Mein „Kartoffel-Balkon“ – oder Kartoffeln im Pflanzsack

 

Beim besten Willen gab es im Garten kein Plätzchen mehr, wo ich hätte noch ein paar Kartoffeln „verstecken“ können…

Doch dann stieß ich auf Kartoffelpflanzsäcke, die beim  urban gardening sehr beliebt sind.  Ich bestellte 4 Säcke, die im unteren Drittel eine Lasche zum Öffnen haben, so dass man von unten an die Kartoffeln drankommt.

Die zwei Säcke links sind mit unserer normalen, festkochenden Winterkartoffel bepflanzt, die supergut schmeckt. Die zwei Säcke rechts mit einer blau-lila-farbenen „Urkartoffeln“  Vitelotte , die etwas nach „Trüffel“, bzw. Esskastanien schmecken soll.

Man gibt ca. 10 – 15 cm Erde in den Sack, legt ca. 3 Kartoffeln darauf und bedeckt die Kartoffeln wieder mit Erde. Wenn die Kartoffelnpflanze ca. 10 cm herausschaut (sind die Kartoffeln vorgekeimt, geht das schneller), wird wieder Erde darauf gegeben, bis das Grün fast bedeckt ist. So geht das weiter, bis der Sack voll ist. Durch das wiederholte „Erde über die Pflanze geben“, sollen sich in den Blattachseln neue Früchte bilden, so dass der Sack von unten bis oben Kartoffeln ausbildet.

Gießen nicht vergessen, aber nicht zu viel, damit die Kartoffeln nicht faulen.
Wenn das „Grünzeug“ welkt, sind die Kartoffeln erntereif.

Soweit die Theorie…

Und genau hier ist nun mein Problem:

Wie kann ich denn die Kartoffeln im Sommer!!! lagern, damit sie nicht keimen? Wer hat Erfahrung damit und kann mir Tipps geben???
Im Winter ist das im Kartoffelkeller ja weniger ein Problem…
Sollte ich nur immer so viele Kartoffeln herausholen, wie ich brauche?
Keine Ahnung…

Bin dankbar, über eure Tipps…!!!

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Joghurt durch Kornelkirschen – Erfahrungen

 

Nachdem cooketteria Joghurt aus Kornelkirschen aus dem Hut gezaubert hat, bereite ich seit Februar (allerdings wegen verschiedener Pannen nicht ununterbrochen) meinen Joghurt auf diese Weise zu.

HIER ist der erste Bericht darüber zu finden.

Jetzt möchte ich eine kurze Zusammenfassung meiner Erfahrungen geben –
vorneweg: Ich liebe meinen „Joghurtbaum“!!!

Vorgehensweise:

  • ein paar kleine Stücke des Strauches (mit oder ohne Blätter) abschneiden, am besten so lang lassen, wie das Glas hoch ist (dann treiben die Blätter/Zweige nicht an der Oberfläche und überall im Glas ist der Laktobacillus delbrukii vorhanden)
  • ca. 200 ml Milch erwärmen (37 Grad -> handwarm. Am besten mit einem Lebensmittelthermometer überprüfen; noch einfacher geht´s im TM‘).
  • Die Zweige mit (oder ohne) Blätter in das Glas geben, die warme Milch darüber gießen und ab damit für 12 Stunden in das Joghurtgerät (erhitzbar).
  • Nach 12 Stunden herausnehmen und zum Reifen in den Kühlschrank stellen.
  • Die Zweige / Blätter entfernen.

Das Joghurt sollte jetzt einigermaßen (stich)fest sein. Falls das nicht der Fall ist, einen neuen Versuch starten, denn dieser Becher soll als Impfjoghurt verwendet werden und wenn der Impfjoghurt nix taugt, werden auch die „Nachfolgegenerationen“ nicht richtig fest.

Dieser Schritt ist nicht ganz kontrollierbar. Ich habe z.B. den Eindruck, dass es besser funktioniert, wenn man trockene Zweige / Blätter nimmt. Vielleicht  (und das ist nur eine unwissenschaftliche Vermutung) ist der Joghurtbacillus dann in größerer Intensität auf den Zweigen, als wenn es zuvor geschüttet hat. Jedenfalls habe ich die Erfahrung gemacht, dass es mit trockenen Zweigen besser klappt.

