Archiv (Tag): Selbstversorgen?

Birnenschwemme-Klappe I. – Birnenessig

 

Ich hatte es schon erwähnt? Dieses Jahr gibt es bei uns Birnen über Birnen – von zwei Bäumen.

Beide sind jetzt abgeerntet und ich habe 7 Steigen Birnen… Vielen noch etwas grün, aber ich warte täglich, dass die große Verarbeitungsschlacht losgeht… 😉

Als Erstes habe ich jetzt aus Fallobst Essig angesetzt:

Dazu habe ich die etwas angefressenen oder angefaulten Birnen ausgeschnitten, geviertelt und dann im TM geschreddert.

Das Gefäß habe ich bei 160 Grad 15 Minuten in den Backofen gestellt zum Sterilisieren.

Für das Gefäß waren es etwas viel Birnen, so dass nur noch 2 Liter Wasser reingingen. Dazu noch 3 EL Zucker und ca. 125 g Hefewasser. Das fing gleich an zu schäumen 🙂 ! Alternativ kann man ca. 20 g konventionelle Hefe dazugeben.

Jetzt das Gefäß mit einem durchlässigen Tuch abdecken (am besten finde ich Nylonstrümpfe, hatte aber gerade keinen an der Hand…), es muss Luft an das Gebräu kommen.

Nach 14 Tagen waren die Früchte abgesunken und es zeigte sich keine Gäraktivität mehr – deshalb habe ich die Früchte abgeseiht. Die Flüssigkeit kam wieder zurück in den Tontopf. So sollte der Essig weitere 6 – 8 Wochen reifen.

Als ich nach  3 – 4 Tagen nachschaute, hatte sich etwas Kahmhefe gebildet. Da ich irgendwo gelesen hatte, dass dies nicht schlimm sein und sie auch schon beim Ananas-Essig einfach entfernte, hielt ich es hier genauso. Die Kahmhefe habe ich einfach mit einem Löffel abgetragen, dann die Flüssigkeit durch ein Teesieb (Papier) gegossen, den Topf mit heißem Wasser ausgewaschen und den rohen Essig zurückgefüllt – in der Hoffnung, dass sich keine Kahmhefe mehr bildet.

Ca. eine Woche später wagte ich wieder einen Blick: Es hatte sich schon wieder was auf der Flüssigkeit abgesetzt, spontan vermutete ich Kahmhefe, wollte sie abtragen, ABER: Es fühlte sich anders an! Vielleicht eine Essigmutter??? Yep!!! Mittlerweile hat sich die gallertartige Masse über die komplette Oberfläche verteilt!!!

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Verwertungstechnisch ohne Müll und mit wenig Energie – ab zu EiNaB

 

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Ernten – Entsaften – Verarbeiten: Aronia, Holunder, Brombeeren

 

Heute mussten die Aroniabeeren dran glauben:

Im 2. Jahr 2,5 kg! Toll!
Dann habe ich die restlichen Holunderbeeren geerntet. Wir haben ja jetzt einen Strauch im Garten, aber die Beeren werden nicht gleichzeitig reif. Ich habe sie dann immer wieder eingefroren – bis gestern zum letzten Akt…

Zusammen mit einem Teil der Aroniabeeren wurden die dann entsaftet, um Anti-Erkältungs-Tränke im Winter machen zu können.

Es gibt immer noch Brombeeren! Wir waren jetzt zwei Wochen im Urlaub und ich dachte, danach ist es vorbei… Nein, ich kann immer noch ernten!

Das ist so klasse, v.a. wenn man bedenkt, dass der Strauch so wenig Arbeit macht! Grund, dankbar zu sein!!!

Nun, und dann die Birnen: Ein Baum ist komplett abgeerntet, aber die Birnen noch nicht reif.

Hätten wir sie nicht geerntet, wären sie alle angefressen vom Baum gefallen. Jetzt warte ich darauf, dass sie gelb werden. Wahrscheinlich alle auf einmal – dann geht es birnenmäßig rund.
Der zweite Baum ist nur zum Teil abgeerntet – auch hier kommt noch eine Fülle auf uns zu 😀 !

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Beeren- und Hochbeet-Ernte

 

Heute ist Erntetag!!!

Die Brombeeren hängen brechend voll und ich liefere mir einen Wettlauf mit der Kirschessigfliege 👿 !
Daneben noch ein paar Heidelbeeren und Physalis.

