschrägt. Hier wird ein Klecks Spätzleteig auf das Brett gegeben und mit einer Teigkarte oder dem Messerrücken in heißes Wasser, oder v.a. in die Suppe (z.B. Rindfleischsuppe) geschabt. Man erhält – je nach übung -mehr oder weniger dicke „Spatzen“.
      „Nachteil“: Übung macht den Meister… 😉
      HIER sieht man, wie´s geht!

    • eine Spätzlepresse – sieht aus, wie eine „Riesenknoblauchpresse“; sie wird über den Topf mit heißem Wasser gehalten, Spätzleteig hineingegeben und der Teig wird dann durchgedrückt ins Wasser. Hier erhält man längere Spätzle, die bei uns als Beilage zu Braten etc. gereicht werden. Der Teig für die Spätzlepresse sollte etwas flüssiger sein, als jener für alle „Knöpfle“.
      Nachteile: Man kriegt nur immer eine geringe Menge Teig in die Presse und muss logischerweise nachfüllen. Wenn man die Spätzle allein macht, ist das (bei mir) eine Riesenschmiererei. Außerdem verstopfen die Löcher der Presse (das Eiweiß im Teig gerinnt), wenn man sie zu lange auf dem Topf über dem heißen Wasser parkt.
      HIER sieht man, wie´s geht.


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    • ein Lochblech – man legt es über den Topf mit heißem Wasser, gibt Teig darauf und streicht mit einer Teigkarte diesen über die Löcher; hier entstehen dann kurze, dicke Spätzle, also Knöpfle.
      Nachteile: Entweder war ich zu langsam, aber auch hier verstopften nach einiger Zeit die Löcher durch die Teigreste, die unter dem Blech hingen.
      HIER sieht man, wie´s geht.

    • ein Spätzlehobel – die gepimpte Variation des Lochblechs: Man gibt wohl eine ordentliche Teigmenge in den viereckigen Einsatz, und „hobelt“ ihn damit über die Löcher. Auch hier entstehen Knöpfle. Da ich diese Luxusvariante nicht besitze, kann ich sonst keine Angaben machen.
      HIER sieht man, wie´s geht.


Quelle

Alle diese Spätzle-Werkzeuge erleichtern zwar teilweise die Prozedur, dennoch bleibt es ein Geschmiere und Gepampe – zumindest nach meiner „überschaubaren“ Erfahrung. Doch auch wenn meine Mutter Spätzle macht sieht die Küche – nun sagen wir mal: chaotisch aus. Ein Grund, dass es bei mir recht selten Spätzle gab…

Da entdeckte ich eine neue Erfindung, die die eierlegende Wollmilchsau in Sachen Spätzlemachen sein soll:
Den Spätzle-Shaker!!! Der Spätzleteig wird in den Shaker selbst hergestellt und mit ihm in das kochende Wasser gedrückt – die „Sauerei“ soll sich in Grenzen halten, in den Grenzen des Shakers. Also zwei Fliegen mit einer Klappe…

Und? Funktioniert das Ganze?

Zunächst mal war klar, dass ich die die große Version des Spätzle-Shakers kaufen würde (für 3 – 4 Portionen, die ich allerdings mindestens verdoppeln muss, wenn meine Jungs Spätzle vorgesetzt bekommen – dann ist kein Halten mehr… 😉 ).

Auf dem Spätzle-Shaker sind die Markierungen (aber auch Grammangaben) für Eier, Mehl, Salz – und WASSER!!! (hier werden Spätzlefetischisten wohl aufhören zu lesen… – das Rezept ist aber gar nicht schlecht!). Also man braucht schon mal keine Waage!

Rezept für 4 Personen:

  • 4 Eier (groß)
  • 120 ml Wasser
  • 1 TL Salz
  • 300 g Spätzlemehl

Man gibt die flüssigen Zutaten (Eier, Wasser) und Salz in den Shaker, dann die beiden, dafür speziell ausgetüftelten Shake-Kugeln und vermischt das Ganze schon mal. Jetzt soll auf 2 bis 3 Mal das Spätzlemehl dazugeben und ca. 30 Sekunden shaken – was das Zeug hält: 30 – 60 Sekunden. So erspart man sich eine Einheit Pilates am flexiblen Schwungstab…

