Archiv (Tag): Selbstversorgen?

Obst-/Gemüse-/Käsekühler ohne Strom

 

Mit dem Butterkühler auf den Ton und die Verdunstungskälte gekommen dachte ich, da gibt´s doch noch mehr Einsatzmöglichkeiten…

Im Sommer sind die Gemüsefächer des Kühlschranks oft ziemlich voll und gerade für empfindliches Beerenobst findet da wenig Platz. Zu kalt darf es aber auch nicht stehen…

Dafür habe ich mir nun noch einen „Verdunstungskühler“ ausgedacht…

Materialien:

  •  eine Blumenschale aus dem Baumarkt (meine hat einen Durchmesser von 27 cm):
    3,99 Euro

    • einen passenden glasierten Blumenuntersetzer dazu (bei mir: Durchmesser von 29 cm): 9,99 Euro

    • eine Silikon-Backmatte, je dünner, desto besser (war von einem Discounter und schon vorher zerschnitten…): ca. 3 Euro

  • einen Sektkorken

Die Pflanzschale sollte umgedreht gut in die Unterschale passen.

How to:

  • Korken unten etwas verjüngen, so dass er fest in das Abflussloch der Pflanzschale passt. Er dient nicht als Griff (wird auch nicht festgeklebt), sondern nur als Verschluss. Wenn er sich abnehmen lässt, kann man die Schale bei Bedarf besser reinigen.
  • Silikonmatte in den Untersetzter legen und gerade (senkrechte) Schnitte anbringen, so dass sich die Matte übereinander legt.
    Dann die überstehende Matte in der Höhe des Untersetzers abschneiden.
    Da ich nicht weiß, ob die Glasur lebensmittelecht ist (vermute mal, dass nicht), kann man mit der Silikonmatte Lebensmittel auch ohne Behältnis auf den Untersetzer legen. Außerdem „dichtet“ sie Unterschale und Deckel gegen mögliche Fruchtfliegen ab.
  • Schale (= Deckel) auf die Unterschale setzen, Korken in das Abflussloch drücken – fertig!

Alles, was im Kühlschrank ins Gemüsefach kommt, ist hier gut aufgehoben. Wobei man ehrlicherweise sagen muss, dass empfindliche Beeren Erdbeeren, Himbeeren…) nicht mehr als zwei Tage durchhalten… Aber länger halten sie bei uns eh nicht durch… 😉

Wenn man ein Brett anstatt der Unterschale benutzt oder eines in die Unterschale legt, ist diese Konstruktions als Käseglocke für Hartkäse sicher auch geeignet (wenn man den Käse in z.B. Bee-Wraps eingewickelt hat, müsste das auch ohne Brett gehen).

Weil mich das Kühlen mit Ton fasziniert, will an dieser Stelle noch auf den stromlosen Wüstenkühlschrank hinweisen – geniales Gerät!

Eingereicht bei EiNaB:

 

 

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Butterkühler ohne Strom

 

Harte Butter ist mir ein Graus!!! Seit ein paar Jahren haben wir eine französische Butterdose; hier kommt in den einen Teil Wasser, der andere enthält die Butter und wird in das Wasser reingestürzt.

Problem: Im Sommer, wenn die Temperaturen so auf die 30 Grad zugehen, wird die Butter zu weich und plumpst ins Wasser… Dann hat diese Butterdose „Sommerpause“, die Butter kommt in den Kühlschrank und ist wieder hart…

Jetzt gibt es folgendes Modell zu kaufen – das ist mir aber viel zu groß! Abgesehen davon sagen Bewertungen, dass der Knauf unhandlich ist.

Auf einer historischen Ausstellung habe ich mal folgendes Exemplar entdeckt: Eine Tonschale, in der ein passendes Glas eingebettet ist. Ist allerdings ziemlich klein (langt nicht für 250 g) und außerdem gibt´s das nicht mehr zu kaufen, obwohl es ziemlich genial ist.