Wenn man nun einen einigermaßen festen Impfjoghurt hat, geht es weiter, wie bei der normalen Joghurtherstellung:

  • 1 Liter Milch (kann problemlos Frischmilch sein; Milch vom Bauernhof sollte erst auf 90 Grad erhitzt und dann auf 37 Grad abgekühlt werden) auf 37 Grad zusammen mit dem Impfjoghurt (1 Glas, ca. 150 – 200 ml) erhitzen und dabei gut verrühren.
  • geimpfte Milch in Joghurtgläser verteilen und für 12 Stunden in die Joghurtmaschine stellen (muss ganz ruhig stehen).
  • Danach für 12 Stunden in den Kühlschrank zum Reifen.

Hat man einmal das Impfjoghurt hergestellt, so kann man – soweit ich das bis jetzt beurteilen kann – unbegrenzt damit weitermachen. Ich bin momentan etwa in der 8. / 9. Generation und kann kein Nachlassen der Qualität feststellen.

Einmal hatte ich meinen stromlosen Joghurtbereiter im Einsatz – das ging allerdings schief, war aber mein Fehler. Da ja heißes Wasser in den Thermobehälter kommt sollte die Milch mit dem Impfjoghurt kalt sein, weil sich das Ganze sonst über 40 Grad erhitzt und die Bakterien absterben. Da ich die Milch erhitzt hatte, war das Ganze zum Scheitern verurteilt. 🙁
In absehbarer Zeit werde ich hier nocheinmal einen Versuch starten…

Der Joghurt schmeckt total gut, frisch, mild – schon ein Unterschied zu dem, was man so kaufen kann – absolut empfehlenswert!!!

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Nachggebacken – Pane Sencillo

 

Eine Backfreundin hat neulich das Pane Secillo von Dietmar Kappl gebacken und war völlig begeistert und auch ihre Anschnittbilder sehen fast besser aus wie das Original. Grund genug, das Wagnis einzugehen und dieses Brot – obwohl noch nie zuvor gebacken – für eine Geburtstagsfeier vorzumerken.

Also zunächst mal ist das ja ein Wurzelbrot, heißt, der Teig ist sehr weich, eigentlich nicht wirklich formbar, wird daher nur schnell „verzwirbelt“ und dann zur Gare gestellt.

Seit relativ kurzer Zeit habe ich ich eine Elektrolux Assistent (jetzt Ankarsrum) und ich tue mir bei den hefelastigen Teigen noch etwas schwer, abzuschätzen, wieviel Zeit ich zum Kneten zugeben muss. Da dieser Teig eine hohe TA hat, also recht flüssig ist, ist es auch schwierig, eine Fensterprobe zu machen.

Vor dem Backen soll das Brot während der recht langen Teigruhe in einer Teigwanne zwei Mal gefaltet werden, um das Klebergerüst zu festigen. Da habe ich schon mal auf die doppelte Anzahl aufgerundet (also vier Mal gefaltet).

Danach wird es in drei Teile geteilt (ich hatte die doppelte Menge),

verzwirbelt und auf ein eingemehltes Leinentuch (Bäckerleinen) gesetzt.

Das war schon eine seeeeehr klebrige Angelegenheit…

Aus dem Leinentuch die Teiglinge rauszukriegen, war dann die die größte Herausforderung – es gelang nicht wirklich; eigentlich habe ich sie „rausgekratzt“…

Das tut den gegangenen Broten natürlich nicht wirklich gut!

Im Ofen dann – ich habe – wie das Pane Italiano direkt davor und ohne Probleme – auf drei Ebenen gebacken (bei meinem Backofen durch das Klimagaren mit Schwadenfunktion problemlos möglich): Nur die mittlere Ebene wurde zunächst braun und das recht schnell 😯 !

Doch jetzt zum Geschmack: Der Hammer! Die Kruste ist rösch und die Krume – trotz des „vom Leintuch kratzens“ – fantastisch:

Der Geschmack der Krume wird durch die angerösteten Saaten, insb. den Mohn, sehr gut unterstützt, auch wenn die Krume dies nicht brauchen würde!