Das Shaken ist recht „kraftintensiv“. Bei mir hat das Shaken unterschiedlich gut/schlecht geklappt. Mit dem dem Maximalrezept (4 Personen) ohne originales Spätzlemehl, aber mit 1/3 Mehl durch Hartweizengries ersetzt, hat es nicht geklappt… Das Mehl samt den Kugeln hat sich irgendwie in der Verschlusskappe zusammengeklebt.
Mit der Menge für zwei Personen hingegen war es ok. Irgendwann stockte das Ganze, dann habe ich den Shaker einfach die geforderten 10 Minuten auf den Kopf gestellt, bevor die Spätzle ihr Bad bekamen. Auf diese Weise hat man wirklich in Null-Komma-Nix Spätzle ohne versiffte Küche!

Also was das Shaken betrifft: Daumen waagerecht…

ABER: Aus einem ganz anderen Grund möchte ich den Spätzle-Shaker nicht mehr missen, denn das Handling über dem Wasser ist genial und auch wenn ich bei größerer Menge den Spätzleteig mit dem Handrührer mache, kann ich die ganze Menge, die ich benötige, in den Shaker füllen (das geht mit recht wenig Gekleckere).

Wenn man nun Knöpfle will, dann drücke man in kurzen Abständen auf den Shaker, wenn man längere Spätzle haben will, dann drückt man den Teig in „Schneckennudel“-Form in das Wasser. Da der Shaker nicht lange über dem heißen Wasser „ruht“, verkleben die Löcher nicht. Und wie gesagt, der Shaker ist so groß, dass der gesamte Spätzleteig reingeht, also kein zwischenzeitliches Ein- oder Umfüllen… Die letzten Teigreste kann man ebenfalls ohne viel Gekleckere mit einem kleinen Spatel in den Verschluss kratzen.


Wenn man die Spätzle komplett im Shaker zubereitet, sind 3 Gerätschaften verschmutzt: Shaker, Spatel, Topf mit Wasser – mehr nicht!


Ergebnis: Ruck-Zuck-Spätzle für 1 – 2 Personen.

Rührt man den Teig außerhalb des Shakers, kann man jedes Rezept nehmen, auch eines ohne Wasser…; der Teig lässt sich gut durchdrücken…

FAZIT:

Auch wenn ich darauf achte, neue Küchengeräte ohne Plastik zu kaufen und alte Plastikgerätschaften, Dosen… nach und nach mit solchen aus anderen Materialien zu ersetzen, bin ich in diesem Fall doch für den Spätzleshaker (der Kunststoff ist wenigstens ohne Weichmacher), denn bei mir ist die Alternative mit den alten Geräten: Keine Spätzle!
Deshalb unterm Strich ein klares „Daumen hoch“ zum Spätzle-Shaker! Die Überwindung, Spätzle zu machen, ist drastisch gesunken…Und sollten wir mal campen, unbedingt Spätzle wollen, und gerade keine elektrischen Geräte an Bord haben, dann delegiere ich das Shaken 😀 !

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Das ist kein gesponsorter Bericht; mein Shaker ist selbstgekauft und bezahlt!

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Rouladen mit Hackfüllung – im Dutch Oven

 

Eigentlich war ein gechillter Vormittag geplant, Termine lagen keine an (außer einem kurzem Shuttle-Dienst für den Sohnemann, der sich aber mit vor sich hinschmurgelnden DOpf-Gerichten gut vereinbaren lassen sollte); keiner war heute vormittag im Haus, in aller Ruhe sollte das DOpfen losgehen…

Es ging auch los, aber nicht das DOpfen; es ging los – definitiv – und zwar sobald ich mit den Rouladen und ihrer Füllung hantierte, also extrem saubere Hände für Telefonate, Besuche, Päckchen für Paketboten… hatte!!!

Ich glaube – fünf, nein sechs Mal hat das Telefon geklingelt, darunter eine Liederliste für den Weihnachtsgottesdienst und ein Hilferuf der Verwandtschaft aufgrund technischer Rouladendefekte Rolladendefekte; ein Paketbote schneite vorbei mit einem Arm voll Briefe und Päckchen („Eine Unterschrift bitte noch“…) und eine Bekannte überbrachte ein weiteres Päckchen mit lieben Grüßen und Informationen von XY – Vorweihnachtszeit eben!

