Fußballbrot

 

… passend zur EM !

Ich gestehe, ich bin nicht gerade der größte Fußballfan! Wenn überhaupt, dann schaue ich mir nur „unsere nationalen Jungs“ an, und das auch erst ab den K.O.-Runden. Wenn ich aber Fußball gucke, dann am liebsten mit mehreren Leuten, denn mindestens genauso interessant wie das Spiel ist der Verhalten und die Kommentare der Zuschauer… 😉

Ich kaufe mir auch keine „Devotionalien“, wir haben zwar noch eine Deutschlandflagge, die aus den Tagen des Fußballmärchens stammt, in denen unsere Kids noch kleiner waren (in meiner Generation hat man so Probleme, die eigene Flagge „zu hissen“).

Wie auch immer… was mich aber total fasziniert, ist das Fußballbrot!
Das sieht ziemlich genial aus und ist mit wenig Aufwand herzustellen!

Die Idee stammt (vermutlich?) von Marla aus dem Sauerteigforum.

Als Brotteig kann man jeden Teig nehmen, der nicht allzu weich ist. Mit Marlas Bauernbrot habe ich die besten Ergebnisse erzielt. Wem das zu viel Roggen ist, kann im Hauptteig die Weizen- bzw. Roggenmengen „vertauschen“. Was optisch nicht funktionierte, war das Pane Italiano – das hat so einen Ofentrieb, dass bei mir „Atompilze“ statt Fußbälle entstanden 😳 !

Rezept Marlas Bauernbrot:

Sauerteig: Stehzeit ca. 15-18 Std. – 26° od. 33° fallend auf ca. 23°
250 g Roggenmehl 1150 (ca. 33 % der Gesamtmehlmenge)
250 g Wasser – ca. 35°
ca. 25-50 g Anstellgut (je nach Aktivität des ASG u. Reifezeit 10 – 20 %)

Vorteig: 12 – 16 Std – bei max. 15-20°
oder 2 Std. Raumtemperatur und dann 18-24 Std. in Kühlschrank
110 g Weizenmehl 1050
100 g Wasser (ca. 14 % der Gesamtmehlmenge)
1 g Hefe – optional

Hauptteig:
Sauerteig
Vorteig
300 g Roggenmehl 1150
115 g Weizen 1050
ca. 160 – 180 g Wasser je nach Mehl (Backanfänger sollten sich hier langsam an die Wassermenge rantasten)
5 g Hefe – optional wenn der ST wenig Triebkraft hat
15-16 g Salz

Knetzeit: ca. 6 Min.
Teigtemperatur: ca. 27-29° – wäre optimal
Teigruhe: 40-60 Min. – Teig auf eine leicht bemehlte Unterlage geben, Oberfläche leicht bemehlen und nochmals kurz kneten, rund- oder langwirken – mit dem Schluß nach unten in ein bemehltes Garkörbchen legen und gehen lassen.
Oder mit dem Schluss nach oben in eine gefettet Backform legen.
Gehzeit: ca. 60-70 Min. – ohne Hefe entsprechend der Triebkraft des ST. Teig vorsichtig aus dem Gärkörbchen auf einen bemehlten Backschießer oder Backpapier stürzen – ca. 5 Min. ruhen lassen, nicht abdecken, der Schluss öffnet sich nun langsam
Backtemperatur: 250-260° fallend auf ca. 190-200°
Ohne Schwaden 2 Min. anbacken, dann erst Schwaden und ca. 10-15 Min. bei voller Temperatur backen, Temperatur stufenweise reduzieren und Schwaden ablassen (Ofentüre kurz öffnen)
Backzeit: ca. 60-65 Min. – in der Form ca. 10 Min. länger

Ich hab mal ein paar Bilder von den einzelnen Schritten zusammengestellt.

Nach der Teigruhe nimmt man von dem Brotteig 7 gleichgroße Stücke ab. Bei einem Brot von anderthalb Kilo sollten die so 90 g bis 100 g groß sein.
Die Teigstücke wirkt man zu Kugeln (wie Brötchen).