So etwas müsste sich doch „nachbauen“ lassen?!  –  Aber ja doch!!!

Herausgekommen ist eine Kombination aus dem historischen und dem aktuellen Exemplar – in handlicher Größe und für die hier üblichen 250 g Butter:

In einem Gartencenter bei den Übertöpfen bin ich für die Tonsachen fündig geworden (leider so was von „no name“ und günstig, dass sie online nicht verlinkt sind… 😉 ):
Einen auf der Innenseite glasierten Untersetzer mit 16 cm Durchmesser: 2,80 Euro

und eine flache, unglasierte Tonschale mit 15 cm Durchmesser und 7 cm Höhe: 2 Euro

Bild

Jetzt fehlt nur noch ein passender Glaseinsatz. Hier fand ich ein passendes Wecksturzglas samt Deckel:

Außendurchmesser: 12,5 cm
Höhe: 4,9 cm
Füllmenge: 300 ml
Kosten: 0,80 Euro (ohne Deckel)

Die weiche Butter wird in den Glaseinsatz gedrückt (geht am besten mit einem Suppenlöffel). Es handelt sich um ein 300ml Weckglas, von daher gehen 250g Butter super rein!!!

In den glasierten Untersetzer das Butterglas reinstellen,,

dann die Tonschale (Deckel) täglich 1 -2 mal wässern, so dass der Ton sich „vollsaugt“ und Verdunstungskälte entsteht.

Voilà – ein selbst zusammengestellter stromloser Butterkühler für knapp 6 Euro  – falls man das Weckglas im Netz bestellt, kommen noch ca. 5,90 Portokosten dazu (dass das Porto teurer ist als der Rest, ist leider etwas doof…).

Das Ganze passt gerade so...! Bedeutet: Die Tonschale hat zwar in der Öffnung einen Durchmesser von 15 cm, läuft aber offensichtlich etwas konisch zu. Die Tonschale sitzt ja auf dem Rand der Unterschale, also recht hoch – nur so passt das Weckglas rein – aber es passt 🙂 ! Allerdings ohne Weckglas-Deckel – der hat offensichtlich 1 mm zu viel Durchmesser. Das ist jedoch nicht schlimm, da die Tonschale ja keinen direkten Kontakt zu Butter hat.

Eigentlich hatte ich vor, den Ton-Deckel noch noch zu verschönern – mit Serviettentechnik – aber da würde ein Großteil des Tons versiegelt und der Verdunstungsprozess würde eingeschränkt. Ob das viel ausgemacht hätte? Ich ließ es jedenfalls sein…

Erfahrung: Wir haben das jetzt  eine Woche ausprobiert – funktioniert tadellos. 😀 Allerdings haben wir ja momentan noch nicht Hochsommer… Eventuell kann man bei heißeren Temperaturen noch etwas Wasser in die Unterschale geben.

Da man damit Butter ohne Strom kühlen kann, der selbst“gebastelte“ Butterkühler dazu noch kostengünstig und „alternativlos“ ist (so was gab´s früher in der kühschranklosen Zeit, heute gibt es nur das „Riesenmodell“ von oben) – reiche ich es bei EiNaB ein.

Fortsetzung folgt … 😉

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Nachgebacken: Roggenbrötchen – Lutz Geißler

 

Immer genügend Brötchen für´s Wochenende vorrätig zu haben, schaffe ich nicht, deshalb gehen wir in dieser Beziehung immer auch mal fremd… In der Brötchenmischung, die wir beim Bäcker um die Ecke holen, sind immer auch Roggenbrötchen dabei. Letztes Wochenende brachten wir „Roggenbrötchen“ nach Hause, die den Namen nicht ansatzweise verdienten!!! Sie sahen auch anders aus als sonst, wie auch immer: Als bisse man in ein Stück Pappkarton! Ungenießbar!!!