Um den „Rolladendefekt“ beheben zu können, musste mein Sprößling umgehend – für mich jedoch zur Unzeit, da das Essen noch nicht im DO war – abgeholt, zu den Eltern gebracht werden…
Zudem war eine Uhrzeit für das Mittagessen terminiert, damit Sohnmann II. auf dem Zwischenstopp im elterlichen Heim etwas zwischen die Kiemen bekommen konnte…

Was ich eigentlich sagen wollte: Normalerweise liebe ich es, die Holzkohlebriketts anzuwerfen und „richtig“ zu DOpfen – das hat heute, umständehalber – nicht geklappt. Und so packte ich kurzerhand den DO in den Backofen, geht ja auch und ist einfach noch besser, als alle emaillierten, schweren Markentöpfe!!!

Den DOpf zum Aufheizen bei 190 Grad in den Backofen geben (oder besser: die entsprechende Anzahl Grillbriketts anzünden und aufheizen).

Rezept Rouladen (für 4 Personen)

  • 4 Rouladen
    Füllung:
  • Senf (ich: Orangensenf, scharf – Rezept noch nicht verbloggt)
  • Ketchup (ich habe mein fermentiertes Ketchup genommen; nur wenig, es soll nicht zu süß werden, was bei gekauften ja oft der Fall ist)
  • 10 dünne Bauchspeckscheiben
  • 250 g Rinderhack
  • 100 g geriebener Bergkäse
  • 1 kleine Knoblauchzehe

außerdem

  • 5 mittelgroße Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1/4 Tube Tomatenmark
  • Rinderfond (ca. 300 – 400 ml)
  • ca. 200 ml Rotwein
  • 1 runder Lebkuchen (oder  2 -3 Spekulatius)
  • Salz, Pfeffer

 

Rinderhack, Käse und durchgedrückte Knoblauchzehe mischen, würzen mit Salz, Pfeffer, Paprika, ein Hauch Kreuzkümmel.

Rouladen ausbreiten, erst Senf,

dann Ketchup darüber streichen (mein Ketchup ist nicht so füssig wie handelsübliche, als nicht zu viel nehmen!),

den Bauchspeck verteilen (2 1/2 Streifen pro Roulade),

das Hack in 4 Teile aufteilen und die entsprechende Portion über der Roulade verteilen.

Aufrollen… Das waren meine ersten Rouladen – meine Mutter band sie immer mit einer Schnur zu – was beim Essen immer doof ist. Ich besorgte mir Rouladen-Nadeln – hatte neulich gesehen, wie einfach die das Fleisch verschließen (bei jemanden, der das seit Jahrzehnten wöchtentlich macht 😉 )… Ok, ich habe es auch irgendwie hingekriegt; man versucht, die Seiten zu schließen und die Nadel dann ziemlich flach durch das Fleisch zu stechen, damit sie nicht aus dem Fleisch herausragt – schließlich muss es ja noch angbraten werden. Davon konnte ich leider keine Fotos machen.

Die Rouladen anbraten, aus der Pfanne herausnehmen.

Im gleichen Fett die Zwiebeln, den Knoblauch anbraten, auch noch das Tomatenmark dazugeben und weiter anbraten.

Diese Mischung in den DOpf geben (wenn man im DO anbrät, sind die Zutaten ja schon drin), mit Fond und Rotwein ablöschen, Rouladen reinsetzen, Deckel schließen und 1 1/2 Stunden bei 190 Grad schmurgeln lassen. Dabei in Abständen die Rouladen immer mal wieder wenden. Nach einer Stunde den zerbröselten Lebkuchen oder die Spekulatius dazugeben.

Vor dem Servieren die Rouladen aus dem DO nehmen und die Soße pürieren – Rouladen wieder in die Soße geben und mit Beilage servieren:

Dazu gab es Spätzle – aus dem Spätzleshaker – aber DAS ist ein anderer Beitrag…

 

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Bratkartoffeln – Einweihung der Eisenpfanne

 

Nachdem ich meine neue Eisenpfanne nach der Pfannenhelden-Methode 4 Mal eingebrannt hatte, war ich mit dem äußeren Erscheinungsbild der Pfanne sehr zufrieden! Ringsrum dunkel und glatt! Kein Vergleich zum Ergebnis mit Salz und Kartoffelschalen. Es wird ja immer vor der Rauchentwicklung gewarnt – gab’s hier gar nicht; beim ersten Durchgang hat es ein bisschen gestunken – war aber absolut erträglich.