Mit einer Wasserspritze befeuchtet man die glatte Seite der Kugeln und wälzt sie z.B. in hellem Mehl (man kann auch abwechseln mit Mehl und Mohn…).

Dann legt man sie mit der bemehlten Seite nach unten (also Schluss nach oben) folgendermaßen in den etwas bemehlten Gärkorb.

Danach wirkt man den restlichen Teig ganz normal zu einem runden Brot und legt diesen mit dem Schluss nach oben auf die Teigkugeln.

Nach der Gare:

Das Brot wird nach der Gare aus dem Gärkorb gestürzt, am besten jetzt noch 5 Minuten warten bis zum Einschießen, damit sich schon mal die Risse an den „richtigen Stellen“ bilden können. Man kann hier auch mit einem spitzen Messer nachhelfen… 😉

Nach Rezeptvorgabe backen:

Ferddisch! Olé – Olé,Olé Olé… Bild

 

 

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Wurmkompost IM Hochbeet

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Eine geniale Idee, entdeckt bei Manufaktum: Ein Wurmkomposter  aus Ton für das Hochbeet: Eine Tonröhre mit Löchern, die in das Hochbeet eingelassen und mit Küchenkompost (nicht zu groß) nach und nach gefüllt wird. Der Kompost soll die Kompostwürmer und anderes Getier anlocken, die den Kompost dann wieder ins Hochbeet, am besten gleich zu den Starkzehrern transportieren.
Erscheint mir wirklich völlig einleuchtend – und hatte ich bis dato noch nie gehört! Aber ich muss gestehen, so gut mir die Tonröhre gefällt, sie war mir einfach zu teuer! Sie wäre ja auch wirklich ganz einfach nachzutöpfern, aber leider fehlt mir mittlerweile die Infrstruktur zum Brennen. Außerdem, so toll ich Ton finde, er geht halt schon sehr schnell kaputt – und wo kriege ich dann z.B. einen Ersatzdeckel her?

So habe ich überlegt, wie man diese Idee anders umsetzen kann. Ein Freund kam auf Idee von Abwasserrohren – und das ist es jetzt auch geworden.Ursprünglich dachte ich, wie beim Original, die Röhre unten zu verschließen.  Daher kaufte ich das Rohr mit 2 Deckel und einem Adapterstück, auf den der 2. Deckel passt.


Da mir dann aber kein Grund eingefallen ist, weshalb das Rohr unten verschlossen sein soll (es gibt ja einen Hasendraht auf dem Boden des Hochbeetes), brauche ich eigentlich nur 2 Teile: ein Rohrstück (das Kleinste im Handel hat eine Länge von einem halben Meter, der Durchmesser ist 11 cm) und einen Deckel (man könnte aber auch um die Unterseite des Rohres Hasendraht biegen und das Rohr damit versenken).

Wenn ich die Länge des Originals betrachte, dann passt es genau, das Rohr mit aufgesetztem Adapterstück zu teilen, zwei Wurmkomposter mit zwei Deckel für oben herzustellen!

Die Löcher (ca. 1 cm Durchmesser) sollten langsam mit einem Holzbohrer reingebohrt werden – das war kein großes Problem: einer bohrt, einer hält die Röhre fest…

Da im Gegensatz zum Gebrauch als Abwasserrohr der Deckel nicht fest und dicht sitzen soll, muss man das Gummi oben herausnehmen.

Tataa – fertig! Die beiden Röhren kosten knapp unter 9 Euro. Was ich allerdings nicht weiß, ob der Kunstoff unbedenklich ist im Hochbeet – aber vielleicht liest das ja jemand, der sich auskennt und kann mir Tipps geben?!

Mir gefällt die Röhre von der Form her, weil sie im Beet sehr wenig Platz verbraucht.