Letzte Woche habe ich von einem Kilo Brombeeren „normale“ Marmelade gekocht – das heißt für mich mit Gelierzucker 2:1 (ohne weiteren Schnick-Schnack).

Heute gibt es Marmelade nur mit „normalem“ Zucker, heißt ohne Geliergedöns, einfach durch langes Einkochen. Im Vergleich zu der „normalen“ Marmelade schmeckt diese wie ein schwerer roter Wein, unglaublich fruchtig!

Dann eine Version mit dem Zuckeraustauschstoff Xylit, dann aber mit Gel-fix.

Außerdem mussten Quadrate meines Hochbeetes abgeräumt werden – erstens weil reif, zweitens weil ich dieses Mal Wintergemüse einsäen will.

Insgesamt waren es heute drei Quadrate – die mit Karotten und Zwiebeln und ein Quadrat, in dem ich geschenkte Lauchsetzlinge setzte, das aber anders eingeplant war und das ich jetzt einfach anders benötige.

Das ist das Ergebnis!!! 😀

Und jetzt profitiere ich wieder von meinem Tonkrugkühler!

Im letzten Jahr konnte ich diese Quadrate nur immer mahlzeitweise abernten, so dass das Quadrat erstmal nicht neu bepflanzt werden kann. Im Tonkrugkühler halten die Karotten mehrere Wochen frisch (habe ich mit Pastinaken ausprobiert). Die Zucchini werden dort so lange gesammelt, bis sie genug sind für eine Mahlzeit und bleiben knackig frisch. Den Lauch habe ich jetzt mal dazugepackt, den will ich bald verbrauchen.

Der Tonkrugkühler ist wirklich so genial, weil er mich viel flexibler in dem Verarbeitungszeitpunkt macht. Wenn etwas geerntet werden muss  – v.a. bei Zucchini zur „Keulenvermeidung“ notwendig… – wird es geerntet, das Verarbeiten kann ich mir aber einteilen. Den Tonkrugkühler kann ich echt nur empfehlen!!!

Die Zwiebeln werden auf ein luftiges, trockenes Plätzchen gelegt – sie mögen feucht natürlich gar nicht.

Die Paprika sind noch grün aber tragen ebenfalls super, auch die Chili 🙂 !

Eine der Auberginen muss heute Abend dran glauben…

Ob die Melone reif ist? Keine Ahnung! Sie sieht aber mal so aus wie die, die man kaufen kann… Vielleicht am Wochenende mal ein „Reifetest“… KeinReifetest am Wochenende – folgende interessante Quelle habe ich gefunden:

„Am Stiel erkennt man, ob die Zuckermelone reif ist

Erntereif sind die exotischen wasserreichen Früchte ab Ende August bis in den September. Zuckermelonen sind reif, wenn sie einen süßlichen Duft verströmen und sich Risse am Stielende der Frucht bilden. Reife Wassermelonen klingen hohl, wenn man dagegen klopft. Bis zu sechs Früchte können pro Melonenpflanze geerntet werden.“

Eine weitere wächst und gedeiht:

Ansonsten überfordert mich die Melone… Sie hat ja männliche und weibliche Blüten – und man muss Triebe einkürzen, damit die weiblichen (?) Blüten kommen… Erkennen tu ich nix – ich kürze schmerzfrei das, was im Weg ist 😳

Und hier noch ein willkommener Besuch bei der Zucchini:

Mit meinen Tomaten bin ich dieses Jahr überhaupt nicht zufrieden! Die sind ja alle vom Vielfältigkeitsmarkt, also saatenfeste Sorten – aber die eine wird am Boden und innen faul, die Blätter sehen bei allen nicht wirklich prickelnd aus; rot werden jetzt langsam die Datteltomaten. Hm, weiß nicht, was ich davon halten soll…

Und weil Selbstversorgen hilft, Resourcen zu sparen –
ab zu EiNaB (einfach, nachhaltig, besser leben)

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Marokkanische Salzzitronen – Ferment

 

Salzzitronen sind aus der marrokanischen Küche kaum wegzudenken: Ob zu Fleisch, Gemüse, Salat… es gibt den Gerichten eine unvergleichliche Frische! Und auch der hiesigen Küche schadet das Aroma von Salzzitronen überhaupt nicht… 😉

Und – die Zitronen fermentieren natürlich während ihrer Ruhephase!

