Vegane Apfelrosen mit Hefeteig

Wenn ein veganer Gast und Experimentierfreude bei einer Geburtstagsfeier aufeinandertreffen…kommen vegane Apfelrosen dabei heraus 😉

Die Glühweinapfelschnitze habe ich nach dem Rezept von Boulancheriechen hergestellt, hier war ja keine Klippe zu umschiffen.
Beim Teig orientierte ich mich an dem Dreikönigskuchen von Stefanie von Hefe und mehr.
Statt Butter nahm ich Magarine, statt Milch Sojamilch. Das Ei fiel unter den Tisch, stattdessen nahm ich weitere 120g Sojamilch. Da die Magarine aber beim Kneten unglaublich viel Flüssigkeit abgab 😯 würde ich beim nächsten Mal insgesamt weniger Flüssigkeit nehmen.

Rezept:

500 g Mehl Typ 550
150g Lievito madre
220 g Sojamilch (minus 100 g!)
80g Orangensaft
Orangenschale (von 1/4 Orange)
10 g frische Hefe
10 g Salz
100 g Zucker
100 g Magarine

In meine neue (alte) Küchenmaschine – eine Assistent – sollen eigentlich zuerst die flüssigen Zutaten. Stefanie beschreibt das allerdings so:

„Die Hefe in der Milch auflösen und mit Ei, Salz, Mehl, Orangensaft, Orangenschale und dem Lievito madre für 5 min auf langsamer Stufe in der Küchenmaschine kneten.

Dann weiter 8 min auf mittlere Geschwindigkeit kneten. Da Zucker die Glutenentwicklung sehr stört, wird er erst jetzt in kleinen Portionen zum Teig hinzugegeben. Den Zucker in drei Portionen dem Teig hinzufügen. Zwischen den Zugaben jeweils 1 min kneten. Zuletzt die Butter hinzufügen und weiterkneten, bis sie komplett in den Teig eingearbeitet ist. Das Glutennetzwerk ist nun voll entwickelt.“

Daran habe ich mich orientiert – Fakt war jedoch, dass nach dieser Zeit noch nichts von einem Glutennetzwerk vorzufinden war! Der Teig sah eher aus wir ein Rührteig… Ich musste noch etwas Mehl dazu geben und kneten, kneten, kneten… Angeblich kann man mit der langsamsten Stufe der Assistent nix überkneten – wie auch immer: Die genaue Minutenzahl weiß ich nicht mehr, da ich immer wieder „verlängert“ habe, aber es war gut über eine halbe Stunde! Dann aber war die Glutenstruktur wirklich ausgeprägt 😀 ! Der Teig war nun sehr weich und wurde daher gleich nach dem Kneten eine Stunde in den Kühlschrank verfrachtet.

Dann wie üblich, den Teig in ca. 3 – 4 cm breite Streifen schneiden, die gedünsteten Apfelscheiben an die obere Teigkante, die Marzipanstreifen an untere Kante, aufwickeln und in ein Muffinblech setzen (um mir das Einfetten zu sparen, setzte ich die Heferosen zuerst in Papierförmchen und dann ins Blech – war keine gute Idee – das Papier geht seeeeehr schlecht ab…).

So, nun ging es ans Backen – ich dachte, es gäbe keinen großen Unterschied zum „normalen“ Hefeteig, doch der Teig wurde einfach nicht braun!!!

Boulancheriechen gibt ja 30 Minuten Backzeit bei 180 Grad an – da waren die Heferosen noch total weiß und teigig! Nach 30 Minuten pinselte ich die Rosen mit dem entstandenen Glühweinsirup ein – trotz Zucker kein Braunwerden! Nach weiteren 10 Minuten pinselte ich nochmal mit Sojamilch drüber – jetzt kam so langsam Farbe an die Rosen!
Das verstehe ich ehrlich gesagt überhaupt nicht – Brot wird doch auch braun, sogar ohne Zucker…

Vielleicht gibt es ja ein paar Spezialisten, die mir das Teigverhalten – sowohl beim Kneten, als auch beim Backen – genauer erklären können???

Heraus kamen jedenfalls zum Schluss doch noch romantische und sehr wohlschmeckende Heferosen, denen man das „Vegane“ daran überhaupt nicht anmerkt!

Bild

 

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(Apfel-)Rosen für…

… nein, nicht für den Staatsanwalt, sondern für den Liebsten (aus gegebenem Anlass…).

Das ursprüngliche Rezept findet ihr bei boulangeriechen.

Man nehme einen Hefeteig seiner Wahl (aus 250 g Mehl), z.B. diesen

außerdem

  • 4 rotwangige Äpfel
  • ca. 300 ml Weißwein
  • Gewürze (z.B. Zimtstange, Kardamom, Ingwerscheiben, Anisamen… o.ä.)
  • 100 g Zucker, 1 EL oder Päckchen Vanillezucker
  • 200 g Marzipan (optional)

Das Kerngehäuse der Äpfel entfernen (NICHT schälen), die Äpfel in Viertel und die Viertel in ca. 2 mm dicke Scheiben schneiden.

Die Wein-Zucker-Gewürzmischung erhitzen (Gewürze am besten in einen Teebeutel packen, so sind sie am einfachsten wieder zu entfernen) ca. 10 Minuten dämpfen – die Äpfel dürfen nicht zu weich sein, allerdings auch nicht zu hart, damit sie sich aufrollen lassen. Apfelscheiben auf einem Kuchengitter (mit Backblech zum Auffangen der Flüssigkeit darunter) ausbreiten, abtropfen und abkühlen lassen.

Marzipan auf Puderzucker ausrollen und in 1,5 cm breite Streifen schneiden.

Den Hefeteig dünn und großflächig ausrollen und in ca. 4 (- 5) cm breite Streifen schneiden.

Marzipan auf eine Kante der Hefeteigstreifen (mittig) legen, an die andere Kante die Apfelscheiben: Sie müssen über den Hefeteigstreifen hinausragen und sich gegenseitig überlappen.

Jetzt den Streifen aufrollen – ferdisch!!!

Rosen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen.

Achtung: Die Rosen neigen beim Backen zum Umfallen; ich würde sie das nächste Mal in eine Muffinform o.ä. setzen; hat wahrscheinlich mehr Halt.

Die Rosen bei 200 Grad U-/O-Hitze ca.25 – 30 Minuten backen.

Bei mir war der Teig der äußeren Rosen dann braun, die der inneren nicht; ich hab´ die zu hellen Rosen noch etwas länger im Ofen gelassen – danach waren die Äpfel oben zu dunkel – hier sollte man dabei bleiben.

Die Rosen kamen wirklich sehr gut an und waren ein Hingucker…
Tolle Idee – zum Nachbacken wärmstens empfohlen!!!

 

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