Ein Nachteil des Materials dürfte vielleicht sein, dass man den Kompost in der Röhre wässern muss, da Kunstoff im Gegensatz zu Ton ja nicht durchlässig ist.

Mit dem offenen Boden ist ganz einfach, das Rohr in die recht lockere Hochbeeterde zu drücken. So sieht das ganze im Hochbeet aus:
  Bild

Ich habe jetzt ein bisschen Bioabfall und etwas Kompost (Reste davon sind seit März noch in einer Tonne vorhanden) und daraus ein paar Kompostwürmchen in das Rohr gegeben – und jetzt bin ich sehr gespannt, wie der Wurmkompost im Hochbeet funktioniert – ich werde berichten!!!

Edit 22.05.2024:

Ich muss immer mal wieder in der Röhre „rumstochern“ – und immer finde ich Würmer 🪱! 😁 Scheint zu funktionieren!

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Aus den Startlöchern – ins Gartenjahr 2024

 

Zugegebenermaßen begann mein Gartenjahr schon so Mitte Februar mit der Aussaat der im letzten Jahr gesammelten Tomatensamen.
Getrocknet wurden diese auf Küchenkrepp (zusammengefaltet + beschriftet!!!). Diese habe ich dann – gern auch mit Teilen von Küchenkrepp – ca. 24 Stunden in Wasser eingeweicht (beschleunigt die Keimung) und dann in Aussaaterde „eingetopft“; nach 3-4 Wochen wurden sie umgetopft in Einzeltöpfchen.

Nach dem Keimen auf der Fensterbank über der Heizung stelle ich sie recht zügig an ein Fenster ins ungeheizte Treppenhaus. Da war es die letzten Wochen aber auch so warm, dass ich sie bestimmt schon 3 Wochen in den Hof, an eine Hausmauer umsiedelte. Nachts vergaß ich immer wieder, sie ins Haus zu holen, was sie alle überlebten…

Aber ich bin schon zu schnell vorangeschritten:
Etwa zur gleichen Zeit (also Anfang/Mitte Februar) schneiden wir Sträucher und ggf. noch Obstbäume zurück.

Anfang März (das ist natürlich temperaturabhängig; wenn der Kompost um die Zeit noch gefroren ist, geht das logischerweise nicht…) haben wir den Thermokomposter ausgeräumt, gesiebt und den gesiebten Kompost auf das Hochbeet, die Obstbäume und -sträucher und andere Pflanzen verteilt (eine halbe Mülltonne ist von dem Kompost noch übrig).

Nach der Kompostgabe im Hochbeet wurde dieses für die Bepflanzung gerichtet, heißt: aufgefüllt, in Quadrate eingeteilt und dann auch Salat, Ruccola ausgesät und Mangold gesetzt (es war ja ein ungewöhnlich warmer März).

Ebenfalls Anfang März haben wir Pferdemist (mit Stroh) besorgt und eine 10 cm hohe Schicht wie letztes Jahr auf die Baumscheiben unserer Birnenbäume, sowie zwischen die Himbeeren und Brombeeren gegeben.

Anfang April ist wie jedes Jahr der Rasen ein leidiges Thema. Unser Rasen ist definitiv kein englischer, er ist durchsetzt mit Beikräutern, das ist auch gut so, aber wegen schattiger Stellen muss ich jedes Jahr wieder nachsäen, denn es schaute mal wieder die blanke Erde hervor… Und vor dem Nachsäen steht das Vertikutieren – 😩 ! Ich hätte ja auch nix gegen eine Wiese o.ä. aber um an die Sträucher/Bäume… zu kommen, müsste man querbeet immer durch eine Wiese trampeln. Mir ist da noch keine überzeugende Lösung eingefallen, also vertikutiere ich alle Jahre wieder und säe aus.