Da ich mir schon lange vornahm, auch mal Roggenbrötchen zu backen, war jetzt der Zeitpunkt gekommen!!! In Lutz Geißlers Backbuch Nr. 2 wurde ich fündig! Bei Rezepten von ihm weiß ich, dass sie gut funktionieren und gut schmecken. So modifizierte ich das Rezept ein bisschen im Hinblick auf die Mehlsorten, die ich ververwende.

Lutz´ Brotbackbuch Nr. 2 finde ich ziemlich genial, weil es zu einem Rezept immer vier Varianten gibt:
Basisrezept / Sauerteigrezept (ohne Hefe) / „no-knead“-Rezept / Übernacht-Rezept.
So kann man immer die für den eigenen Zeitplan passende Variante auswählen. Hier entschied ich mich für die Sauerteig-Variante:

Rezept:

Sauerteig:

  • 180 Roggenvollkornmehl (ich nehme den Lichtkornroggen von Bauck; bin sehr zufrieden damit!)
  • 160 g Wasser (35 Grad – ich messe nicht die Temperatur; das Wasser war halt gut handwarm)
  • 18 g Anstellgut (kommt jetzt nicht auf das Zehntel hinterm Komma an)

Den Sauerteig über Nacht (10 -12 h) reifen lassen. Laut Lutz bei 30 Grad – ich besitze keinen Gärschrank und will auch nicht die ganze Nacht den Ofen laufen lassen – daher wie üblich: Marlas einstufige Hefeführung: heißt: ich stelle einen Topf mit Deckel und ca. 1,5 l heißem Wasser zu der Sauerteigschüssel in den Ofen, Klappe zu und gut is´… ).

Am nächsten Tag

  • den Sauerteig
  • 325 g Roggenmehl 997er
  • 190 g Wasser (40 Grad)
  • 2 EL Lievito Madre (optional, kommt bei mir an alle Brot und Hefeteige)
  • 10 g Salz
  • 10 g Butter
  • 20 g Honig

8 Minuten langsam verrühren –

45 Minuten stehen lassen (Stockgare)

wirken (rundschleifen) und mit dem Schluss nach unten auf ein Bäckerleinen setzen (oder: den Schluss bemehlen und mit dem Schluss gleich auf Backpapier setzen).

Wichtig ist, dass die Brötchen vor dem Backen umgedreht werden!

2 Stunden Gare:


war hier fast schon too much…

Ofen auf 250 Grad vorheizen, mit Schwaden anbacken, 20 – 23 Minuten bei fallender Temperatur (bis 220 Grad) backen. Schwaden nach 15 Minuten ablassen.

Das Ergebnis ist ein roggiges, spitzenmäßig schmeckendes, knuspriges Brötchen, das den Namen ROGGEN-Brötchen wirklich verdient!!!

Einfach zu backen, ohne Schnickschnack, super Ergebnis, daher:
Absolute Nachbackempfehlung!!!

 

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E bissel fermentiert… Rhabarber und mehr

 

Kimchi versuche ich ja immer im Keller zu haben und esse es fast täglich als Beilage zum Brotbelag oder im Salat.

Aber jetzt sollte doch noch ein bisschen mehr Vielfalt in meinen Keller wandern. V.a. versuche ich mal Rhabarber zu fermentieren… Einmal in Stangen mit ein paar Rosinen, Salzwasser (20%ig), einem Schuß Ahornsirup, Sternanis und Zimt –
und einmal hoffentlich als Chutney, mit getrockneten Aprikosen, Granbeerys, Senfkörner, Apfelessig (1EL), Wasserkefir (4 EL) Gewürze etc. Auf die beiden Fermente bin ich am meisten gespannt!

Ansonsten noch Radieschen, Karotten und die explosiven Tomaten, die ich so liebe…
Meine selbstgemachten Fermentier-Gewichte kamen jetzt zum ersten Mal zum Einsatz – das ist toll, passende Gewichte zu den einzelnen Gläsern zu haben :-D!
Jetzt sind alle Bügelgläser erst mal aufgebraucht… und der Inhalt muss erst mal gegegessen werden…

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Hochbeet März – Jetzt geht´s lohos…!

 

Ha! Vorhin habe ich die ersten Quadrate meines Hochbeetes eingesät!!!

Quadrate? Hochbeet? Yep! Was ein Hochbeet ist, dürfte mittlerweile bekannt sein. Was heißt Quadrate?

Ich habe mich letztes Jahr dazu entschlossen, im Hochbeet Gärtnern im Quadrat anzuwenden – und das hat sich total bewährt! Mir geht es darum, auf wenig Fläche eine möglichst große Vielfalt an Gemüsepflanzen zu ernten (keine riesigen Mengen, aber stetig… Mein Hochbeet ist 3 x 1 Meter groß und die Quadrate haben 50 x 50 cm.

Mein Beetplan für dieses Jahr sieht folgendermaßen aus:

Habe fast alles so gelassen wie im letzten Jahr, wobei ich vermute, dass in der nicht geraden kargen Erde die Buschbohnen wieder nix werden, aber einen Versuch haben sie noch. Auch bei der Melone bin ich skeptisch. Aber wenn das Frühjahr nicht so kalt wird wie im letzten Jahr, klappt es vielleicht (ich hätte sooo gern eigene Melonen…). Oben rechts sind Pastinaken statt Lauch eingesät; der Lauch hat sich nämlich ungesehen vom Acker gemacht 😉 und ihn kriege ich auch problemlos überall zu kaufen – Pastinaken nicht. Im Anschluss an die Radieschen werde ich wohl ein 2. Quadrat für Salat oder Ruccola aufmachen… Ich kann es kaum erwarten, bis das erste Grün hervorspitzelt!

Weil es jetzt ja noch nicht ganz so warm ist (… 😉 ), habe ich die Folie und das Gestänge vom letzten hervorgeholt:

Irgendwo (jetzt habe ich auch wieder der Link gefunden…) habe ich einen tollen Tipp für eine Gewächshaus-Heizung gelesen (finde das jetzt nicht mehr; es war ein kleines Foliengewächshaus): Einen größeren und einen etwas kleineren Tontopf (für Blumen); in den großen Tontopf eine dicke Stumpenkerze reinstellen, den kleineren Tontopf darüberstülpen. Die Kerze kriegt Luft durch das Abflussloch; gleichzeitig erhitzen sich die Tontöpfe und geben etwas Wärme in das Gewächshaus ab… Für meine Hochbeetfolie ist das allerdings nix… Es wird auch so gehen!

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Gartenkalender Februar

 

      • Kompost leeren, sieben, Thermokomposter fertig machen für die neue Saison
      • kein Kompost mehr auf´s Hochbeet, Hochbeet vorbereiten für neue Erde
      • Chili auf der Fensterbank anzüchten

Quelle

      • Puffbohnen stecken (sollen im Februar bereits in den Garten; dazu eine Nacht vorquellen lassen)

Quelle

      • Gedanken zum Pflanzplan Hochbeet 2017 machen

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Nachgebacken – Roggenmischbrot mit Einkorn und Emmer

 

Einkorn hat einen tollen Geschmack – die Einkornbrötchen vom Plötzblog sind einfach fantastisch, auch wenn das Backen damit sehr gewöhnungsbedürftig ist…

So war ich auf der Suche, nach einem Brot mit Einkorn. Da wir „Roggenkaschperl“ sind, entschied ich mich das Brot von Ketex, indem überwiegend Roggen, dann auch Einkorn und Emmer enthalten sind.

Das Rezept ist ganz einfach gestrickt: Es gibt nur einen Sauerteig und ein Quellstück, in dem das komplette Einkorn- und Emmervollkornmehl verquollen wird.
Ich habe das Ganze auf gut drei Kilo hochgerechnet und gebe hier die 1,5 Kilo-Variante an.

Rezept:
Am Vortag den Sauerteig ansetzen (über Nacht):

  • 300 Roggenmehl 1150er (ich nahm 997er) mit
  • 300 g Wasser und
  • 30 g Anstellgut

verrühren und nach der einstufigen Führung nach Marla für 16 – 18 Stunden reifen lassen.

Quellstück:

  • 150 g Einkorn
  • 150 g Emmer mahlen und mit
  • 20 g Salz und
  • 300 g Wasser verrühren.Mindestens 3 – 4 Stunden quellen lassen. Ich habe es parallel zum Sauerteig angesetzt (also auch über Nacht).

150 g Sonnenblumenkerne (ich: Walnüsse) in einer Pfanne ohne Fett anrösten. Dann über Nacht in Wasser einweichen.

Backtag:
Hauptteig
Sauerteig
Quellstück
330 g Roggenmehl 1150er (ich: 997er)
abgetropfte Sonnenblumenkerne (oder Walnüsse)
15 g Hefe
1,5 TL flüssiges Backmalz (da ich sowas nicht besitze, nahm ich Honig)
50 g Lievito Madre (optional)

Alle Zutaten in der Küchenmaschine 7 Minuten kneten (Ankarsrum: 12 Minuten).
Teigruhe: 30 Minuten

Gare:
Den Teig wirken und in ein Gärkörbchen verfrachten (1,5 kg) und mindestens 70 Minuten gehen lassen. Bei mir hätte es noch etwas länger gebraucht, aber ein Kuchen stand noch in der Warteschleife…

Da wir gern eine „markante Kruste“ wollen, habe ich die Backtemperatur zum Originalrezept verändert:

Aufheizen auf 250 Grad, gut schwaden, nach fünfzehn Minuten stückweise auf 190 Grad runterregeln, Backzeit 60 Minuten.

Fazit:
Das Brot schmeckt wirklich gut, wenngleich nicht ganz so vielschichtig, wie z.B. unser heißgeliebtes Ochsenbrot. Wenn ich es nochmal mache, werde ich einen Hefevorteig und Altbrot im Quellstück einbauen.
ABER: In dem überwiegend roggenlastigen Teig kommen die Urgetreide geschmacklich so nicht mehr entscheident zur Geltung! Die Krume gefällt mir sehr gut, dafür, dass doch ein hoher Vollkornanteil verbacken ist.
Durchaus eine Nachbackempfehlung, wenngleich ich mir gut vorstellen kann, Emmer und Einkorn durch Dinkelvollkornmehl zu ersetzen.

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Hochbeet – Jahr I – Rückblick

 

Am Ende des Jahres macht es Sinn, auf das 1. Jahr Hochbeetgärtnerei zurückzublicken und ein Resümee zu ziehen – das ist für die Planung des kommenden Jahres wiederum nicht unwichtig…

Also, zunächst einmal entschloss ich mich ja, Gärtnern im Quadrat auszupobieren. Das Beet wurde in 12 Quadrate, ca. 50 x 50 cm aufgeteilt und danach habe ich versucht, nach den Regeln der Mischkultur (gute und schlechte Nachbarn) Gemüse zu pflanzen. Der Plan sah so aus:

Verschiedene Pflanzen habe ich ja auf der Fensterbank vorgezogen (Mitte April)…

Etwas zu früh, hinzu kam dann noch ein kaltes und nasses Frühjahr. Die ich meine Pflänzchen aufgrund der Größe auspflanzen musste, war ich auf der Suche nach „Schutz und Wärme“ und fand einen Folientunnel samt Gestänge, den ich mir passend zusammenklebt und der auch im kommenden Frühjahr wieder auf seinen Einsatz wartet. Dieses Vorziehen war sinnvoll und wird wiederholt.