Was braucht es dazu?

  • 1 Bügelglas 1 l
  • 5 unbehandelte Zitronen
  • unbehandeltes Salz (Steinsalz, Meersalz…)

Die Zitronen über Nacht in Wasser legen, so dass die Schale etwas weicher wird.

Am nächsten Tag die Zitronen aus dem Wasser nehmen, die Zitronen in der Länge nach kreuzweise einschneiden, bis fast ganz unten, aber NICHT durchschneiden.

Die Zitronen können jetzt vorsichtig aufgeklappt und mit Salz gefüllt werden. Ich habe das nicht löffel- oder grammweise abgemessen, sondern die Zitronen direkt aus dem Streuer gefüllt.

Es geht ja nicht sooo viel hinein, so dass die Menge ohnehin „vorgegeben“ ist . Ob das jetzt 10 % der Zitronenmenge beträgt oder etwas mehr und ob man es deshalb Fermentation nennen darf oder nicht, ist mir ziemlich schnuppe 😉 !

Wie auch immer, die gesalzenen Zitronen nacheinander in das Weckglas drücken, so dass auch Zitronensaft austritt. In das Glas soviele Zitronen geben, das es gut voll wird (also lieber eine Zitrone mehr reindrücken). Wie gesagt, bei mir waren es 5 Zitronen.


Hier sieht man schon nach kurzer Zeit, dass sich Flüssigkeit bildet.

Jetzt die Zitronen 5 Wochen dunkel und kühl stellen (Keller!).
– das Salz zieht Flüssigkeit aus den Zitronen und ich erwartete, dass sich das Glas relativ schnell komplett mit Flüssigkeit füllt. Dem war aber nicht so. Nach drei Tagen war das Glas etwa zur Hälfte mit Flüssigkeit gefüllt. Das war mir bei den warmen Temperaturen dann etwas zu heikel und so habe ich mit 20%iger Salzlake aufgefüllt und die Zitronen dann noch mit einem Gewicht beschwert, so dass die Zitronen unter der Flüssigkeit liegen.

In dem Glas blubbert es etwas aber nicht so stark wie bei anderen Fermenten, aber es lebt 😉 !

Der Geschmack allein von der Flüssigkeit ist schon irre! Ich konnte mir Salz plus Zitronen gar nicht vorstellen, aber das ist echt „Hammer“! Ich freue mich schon auf das erste Gericht damit!

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Die Zitronen sind nach dieser Fermentationszeit weicher und dunkler. Nach fünf Wochen etwas Olivenöl darüber geben, so dass das Ganze luftdicht abgeschlossen ist (also keine Zitronen aus der Flüssigkeit herausschauen lassen). Dann kann man auch das Gewicht entfernen.

So konserviert sollen sie bis 12 Monate halten.

 

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Zucchini in Öl – Antipasti

 

Meine Hochbeet-Zucchini produziert ununterbrochen wunderschöne Früchte!!!

Allerdings sehr ununterbrochen 😯 … Obwohl wir nur eine Pflanze haben, ist es nicht möglich, die Zucchini immer gleich zu verbrauchen. Und nicht jeder Nachbar mag Zucchini – oder er/sie hat selbst welche im Garten 😉 !

Eine Möglichkeit, sich etwas Italien in die Hütte zu holen, sind Antipasti – z.B. als Zucchini-Röllchen.

Zunächst 200 ml Olivenöl, 1,5 TL Salz, gehackte Kräuter (Rosmarin, Tymian, Currykraut, Bohnenkraut… nach Gusto), 2 – 3 zerkleinerte Knoblauchzehen verrühren – am besten schon 1 – 2 Stunden vorher.

Ich habe 4 „Keulchen“ in meinem Tonkrugkühler gesammelt (eine knappe Woche lang – es ist übrigens unglaublich, wie gut das Gemüse bei feucht-kühler Temperatur da frischhält 😀 😀 😀  – sie dann in der Länge ein Mal geteilt und mit meiner Handreibe in 4 mm Streifen gehobelt (beim 1. Mal habe ich die Streifen mit dem Messer geschnitten, sie waren sehr ungleichmäßig, dadurch unterschiedlich gar und ließen sich mehr oder weniger gut rollen => deshalb jetzt mit der Reibe; dünner als 4 mm sollten sie aber nicht sein!).

Die Streifen auf Backpapier verteilen, mit der Öl-Kräuter-Mischung gut einpinseln

und für ca. 13 -15 Minuten in den Backofen (Umluft 180 Grad – bei mir waren es mehr als knapp 5 Bleche) geben.

Danach etwas abkühlen lassen, dann mit Essig (ich: Balsamico) einpinseln und mit der gewürzten Seite nach innen aufrollen. Zucchini-Röllchen in sterilisierte Gläser geben (ich habe sie „reingeworfen“, ohne den Rand zu beschmutzen.

Das restliche Kräuteröl auf die Gläser verteilen, ggf. noch Gewürze zugeben (ich: 1 getrocknete Chili pro Glas), dann mit Öl auffüllen, bis die Röllchen gut mit dem Öl bedeckt sind. Die Gläser nach dem Auffüllen ruhig mal auf den Kopf stellen, damit restliche Luftblasen nach oben kommen.
Dunkel und kühl stellen (Keller) und mindestens eine Woche durchziehen lassen – sehr lecker!

Das Gleiche geht auch mit Auberginen…!


das ist das Ergebnis von 4 Zucchini

Wenn man ein Glas angebrochen hat, wieder mit Öl auffüllen, so dass die Zucchinis wieder bedeckt sind. Wenn man das Glas / die Gläser in den Kühlschrank stellt, wird das Öl flockig oder härter. Vor dem Genießen unbedingt aklimatisieren lassen!

Haltbarkeit: 2 – 3 Monate?!

Und weil das ein Beitrag zur „Selbstversorgung“ ist, geht er gleich zu EiNaB

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Räuchern im Topf

 

Diese Woche sah ich einen Beitrag über´s Räuchern, über die unterschiedlichen Möglichkeiten, die man hat: Vom professionellen Räucherschrank über das Räuchern im Kugelgrill bis hin zum Räuchern im Topf!

Letzteres ließ mich dann nicht mehr los…

    • Töpfe habe ich schließlich – auch alte,
    • ebenso einen Dämpfeinsatz,
    • Rauchgut: Lachsfilets warteten im Gefrierschrank
    • die Räucherbasis – das geht wohl problemlos mit losem Tee (z.B. schwarzen, Tee, oder auch Earl Grey…); da bei uns um die Ecke ein Angelladen sein Dasein fristet, besorgte ich mir von dort Räuchermehl (Buche)

  • ein paar Kräuter (4 – 5 angedrückte Wachholderbeeren, 1 Zweig Rosmarin, 3 – 4 Zweige Thymian, 3 – 4 Lorbeerblätter

Das ganze sollte in meiner „Außenküche“ stattfinden – denn ich wollte schließlich nur den Lachs räuchern, nicht die Wohnung… 😉

Am Abend  den Fisch in eine Beize einlegen (das muss wohl nicht sein; wenn nicht, dann im Anschluss salzen).

  • 375 g Wasser
  • 125 g Likör (eigentlich Calvados, ich ersetzte den mutig durch einen Brombeerlikör mit einem Schuss Walnuslikör)
  • 25 g Salz

Vor dem Räuchern den Fisch gut abtupfen und am besten eine Weile auf einem Gitter abtropfen lassen.

Aus Backpapier Streifen als Unterlage für den Fisch zurechtschneiden und den Fisch dann darauf in den Dämpfeinsatz legen.

Den Boden des Topfes mit Räuchermehl bedecken (ich habe das sehr großzügig gemacht, würde beim nächsten Mal weniger Räuchermehl nehmen, vielleicht nur 3 EL).

Kräuter auf das Räuchermehl legen.

Die Kochplatte auf höchste Stufe erhitzen, den Topf darauf stellen, warten, bis das Räuchermehl anfängt zu qualmen.

Dann den  Dämpfeinsatz mit dem Rauchgut reinstellen (den kann man sich übrigens auch mit einem Alugrilleinsatz, den man umgekehrt in den Topf stellt, selber basteln) – und warten…

Den Lachsfilets habe ich 12 Minuten gegeben – 15 waren es laut Vorgabe; beim nächsten Mal würde ich eher weniger Zeit ausprobieren, denn die Filets waren ein kleines bisschen zu trocken…

… aber der Geschmack war super! Bin echt begeistert, wie leicht das geht!!! Und man kann den Geschmack durch die Beize etc. wirklich super beeinflussen! Das wird nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich geräuchert habe!!!