Unterm Strich gesehen ist das Brot nix für Anfänger, bei mir muss ich wohl auch noch gewisse „Stellschrauben“ beim Backen verändern, aber der Geschmack spricht unbedingt dafür, das Rezept erneut zu probieren!

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Mikroorganismen im Garten – Rasenferment für´s Hochbeet

 

Vor zwei Wochen habe ich einen luftdichtverschließbaren größeren Eimer organisiert und fast den gesamten Rasenschnitt hineingegeben und immer wieder etwas von meinen Mikroorganismen (MOs; bestehend aus Wasser-, Milchkefir, Hefe, gefüttert mit Rübensirup) in flüssiger Form darübergeschüttet.

Dass man Rasen fermentieren kann, habe ich HIER gesehen (ab 5:43′), aber ob dies mit meinen MOs funktioniert, war natürlich unklar.

Allerdings habe ich dummerweise die MOs nicht unverdünnt mit wenig Flüssigkeit draufgespritzt, sondern in der Gießkanne verdünnt und mit insgesamt mehr Wasser drübergelehrt. Von daher war ich schon extrem skeptisch…

ABER: Der Rasen in den oberen Zweidritteln des Eimers ist nicht vergammelt, stinkt nicht, sieht in etwa so aus wie in dem Fernsehbeitrag – bin begeistert!!!

Der fermentierte, trockene Rasenschnitt kam jetzt auf´s Hochbeet als Mulch!

Das letzte Drittel war zu nass und z.T noch nicht fertig fermentiert und stank…

Im normalen Bokashi-Eimer ist ja dafür ein doppelter Boden; der Erste mit Löchern zum Abtropfen, der Zweite mit Hahn – zum Auffangen und Ablassen der Fermentationsflüssigkeit, die verdünnt als Flüssigdünger genutzt wird.

Zunächst verteilte ich den noch unfertig fermentierten (stinkenden… ) Rasenschnitt unter den Himbeeren – da ich mit Nachbars aber keinen Krach haben will… sammelte ich ihn wieder ein und er kam auf den Kompost…

Heute habe ich den zweiten Rasenschnitt „eingedost“ – dieses Mal nicht mit verdünnter Lösung, sondern nur mit der Spritzflaschen die MOs in Schichten draufgespritzt. Unten wird sich wieder Flüssigkeit sammeln, aber vermutlich nicht so viel; bin gespannt!

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Frischzellenkur für den Wasserkefir

Mein Wasserkefir ist ja momentan mein Hauptlieferant für meine „mikroorganistischen“ Tätigkeiten v.a. im Garten aber auch im Haus – mal abgesehen davon, dass ich mir täglich auch noch ein Schlückchen genehmige…

Ich hatte ihn ja die letzte Zeit überwiegend mit Zuckerrübensirup angesetzt und er ging ab wie die Post (die Fermentation – gemessen an den Bläschen die sich bilden, war um ein Vielfaches mehr!).

Vor zwei Tagen nun schaute blieb mir fast der Atem stocken – die Kefirkristalle waren dabei, immer kleiner zu werden, sich quasi aufzulösen 😯 ! Ich war mir keiner Schuld bewusst – es sei denn, das Füttern mit Zuckerrübensirup wäre eine…

Panisch durchforstete ich das weltweite Web – so viel gibt es da nicht im Blick auf Wasserkefir-Rettungsaktionen…
Auf einer Seite – leider finde ich sie nicht mehr 🙁 – las ich, man solle, wenn die Kristalle schwächeln, diese ein paar Mal mit Mineralwasser und weißem Zucker ansetzen, weil da eben „Mineralien“ drin sind, insb. Calzium. Oder eine „erbsengroße“ Menge einer Kalziumtablette mit ins Wasser geben.

Letztere hatte ich nicht da – so setzte ich den Kefir mit Mineralwasser und weißem Zucker an, dazu Zitrone und eine getrocknete Aprikose als Stickstofflieferant.