Ok, was hat geklappt, was nicht? Die Melone ist eingegangen; vielleicht war der nasse und kalte Frühling schuld, ich werde das im nächsten Jahr auf alle Fälle nachmal probieren (ohne Gewächshaus wird das aber wahrscheinlich eher schwierig…). Auch die Buschbohnen sind eingegangen – keine Ahnung warum.

Der Lauch kam kurz zum Vorschein, hat sich dann aber „vom Acker gemacht“…

Generell muss man ja unterscheiden zwischen Pflanzen, die eine Saison immer wieder Früchte tragen und anderen, die mehr oder weniger „auf einmal“ abgeerntet werden. Erstere halte ich für besonders geeignet, gerade in der Quadratanpflanzung, weil sie ihren Platz im Verhältnis zum Ertrag extrem gut ausnutzen.

Der absolute Dauerbrenner, vom Frühjahr bis in den September war der Mangold; ich konnte alle 1 1/2 Wochen wahre Palmwedel ernten, die für ein Essen für 4 -5 Personen ausreichten.

Im September begann er, etwas zu schwächeln. Jetzt stehen noch ein paar Pflanzen, die ganz offensichtlich zweijährig sind. Ich werde unbedingt neuen Mangold anpflanzen, die alten Pflanzen dienen für das erste Grün im Frühjahr.

Ab dem August (das ist natürlich eine lange Zeit bis dahin) haben die beiden Paprika und die Chili (rechts unten) losgelegt – Wahnsinn! Ich musste erstmal abwarten, bis die Pflanzen rot wurden – die gelben waren gleich gelb.


Hier noch in unreifen Zustand.

Begeistert war ich auch von der Aubergine, die ab Sommer immer wieder nacheinander Früchte produziert hat (leider habe ich kein Bild von den ausgewachsenen Früchten, die so groß waren, wie die, die man kaufen kann).

Die Zucchini hatte irgendwie erst eine „Ladehemmung“, es kamen nur zögerlich etwas „verformte“ Pflanzen, zwischendrin dachte ich, sie geht ganz ein (Gelbfärbung der Blätter); erst ab August kamen zuverlässig immer Zucchinis nach.

Kommen wir zu den Pflanzen, die einmal eingesät und dann abgeerntet werden, als da wären: Radieschen, Zwiebeln, Karotten, Salat, Ruccola.

Hier muss man sich überlegen, ob ein Quadrat so viel hergibt, dass man wenigstens eine Mahlzeit daraus bereiten kann. Radieschen fallen bei diesen Überlegungen raus, denn sie sind ja Rohkost für zwischendurch… Bei den Zwiebeln und Karotten (2 Quadrate, aber zusammen in ein Quadrat gepflanzt, wegen dem Schädlingsschutz) konnte ich mehrfach für einzelne Mahlzeiten ernten (2 -3 Personen), hatte sie aber zu eng ausgesät, so dass ich erstmal lichten musste und dann noch etliches „Kleingemüse“ hatte.

Am Anfang fragte ich mich, was ich nun mit den leeren Quadraten machen sollte, aber die Quadrate waren (zufällig) so gewählt, dass ich nach dem Abernten Platz für die Nachbarpflanze hatte, die nun den Turbo angeschaltet hatte  (Aubergine, Zucchini -> hier waren die Bohnen ja hopps gegangen). Also das Prinzip war – wenn auch ungeplant – nicht schlecht… 😉

Beim Salat hatte ich mich für Schnittsalat entschieden; ich finde ihn unglaublich praktisch, da man immer die Menge ernten kann, die man braucht.

Hier dachte ich, dass ich den Salat, wie auch den Ruccola von Frühjahr bis zum Herbst aussäen kann – das war leider nicht so. Im Frühjahr hatte ich zwei Aussaaten, im Sommer ging nix, erst wieder Ende August konnte ich nochmal aussäen und noch einmal ernten (den Ruccola aber bis in den November).