Allerdings habe ich im Anschluss gemerkt, dass es gut war einen ausrangierten Topf zu nehmen: Man kriegt das Innenleben schon wieder sauber, aber ob der Rauchgeschmack wirklich nochmal rausgeht, wage ich zu bezweifeln…

 

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Brot backen im Dutch Oven

 

Den DOpf habe ich ja schon oft benutzt, aber noch nie zum Brotbacken…

Das sollte sich jetzt ändern 😎 !

Ich habe erstmal viele Blogs und Rezepte durchstöbert, auf denen gezeigt wird, wie man ein Brot im DO backt, aber meistens standen keine Angaben zur Anzahl der Briketts, oder das Ergebnis fand ich nicht wirklich überzeugend (völlig abgesehen von den meisten Rezepten, die voller Hefe strotzten). Außerdem staunte ich immer wieder darüber, dass die Mehrzahl der Brotbäcker den DO nicht vorher aufheizten, so dass der Ofentrieb  ausfällt.

Wie auch immer… Als Rezept nahm ich eines von Lutz Geißler zur Grundlage, allerdings mit Ruchmehl, Roggenmehl 997er, LM und Wildhefe.

Rezept (no knead):

Vorteig am Vortabend:

  • 100 g Ruchmehl
  • 100 g Altbrot
  • 240 g Hefewasser (alternativ: 240 g Wasser, 2 g Hefe)
    12 – 20 Stunden reifen lassen bei ca. 20 Grad

Autolyseteig am Backtag:

  • 145 g Ruchmehl
  • 200 g 550er Weizenmehl
  • 100 g Lievito Madre  mit 100 g Wasser verrühren
  • 105 g Wasser
    verrühren und 30 Minuten ruhen lassen.

Hauptteig:

  • Vorteig
  • Autolyseteig
  • 135 Roggenmehl 997er
  • 14 g Salz

mit der Hand gleichmäßig durchmischen – der Teig ist ziemlich fest (würde das nächste Mal evtl in den Autolyseteig mehr Wasser geben)

Stockgare: 90 Minuten, nach 20, 40, 60 Minuten stretch and fold (daTeig so fest ist,  geht das nur mittelmäßig gut).

Brot wirken, 60 Minuten Gare im gut bemehlten Gärkörbchen
(nach 30 Minuten Gare die Briketts anwerfen!!!).

Dutch Oven

Vorbereitung des DOpfs (ft 6 Petromax, entspricht 12er DOpf). Anhand der Tabelle wird deutlich, dass für eine möglichst hohe Anfangstemperatur 33 Briketts gebraucht werden: 22 oben, 11 unten -> zu viel, s.u.!
18 oben 8 unten, kreisförmig an den Außenrand legen: hat zur Folge, dass die Brikets nicht direkt unter und über dem Teig liegen. Im Atago ist die Hitzeverwertung aber auch intensiver, d.h. es kann sein, dass die 22 oben und 11 unten ohne Atago passen. Allerdings gehen definitv keine 22 Brikets ringförmig auf den Deckel des DOpfs!

Die Briketts nach 25 Minuten der Gare (im Gärkorb) anfeuern. Den DO bereits über die Briketts zum Aufheizen stellen (entweder auf den Aufheizkamin oder, wie bei mir, auf den Atago) – schließlich will ich auch hier einen Ofentrieb haben.

Nach weiteren 25 Minuten habe ich den DO runtergenommen,die Kohlen verteilt,

Das Brot nun auf ein großzügig bemessenes Stück Backpapier stürzen, mit den Backpapierecken  in den DO heben,

den Deckel draufsetzen – und erstmal 45 Minuten abwarten…

Nach 25 Minuten duftete es sehr stark nach „Röstaromen“… 🙄 , deshalb habe ich doch schon mal in den Topf gespitzelt:

wie vermutet: unten und oben seeeehr dunkel!

Ich habe dann die Kohlen unten auf 8 reduziert und v.a. ringförmig an den Außenrand gelegt, oben genauso; dort habe ich die Kohlen auf 15 reduziert und ebenfalls ringförmig auf den Deckel gelegt.

Insgesamt ca. 50 Minuten backen.

–  Das Finetuning was die Hitze betrifft, stimmt noch nicht… 😳

Hier sind doch etwas zu viele Röstaromen… 😉
Oben wurde das Brot nicht noch wesentlich dunkler, nachdem die Briketts reduziert und als Ring ausgelegt wurden.

Das Innenleben kann sich sehen lassen:

Ich habe unten einfach 1 cm „Röstaromen“ weggeschnitten – dann schmeckt es super!

Zusammenfassend stelle ich fest:

Als Teig würde ich kein „weglaufendes“ Rezept (also keines mit sehr hoher TA) nehmen, sondern wirklich eines, bei dem der Teigling gut formbar ist. Schließlich hantiert man hier umständlicher als in der heimischen Küche und Röstaromen auf der eigenen Haut sind ja nicht das Ziel 😎 !
Ich habe mal so getan, als sei ich auf dem Campingplatz und ein no-knead-Rezept gewählt…
Etwas weniger Briketts als von mir ursprünglich eingeplant nehmen und diese dann ringförmig unter und auf dem DOpf verteilen (nochmal zur Erinnerung: im Atago ist v.a. unten die Hitzeentwicklung höher, als wenn ich die Kohlen nur einfach unter den Dopf lege).
Versuch macht kluch – beim nächsten Mal bin ich schlauer…

 

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Hochbeet: Erntesegen im Juni / Juli

 

Wenn ich mir überlege, was ich im Hochbeet anpflanzen möchte (Erinnerung: Gärtnern im Quadrat), gibt es zwei Kategorien von Pflanzen:

  • solche, die man, einmal eingesäät den ganzen Sommer / Herbst hindurch, abernten kann (die finde ich am genialsten…), wie z.B. Mangold, Paprika, Zucchini, Auberginen…
  • und solche, die nur einmal geerntet werden können (Karotten, Zwiebeln, Salat, Kohlrabi, etc)

Bei der Planung kommt immer eine Kombination von beidem heraus, so dass auch abgeernte Quadrate z.B. mit Salat wieder eingesäät werden können.

Seit Juni  (mal abgesehen von den Radieschen im Frühjahr) darf wieder geerntet werden:

    • Kohlrabi (leider kein Bild gemacht, eine Freundin hat mir Setzlinge geschenkt)
    • Mangold (immer und immer wieder 😀 !!!)

    • Zucchini

Hier bin ich schon mal froh über meinen stromlosen Gartenkühlschrank (Tonkrugkühler), der mir hilft, das Gemüse problemlos ein paar Tage frisch zwischenzulagern!

    • die Paprika und Chilis haben erste Fruchtansätze

    • die Aubergine blüht und bildet auch die erste Frucht aus

    • selbst eine Melone lässt sich blicken!!!

Probleme gibt´s bei den Zwiebeln und Möhren, beide wie letztes Jahr zusammengepflanzt und beide bilden überwigend Blüten statt Früchte (v.a. die Zwiebeln, kaum, dass eine nicht versucht hat zu blühen)… Keine Ahnung, wieso?!

Nicht-Hochbeetpflanzen, wie unsere Tomaten, scheinen sich auch ganz gut zu machen:

Die Himbeeren sind jetzt fast durch – wir haben tatsächlich welche ernten können!!!

Die Brombeeren hängen brechend voll – wenn es weiter heiß bleibt, hält sich die Kirschessigfliege zurück – ansonsten wird es wohl wieder nicht viel Ertrag geben – abwarten!

Auch die Heidelbeeren tragen sehr gut,

ebenso wie die Birnen: hier müssen wir uns schnell etwas überlegen, damit die Äste nicht brechen 😯 !

Auf die Aronias freue ich mich –

über die Felsenbirne haben sich andere gefreut…, einzelne Kornelkirschen sind zu erkennen (die Kornelkirsche weigert sich noch immer, Joghurt zu produzieren 👿 !!!).

Der Holunder hängt voller Dolden (keine Blattläuse mehr…)

und auf die lila Kartoffeln bin ich mal gespannt… Im Pflanzsack war hier die Ernte ja sehr überschaubar…

Die Physalis war letztes Jahr schon klasse, deshalb darf sie dieses Mal wieder…

Einen Kürbis habe ich auch gesetzt  (weiß nur nicht mehr genau, welchen… 😳 )

Ich staune gerade selber, was da alles vorzufinden ist (unser Garten ist grade mal 200 qm groß…)!!!

Und weil Gemüse / Obst im eigenen Garten natürlich auch dazu beiträgt, dass der ökologische Fußabdruck kleiner wird, geht es mit dem Artikel ab zu EiNaB

Holunderblütensirup mit Duftrosen

Der Holunder blüht (noch), die Rosen auch!
Bei uns dümpelte eine englische Strauch-Rose (Gertrude Jekyll) seit ein paar Jahren herum, ohne sich groß in Szene zu setzen… Der Standort nicht ganz optimal, aber -und das wusste ich nicht- diese Rose muss gut zurückgeschnitten werden und das habe ich dieses Jahr wohl versehentlich richtig gemacht 😄 … Jedenfalls überschlägt sich diese Rose momentan mit fantastisch duftenden Blüten…

…und deshalb kamen 4 – 5 Blüten zum Holunderblütensirup dazu

Rezept:

  • 2,5 kg Zucker
  • 2,5 l Wasser    beides gut verrühren, bis sich der Zucker weitesgehend aufgelöst hat
  • 20 Holunderblüten
  • 3 – 4 Rosen (nur die Bütenblätter)
  • 3 Bio-Zitronen in Scheiben geschnitten
  • 2 – 3 EL Zitronensäure (mit 2 EL anfangen, dann nach Geschmack ausprobieren)

Der dominierende Geschmack ist schon der Holunder, aber mit einer spannenden Note im Hintergrund (als „Rose“ würde ich es nicht identifizieren, dazu hätte es vermutlich noch mehr Rosen benötigt). Die Farbe haben die Rosen aber auch in den Sirup abgegeben…

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Obst-/Gemüse-/Käsekühler ohne Strom

 

Mit dem Butterkühler auf den Ton und die Verdunstungskälte gekommen dachte ich, da gibt´s doch noch mehr Einsatzmöglichkeiten…

Im Sommer sind die Gemüsefächer des Kühlschranks oft ziemlich voll und gerade für empfindliches Beerenobst findet da wenig Platz. Zu kalt darf es aber auch nicht stehen…

Dafür habe ich mir nun noch einen „Verdunstungskühler“ ausgedacht…

Materialien:

  •  eine Blumenschale aus dem Baumarkt (meine hat einen Durchmesser von 27 cm):
    3,99 Euro

    • einen passenden glasierten Blumenuntersetzer dazu (bei mir: Durchmesser von 29 cm): 9,99 Euro

    • eine Silikon-Backmatte, je dünner, desto besser (war von einem Discounter und schon vorher zerschnitten…): ca. 3 Euro

  • einen Sektkorken

Die Pflanzschale sollte umgedreht gut in die Unterschale passen.

How to:

  • Korken unten etwas verjüngen, so dass er fest in das Abflussloch der Pflanzschale passt. Er dient nicht als Griff (wird auch nicht festgeklebt), sondern nur als Verschluss. Wenn er sich abnehmen lässt, kann man die Schale bei Bedarf besser reinigen.
  • Silikonmatte in den Untersetzter legen und gerade (senkrechte) Schnitte anbringen, so dass sich die Matte übereinander legt.
    Dann die überstehende Matte in der Höhe des Untersetzers abschneiden.
    Da ich nicht weiß, ob die Glasur lebensmittelecht ist (vermute mal, dass nicht), kann man mit der Silikonmatte Lebensmittel auch ohne Behältnis auf den Untersetzer legen. Außerdem „dichtet“ sie Unterschale und Deckel gegen mögliche Fruchtfliegen ab.
  • Schale (= Deckel) auf die Unterschale setzen, täglich 1 -2 mal wässern, Korken in das Abflussloch drücken – fertig!

Alles, was im Kühlschrank ins Gemüsefach kommt, ist hier gut aufgehoben. Wobei man ehrlicherweise sagen muss, dass empfindliche Beeren Erdbeeren, Himbeeren…) nicht mehr als zwei Tage durchhalten… Aber länger halten sie bei uns eh nicht durch… 😉

Wenn man ein Brett anstatt der Unterschale benutzt oder eines in die Unterschale legt, ist diese Konstruktions als Käseglocke für Hartkäse sicher auch geeignet (wenn man den Käse in z.B. Bee-Wraps eingewickelt hat, müsste das auch ohne Brett gehen).

Weil mich das Kühlen mit Ton fasziniert, will an dieser Stelle noch auf den stromlosen Wüstenkühlschrank hinweisen – geniales Gerät!

Eingereicht bei EiNaB:

 

 

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