Schon nach der ersten Nacht hatten sich die Kristalle deutlich erholt. Sie sind wieder recht groß und man sieht nun deutlich sowas wie „Kristallkerne“, die sich offensichtlich teilen. Das ist echt großartig, ich hoffe, er ist „übern Berg“ !

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Hochbeet Mitte Mai

 

Alles wächst und gedeiht! Schnecken gibt´s keine mehr – gehe daher wirklich davon aus, dass sie mit der Erde ins Beet kamen.

Das Beet ist mit fermentiertem Rasenschnitt gemulcht – mulchen macht bei einem Hochbeet ja ohnehin Sinn, damit man nicht so viel gießen muss.

Die Radieschen sind abgeerntet; hier habe ich Speisesteckrüben, die für den Verzehr geignet sind, nachgesät – für den Winter…

Was mich allerdings etwas beunruhigt ist die Tatsache, dass das Beet wirklich schnell zusammensackt! Habe vor dem Mulchen bestimmt fünf Eimer Erde darauf verteilt 😯 ! Glücklicherweise haben wir immer noch Erde von der Ladung, die wir zu um Auffüllen der Erdschicht geholt haben!

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Mikroorganismen im Garten – Bokashi – Ergebnis

 

Also: Auch mit meinen hauseigenen Mikroorganismen (MOs; Wasser-, Milchkefir, Hefe, füttern mit Zuckerrübensirup) hat das Fermentieren des Bioabfalls im Prinzip funktioniert (Beschreibung des „Experiments“ HIER).

Die Joghurteimerchen waren aber zu klein für den verbauten Hahn und daher nicht ganz dicht. Dies hatte zur Folge, dass sich Fruchtfliegen um den Eimer wie die „Geier“ versammelt haben. Darauf wiederum folgte der „Rauswurf“ des Eimers auf die Terrasse. Dort war es natürlich nicht so warm… Außerdem war die zu fermentierende Menge etwas wenig.

Wie auch immer: Einmal konnte ich entstandene Flüssigkeit abzapfen. Die roch super, überhaupt nicht vergammelt, sondern nur ein bisschen sauer; hätte man trinken können… 😉 Den restlichen Inhalt habe ich dann in meinen Komposter gegeben.

Mein Fazit:

Bokashi mit wilden, also nicht genau definierten MOs, geht anscheinend auch problemlos. Allerdings würde ich doch auf einen Originaleimer zurückgreifen, in der Hoffnung, dass dieser tatsächlich dicht ist, um eine Fruchtfliegenzuchtanlage zu verhindern.

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Rinderfond – selbst kochen und einkochen

 

Das Pfingstwochenende ist kühl und verregnet, kein gutes Wetter, um nach draußen zu gehen 🙁  !

Man könnte sich mit einem guten Buch in eine Ecke kuscheln und das schlechte Wetter einfach „weglesen“.
Man könnte aber auch … die vor geraumer Zeit vom Metzger meines Vertrauens mitgebrachten Rinderknochen samt Beinscheibe auftauen und neben der Lektüre einen leckeren Rinderfond kochen, der nicht übermäßig viel Arbeit bedeutet, für den man aber einfach Zeit braucht…

TAG 1: Fond kochen

Rezept:

  • ca. 2 kg Knochen und eine große Beinscheibe (oder 3 kg Knochen)
  • 2 dicke Karotten
  • 1 Petersilienwurzel
  • 1 Pastinake
  • 1 Gemüsezwiebeln und 2 normale Zwiebeln (geht auch: 2 Gemüsezwiebeln, 4 normale Zwiebeln)
  • 1 große Lauchstange
  • Rotwein (optional
  • Wasser
  • etwas Öl
  • ein Kräutersträußchen (bei mir kamen folgende „warme Kräuter“ rein: Rosmarin, Salbei, Thymian, Bohnenkraut, Currykraut, Oregano)

Die Zwiebeln nicht von der Schale befreien, das gibt dem Fond noch mehr Farbe; und – wie Steph vom Kuriositätenladen das vorschlägt – halbieren und in einer Pfanne ohne Fett dunkel anbraten.

Das restliche Gemüse grob zerkleinern und mit den angerösteten Zwiebeln auf ein dünn eingefettetes Backblech geben.