Anfang Oktober wurde das Hochbeet abgeerntet (bis auf den Mangold, den restlichen Salat und Ruccola). Auch die Tomaten, die in den Pflanzkübeln gezogen wurden, waren gepflückt.
Es kam nochmal eine erkleckliche Ernte zusammen, die dann in der Küche nachgereift ist.

Seit dieser Zeit wird das Hochbeet als Kompost verwendet, um für das nächste Jahr wieder eine verrottbare Schicht zu schaffen.

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Das habe ich so in keinem der schlauen Bücher gelesen, könnte mir aber vorstellen, dass das funktioniert. Das Beet ist ja mehr als 30 cm abgesackt; über den Kompost kommt dann Muttererde… Bin gespannt!

Der Thermokomposter hinter dem Hochbeet ist „geschlossen“ und liefert mir hoffentlich im Frühjahr guten Kompostdünger.

Unter dem Strich bin ich sehr zufrieden mit dem ersten Hochbeetjahr!
Das Gärtnern im Quadrat ist klasse für überschaubare Erntemengen, dafür aber mit großer Vielfalt. Wenn ich jetzt Berge zum Einmachen produzieren will, brauche ich mehr Platz.
An ein paar Stellschrauben werde ich noch versuchen zu drehen, aber die Richtung, in die es ging, war nicht verkehrt! Mittelfristig wünsche ich mir noch ein 2. Hochbeet, und auch noch einen „gescheiten“ Platz für die Tomaten, denn die Pflanzkübel, Bildin denen ich die Tomaten dieses Jahr zog, sind besser als nichts, aber nicht das Wahre im Vergleich zu im Freiland gepflanzten Tomaten… Wie auch immer, das nächste Gartenjahr kann kommen!!!

Und das wünsche ich euch auch: ein erfreuliches, erfolgreiches Jahr im Garten, mit erfolgreichen Bestrebungen, Konsum und Müll einzusparen, selbst Dinge zu produzieren und dadurch etwas zur eigenen Unabhängigkeit und zum Umweltschutz beizutragen!!!

Mit diesen Gedanken eingestellt bei

EiNaB (Einfach Nachhaltig Besser Leben)

 

 

 

 

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Met mit Blaubeeren – ein Versuch

 

Das Fermentieren – zumindest von Gemüse und Früchten – kam dieses Jahr bei mir etwas zu kurz. Vielleicht habe ich es letztes Jahr etwas übertrieben. Ein Hinderungsgrund ist aber sicher auch, dass ich jeden in meiner Familie verjage, wenn ich die Gläschen öffne 🙁 .

Wie auch immer, heute hatte ich ein wenig Zeit mal wieder in Sandor Ellix Katz´ „Fermentier-Bibel“ zu blättern und las mir mal genauer das Kapitel zum Met durch…
Ich konnte nicht umhin, ein bisschen Met anzusetzen 😉 …

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Als Mischungsverhältnis gibt Katz 1 Teil Honig und 4 Teile Wasser an. Der unbehandelte (Roh-)Honig möglichst direkt vom Imker enthält Wildhefen, die bei entsprechender Verdünnung (der Wassergehalt muss über 17 % liegen) aktiv werden und anfangen, den Gärpozess einzuleiten. Neben einfachen Met kann man diesen auch noch mit (unbehandelten)Früchten ansetzen, auf denen ja auch noch Wildhefen sitzen.

Gelesen, eingekauft, angesetzt:

In ein 3 l Bügelglas gab ich 500 g Honig 2000 l Wasser. Das Ganze gut rumrühren, dann habe ich noch 125 g Heidelbeeren dazu gegeben.
Da die Heidelbeeren ja schon in purem Honig fermentieren, dürfte das hier ja gar kein Problem sein!