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So, dann kommen wir zum ersten Einsatz: Bratkartoffeln mit Zwiebeln und Speck.
Ich habe etwas Griebenschmalz in der Pfanne erhitzt und dann die Zwiebel-Speck-Mischung reingegeben. Man kann hier gut erkennen, dass die Zwiebeln und der Speck nicht anhaften:

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Nach dem Anbraten kamen die Zwiebeln mit dem Speck raus und die Kartoffeln rein in die Pfanne. Bei den Kartoffeln (leider habe ich kein gutes Bild davon) brauchte ich mehr Fett; aber das Ergebnis war fantastisch!!! So krosse Bratkartoffeln hatte ich noch nie!

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Nach dem Backen ist der Boden nun nicht mehr ganz so glatt – ich gehe mal davon aus, dass das zur Patina gehört… Man wird sehen!

Es macht aber total Spaß, mit „Eisen“ zu braten! bin begeistert!

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Walnuss-Likör

 

Im letzten Jahr hat es bei Cooketteria ein leckeres Rezept zu Vin de Noix gegeben – mit  grünen Walnüssen, die um den Johannestag herum geerntet werden müssen. Leider war ich im letzten Jahr schon etwas zu spät, die Nüsse hatten schon eine leicht braune Schale – dieses Jahr war es gerade noch rechtzeitig.

Ich setzte einmal das Rezept von Cooketteria an – hier werden die Nüsse mit Rotwein, Grappa und Gewürzen aufgegossen und im dunklen Keller stehen gelassen.

Zum anderen ein Rezept nur mit Grappa, der den typischen Tessiner Nocino oder Ratafià ergeben soll. Hier werden die Nüssen mit Grappa und Gewürzen im Hellen und Warmen stehen gelassen und immer wieder mal geschüttelt. Das Original habe ich ja HIER getrunken und der hat super geschmeckt; ich muss gestehen: Bei mir schmeckt er eher nach Arznei…
Ich bin noch unschlüssig, ob ich ihn wegkippe.

Das Rezept von Cooketteria, das ich als Likör bezeichnen würde, schmeckt dagegen hervorragend!!! Vielen Dank dafür!!!

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Aronia-Beeren-Marmelade

 

Vor zwei Jahren pflanzten wir Sträucher für eine „wilde Hecke“ am einen Ende unseres Gartens, darunter eine Kornelkirsche, eine Hundsrose, eine Felsenbirne und eine Aroniabeere.

Die Hecke ist noch nicht wirklich groß, wenngleich sie durchaus wächst und gedeiht. Mit der Kornelkirsche produziere ich brav Joghurt, aber sie hat auch dieses Jahr noch nicht geblüht hat also auch keine Früchte; an der Felsenbirne hingen dieses Jahr ein paar einzelne Beeren, allein die Aroniabeere hing – so klein wie sie noch ist – voll 😀 !

Aroniabeeren waren mir bis vor kurzem noch völlig unbekannt; sie kommt ursprünglich aus dem Osten Nordamerkias, fand dann bereits Mitte des 19. Jahrhunderts Eingang in den botanischen Gärten Rußlands und wurde in der UdSSR weiter veredelt und in großem Stil angebaut; ab Mitte der 1970er Jahre wurde sie dann in der DDR in großem Stil angebaut.

Die Aroniabeeren enthalten merkbar Gerbsäure (je nach Art mehr oder weniger) – und so dachte ich, sei es sinnvoll, sie nicht allein als Marmelade oder Gelee zu verarbeiten. Ca. 500g konnte ich davon ernten.

Außerdem waren schon einige Brombeeren reif (von denen wir dieses Jahr sicher nicht viele sehe werden -> Fruchtessigfliege), und Himbeeren fanden sich noch im Gefrierschrank.

Eine Mango musste auch noch „verbraucht“ werden… Ich hatte gut 1 kg Früchte, kochte diese und drehte das Ganze durch die Flotte Lotte. Mit Gelierzucker 2:1 wurde die Masse nochmals aufgekocht (ich gab im Anschluss noch ein halbes Glas frisch abgeüllten Walnusslikör dazu) – heraus kam eine super leckere, fruchtige Marmelade! Leider, leider kamen nur 6 kleine Gläschen heraus… 🙁 Im nächsten Jahr hoffe ich auf mehr!!!

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