Die Knochenstücke und Beinscheibe auf ein zweites Blech geben. Gemüseblech und Kochenblech auf zwei Schienen in den Backofen geben und auf 180 Grad Umluft anrösten. Das dauerte so gut eine Stunde.

Danach habe ich beide Bleche vereinigt:

und dieses Mal – auch ein Tipp von Steph – drei Mal hintereinander im Abstand von ca. 15 Minuten  mit einer Tasse Rotwein übergossen. Der Rotwein soll vor dem nächsten Guss schon wieder zur Hälfte reduziert sein.

Danach das Gemüse, das Kräutersträußchen und die Knochen mit ca, 3,5 l Wasser in einen großen Topf (10 l) geben. Falls auf dem Blech vom Rösten noch Reste finden (durch den Wein gab´s davon bei mir nur ein bisschen am Rand des Bleches davon), diese abkratzen und unbedingt mit in den Topf geben.

Das Ganze kurz Aufkochen lassen und dann mehrere Stunden vor sich hinköcheln lassen. Steph gibt 8 Stunden an, auch wenn ich mich dieses Mal an diese Angabe hielt, glaube ich, dass 5 – 6 Stunden auch ausreichen.

Das Gemüse zunächst mit einem Schaumlöffel grob entfernen und die Reste des Fonds durch ein feines Sieb gießen.

Den Fond im Topf abkühlen lassen (bei mir: über Nacht, draußen war´s ja kalt genug…;-)  ).

TAG 2: Einkochen

Auf den abgekühlten Fond hat sich eine Fettschicht gebildet (untendran ist die Masse glibberig – g´hört so, sagt Frau Werwolf 😉 ).

Beim letzten Mal habe ich die komplett mit eingekocht, was zu einer fast 1 cm dicken Fettschicht in den Einkochgläsern führte. Das hat den Fond zwar super haltbar gemacht 😉 … war mir dieses Mal aber doch etwas zu viel. Die Hälfte der Fettschicht wurde entfernt. Das restliche Fett ist auch ausreichend, um den Fond luftdicht abzuschließen!

Nun den Fond erhitzen.

In der Zwischenzeit die Gläser (für diese Menge Fond brauchte ich 8 Gläser, von der Größe her wie die im Geschäft angebotenen Fondgläser, also ca. 300 ml) bei  180 Grad im Backofen 15 Minuten sterilisieren und die Deckel samt Einfülltrichter mit kochendem Wasser plus etwas Essig übergießen.

Die Gläser aus dem Backofen holen, etwas abkühlen lassen. Da die Gläser heiß sind, kann auch heißer/warmer Fond abgefüllt werden (große Temperaturunterschiede zwischen Gläser / Inhalt / Backofen immer vermeiden, damit die Gläser nicht springen). Die Gläser mit den Deckeln verschließen (nicht die Innensiete der Deckel berühren.

Da die Gläser samt Inhalt immer noch heiß sind, in die Fettpfanne auf der untersten Schiene des Ofens 1,5 cm heißes Wasser einfüllen (bis die Gläser drin stehen, sind es 2 cm), die Gläser hineinstellen, so dass sie sich nicht berühren, den Backofen auf Unterhitze auf 180 Grad einstellen und nach Erreichen der Temperatur 45 Minuten (nach Steph) einkochen.

Ich stelle die verschlossenen, heißen Gläser übrigens nie auf die Deckel, da sich in deren Kunststoffbeschichtung Weichmacher verbergen, die ich nicht in meinem Essen haben möchte. Unabhängig davon erhalten die Gläser Unterdruck.

Das war das 1. Mal, dass ich im Backofen eingekocht habe – geht auch! 😉

Das Ergebnis kann sich sehen lassen und langt erstmal wieder für eine Weile…

Bild

Insgesamt ist das Fondkochen sehr zeitaufwändig – aber die Arbeitsschritte sind auch sehr überschaubar. Ihr solltet also wirklich Muse mitbringen und keine Termine im Hinterkopf haben. Aber selbstgemachter Fond ist was komplett anderes als der Gekaufte!!! Es lohnt sich wirklich, selbst Fond einzukochen. Und wo kriegt man die Knochen her??? Einfach beim Metzger fragen. Mein Metzger gibt sie bei Einkauf kostenlos dazu…

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Spieler und Gegenspieler…

 

Schon wieder, wie letztes Jahr, sitzen an unserem Holunder viele schwarze, fette Holunderblattläuse – echt eklig!

Letztes Jahr konnte ich keine Blüten ernten, weil alles schwarz war! Bis die Beeren reif waren, gab es die Blattläuse nicht mehr.

Dieses Jahr ist mein Holunder wieder befallen – ABER: Es tummeln sich auch sehr viele Marienkäfer darauf- alle Sorten, mit und ohne Punkte, Rot-Schwarzgepunktete und umgekehrt…- , die sich über die schwarzen Viecher hermachen… Man sieht deutlich, wo die Blattläuse „vertrocknen“!!!

Spieler und Gegenspieler – bin gespannt, wie das ausgeht und ob ich dieses Jahr Blüten ernten kann…?! Die Natur sucht sich ihr Gleichgewicht – wie schön!

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Nachgebacken – Brotstangen mit Madre (LM)

 

Seit Marla aus dem Sauerteigforum dieses Rezept gepostet hat, stehen die Brotstangen mit LM bei mir auf der Nachbackliste – ich kam die ganze Zeit nur nicht dazu…

Gestern kamen nun drei günstige Umstände zusammen
1. Ich hatte Zeit und war zuhause.
2. Meine Madame LM war bis auf ein kleines Häufchen geschrumpft und musste sowieso zweimal aufgefrischt werden, um „zu alter Größe heranzuwachsen“ 😉
3. Bei dem wunderbaren Wetter ist heute Grillen angesagt und ich brauche entsprechendes Brot!

Begonnen habe ich damit, meine Madre zu päppeln: Es waren gerade noch 80g übrig und bei der ersten Fütterung kamen also 80 g Mehl und 40 g Wasser dazu. Das Ganze ließ ich stehen, bis sich das Volumen etwa verdoppelt hatte (war ja recht warm gestern, so gute zwei Stunden etwa). Danach ging dieser Vorgangnvon vorne los: Madremenge + gleiche Mehlmenge + halbe Wassermenge – stehen lassen…
Bei der zweiten Auffrischung geht die Madre dann schon schneller ab.

Marla gibt ja zwei Rezeptvarianten an, ich habe mich an die erste Variante gehalten, also nicht die Über-Nacht-Gare.

Das Mehlkochstück ist passend zum Rezept, aber kaum passend zu einem meiner Töpfe, weil so wenig… Hat aber trotzdem geklappt.

Der Teig braucht recht viel Zeit – wenn man die hat, ist er aber wunderbar zu handeln! Er ist nicht so weich wie Baguette-Teig und von daher leichter formbar!
Mir ist es jedenfalls zum ersten Mal gelungen, Baguettes Brotstangen zu formen, die ansatzweise an unseren französischen Nachbarn erinnern 😉 .

Da ich sie erst für heute brauche, habe ich sie nach der Halbback- Methode gebacken, d.h. halbe Backzeit gestern, geparkt im Kühlschrank in einer Tüte, restliche Backzeit (eigentlich sogar 10 Minuten länger) heute. Wenn man das Brot am nächsten Tag braucht, macht – energietechnisch – die Über-Nacht-Gare mehr Sinn, ist dann aber auch noch mal mit mehr Arbeit verbunden. Ansonsten kann man (helle) Brote mit der Halbbackmethode auch sehr gut einfrieren, man kann also auch mal für eine Party oder so, „Berge“ vorproduzieren, die man dann nur fertig backt. Das Tolle ist, dass bei dieser Methode, wie das sonst bei fertig gebackenen und eingefrorenen hellen Broten der Fall ist, die Kruste nicht abblättert – sie sind wirklich wie frisch!

Ok, hier ein Anschnittbild:

Die Stangen schmecken wirklich fantastisch – sehr fluffig und aromatisch!
Eine höhere Teigausbeute ist wohl auch noch möglich.

Absolute Nachback-Empfehlung!
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