Jetzt, Mitte April, habe ich beschlossen, auf den Klimawandel zu vertrauen 🫣, die Eisheiligen 🥶 zu ignorieren und sowohl die Tomaten 🍅 an ihren Tomatenzaun zu setzen (Bewässerung s. HIER) –

wie auch Auberginen 🍆 und Paprika 🫑 ins Hochbeet zu pflanzen. Die Karotten, der Lauch und der Mangold sind bereits auch ins Hochbeet eingezogen.

Bei uns ist es ja generell ein sehr gemäßigtes Klima. Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass es keine Nachfröste mehr gibt 🙏.

Jetzt kehrt erstmal wieder Ruhe ein – und ich kann den Garten und das Wachstum genießen 😌!

Edit 23.04.2024

Soviel zu „Ich vertraue dem Klimawandel“: Nachdem es ja die letzten Tage und v.a. Nächte schon saukalt war und für letzte Nacht auch in unseren Breiten Temperaturen unter 0 Grad möglich waren, habe ich nun doch für einen Nachtschutz für die Tomaten und Co. gesorgt…

Glücklicherweise hat alles überlebt! 😁

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Gespickte Lammkeule (im DOpf)

Warum DOpf (Dutch Ofen) in Klammern? Nun, ich habe zwar den DOpf genommen, aber im Backofen gebraten. Geht natürlich auch mit Holzkohle-Brickets (s.u.).

Also, was braucht man denn?

Zutaten:

  • 1 Lammkeule (ich bevorzuge die Keule immer mit Knochen, des Geschmacks wegen)
  • 3-4 Knoblauchzehen
  • 1 Rosmarin-Ästchen
  • Magic Dust zum Rubben (meiner ist nach diesem Rezept selbstgemacht) – alternativ: eine andere Gewürzmischung
  • Suppengemüse (ich gebe gern noch eine Pastinake dazu)
  • Raps-/Sonnenblumenöl
  • Tomatenmark
  • optional: 1 TL Misopaste
  • 1 „Schluck“ Rotwein
  • 1 Flasche Schwarzbier
  • 2 Gläser (Lamm-) Fonds (ich habe meinen selbstgemachten Rinderfond genommen)
  • ca. 300 ml Gemüsebrühe

Zubereitung:

    • Optional: mit einem scharfen Messer das Fett und die äußere Faszie von der Lammkeule entfernen
    • die Knoblauchzehen schälen und in Stifte schneiden, mit einem spitzen Messer „Löcher“ (also eigentlich eher „Schlitze“)  gut verteilt in das Fleisch stechen und dort die Knoblauchzehen „versenken“.
    • in alle vorhandenen „Falten“ Rosmarinnadeln verstecken und auch hier noch ein paar „Spicklöcher“ stechen, um sie mit Rosmarin zu füllen.

    • jetzt die Keule mit Magic Dust (oder einer anderen Gewürzmischung) einreiben („rubben“).

    • die Keule so bei ziemlich hoher Hitze mit hitzebeständigem Ök (z.B. Raps) von allen Seiten gut anbraten, anschließend aus der Pfanne auf einem Brett/Teller parken

    • das Gemüse in nicht allzu feine Würfel/Stücke schneiden und in der gleichen Pfanne wie die Keule anbraten (um hier noch alle „Aroma-Moleküle“ 😉 mitzunehmen).

    • nach ca. 5  Min ein kleines Döschen oder 1/4 einer Tube Tomatenmark (und optional die Misopaste) dazugeben und noch 1-2 Min weiter anbraten.

    • mit einem „Schluck“ Rotwein ablöschen
    • das Gemüse auf den Boden des DOpfs/Bräters geben, die Keule daraufsetzen
    • das Bier, den Fond und die Gemüsebrühe zugeben

  • den DOpf/Bräter in den Ofen stellen und bei ca. 185 Grad etwa 2,5 – 3 Stunden braten (nach jeweils 1 Stunde den Braten wenden)

ACHTUNG: Der DOpf ist verhältnismäßig dicht, es verdampft nicht allzu viel Flüssigkeit. