Pleiten, Pech und Pannen die I. – Karnickel im DOpf

So, die ersten Wochen ist vorbei, nachdem ich mir vorgenommen habe: Wenn Wurst oder Fleisch, dann nicht mehr aus Massentierhaltung, bzw. aus artgerechter Haltung…

Tja, was soll ich sagen: Der Wurst-/ Fleischkonsum wird weniger, man achtet bewusster auf das, was man ist…

Am Wochenende war unsere Familie mal fast vollständig und ich hatte große Lust, meinen Dutch Oven wieder aus dem Keller zu holen – und ihn mal mit einem Fleischgericht auszuprobieren 😉 !

Ich konnte ein ganzes Kaninchen ergattern – das wäre doch was Leckeres!

Am Vortag hab ich das Kaninchen zerteilt (glücklicherweise hab ich ein Kochbuch, in dem für alle Tierarten  Fleischstück die entsprechenden Infos zu finden sind 😎 ) !

Im Netz fand ich ein spannendes Rezept, nach dem die Teile dann gerubt werden – die Zutaten für den Rub hatte ich sogar alle da (und natürlich musste ich ein bisschen abändern…):

RUB (für Wild)

  • 20 – 25 Pfefferkörner (schwarz)
  • 10 Pimentkörner
  • 10 Wachholderberen
  • 5 Nelken
  • 10 Korianderkörner
  • 2 TL Liebstöckel (bei mir: Oregano)
  • 3 getr. Lorbeerblätter
  • 2 TL Paprika (edelsüß)
  • 1/2 TL Zimt

Feste Zutaten im Mörser zerkleinern (Lorbeerblätter erst in der Hand zerrebeln, dann mit in den Mörser), frische Zutaten dazugeben und auch klein mörsern.

Kaninchenteile damit gut einreiben, über Nacht in einer Plastikdose im Kühlschrank parken.

Beilagen-Fragen…

Im Originalrezept sind ja als Beilage grüne Bandnudeln angegeben – die gegen Ende einfach in den DOpf gegeben werden 😯 . Das hat natürlich seinen Reiz!!!

Da dann die Soße aber nicht zu pürieren gewesen wäre (must-have eines Mitessers…) – ging das auch nicht…Bild

Es ging noch viel mehr nicht, nämlich das Feuer…

Zunächst legte ich zum Anbraten alle Brekkis unter den DO – hatte ich irgendwo gelesen, dass man das so macht… Und es war ja auch klar, dass so ein schwerer Eisentopf  `ne Zeit lang braucht… Aber: so wirklich Röstaromen entstanden nicht 😯 . Ich stand dann vor der Wahl, in der Küche anzubraten… aber es sollte ja möglichst „authentisch“ sein…

Irgenwann leerte ich das Wurzelgemüse dazu,

denn das Essen sollte ja in „absehbarer Zeit“ fertig sein.
Der Topf wurde nicht richtig heiß und es hat geraume Zeit gedauert bis ich kapiert hatte, dass die Brekkies unter dem DOpf ausgegangen waren. Beim Petromax habe ich das schon öfter gelesen, dass dies vorkommt…

Glücklicherweise war in meinem Set so ein Untersetzer dabei – als ich den dann darunter stellte, hat es plötzlich geklappt… Mit Brekkies sparte ich dann auch nicht mehr! Es war nix verbrannt, aber die Soße war eher eine Gemüse- statt eine Bratensoße – das tat dem Geschmack schon einen Abbruch 🙁 . Das Fleisch war schön zart, aber halt ohne Röstaromen. Na ja, noch optimierbar…

Immerhin weiß ich jetzt, dass ich den Petromax tatsächlich mit Untersetzer benutzen muss – dann hätten sie sich die Füße auch sparen können 👿 !

Ach ja: Die Nudeln haben wir dann doch extra gekocht 😉 !

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