Der Met soll nun täglich mindestens 1 x gut durchgerührt werden.
Das Gummi vom Deckel entfernen, damit das Gas rauskann – nicht wie hier auf den Bildern!!!

Katz schreibt, dass die im Honig enthaltene Glucose und Fructose unterschiedlich schnell fermentiert. Während die Glucose der „Sprinter“ ist – sie erzeugt das starke Blubbern der der ersten Tage – braucht die Fructose Monate, um umgesetzt zu werden.

Wann kann man den Met dann trinken?

Der Met kann „grün“, also jung genossen werden – das bedeutet, wenn die Glucose-Fermentation abgeschlossen ist.
Man kann ihn allerdings auch dann (wenn kein Blubbern mehr wahrnehmbar ist), in Flaschen abfüllen und reifen lassen – Monate oder Jahre lang…

Da ich nur so wenig Met angesetzt habe, werde ich wohl höchstens eine homöopathische Menge zu Versuchszwecken einlagern und den Rest so genießen. 😎

Zunächst mal bin ich aber gespannt, wie lange diese ganze Aktion dauert…?!

Habt ihr Erfahrungen im Met-Herstellen??? Die würden mich brennend interessieren!!!

Edit: Eine Stunde nach dem Ansetzen:
Schon erstaunliche Bläschenbildung zu erkennen 😯 !

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EDIT: Nach gut 14 Tagen füllte ich das Met in Flaschen um – glücklicherweise schaute ich einen Tag später nach – die wären mir sonst um die Ohren geflogen. Also wieder zurück ins große Glas. Dort ließ ich das Met mehrere Wochen stehen. Allerdings schmeckte es – nach Hustensaft oder irgendwie nach Arznei… Letztlich habe ich diesen Versuch weggeleert…

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Mostgulasch – und Einkochen- wie man es nicht macht…

 

Am letzten Wochenende habe ich ein leckeres Mostgulasch im Dutch Oven gemacht – das Rezept könnt ihr HIER nachlesen… Wie immer mit kleinen Modifikationen, denn ganz genau nach Rezept geht irgendwie gar nicht… 😉

Es ist jedes Mal wieder fantastisch, wie Schmorgerichte im DO gelingen! Das ist tatsächlich nochmal anders (besser!) als in den emaillierten Eisentöpfen für den Backofen (abgesehen davon kann man die DÖpfe ja auch in den Backofen stellen…).

Ich hatte extra mehr gemacht um danach noch ein paar Gläser einzukochen. Wenn ich nach der Arbeit mal keine Lust habe zu kochen, dann genieße ich es, mir was selbst Eingekochtes aus dem Keller zu holen…

Jetzt hatte ich ein paar Tage zuvor auch leckeren Chai-Sirup gemacht, den man bei Hefe und mehr findet und wollte zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und diesen gleich mit einkochen.

Da ich keinen Einkochautomaten besitze, habe ich die letzten beiden Male im Backofen eingekocht und das hat auch sehr gut geklappt.

Dumm nur, dass ich nicht nochmal nachgeschaut habe, wie man das genau macht 😳 …

Jedenfalls habe ich die Flaschen mit dem Chai-Sirup gleich zu den Gläsern mit dem Gulasch gestellt – dachte noch: besser zu heiß als zu kalt einkochen, ich kann die Flaschen wegen der kürzeren Einkochzeit vorher rausnehmen…

Wie auch immer: Der Backofen wurde statt auf 180 Grad auf 200 Grad hochgeheizt, dann statt auf 100 Grad auf 180 Grad runtergedreht – und als ich die Flaschen dann rausholen wollte… Überraschung: Die Porzellankappen waren geschmolzen!!!

Von vier Gläsern haben im Anschluss drei nicht Vakuum gezogen… 🙁 !

Diese drei habe ich dann nochmals im Topf eingekocht – jetzt ist alles paletti!!! 😀 – bis auf die kaputten Flaschen und den darin vergeigten Chai-Sirup…

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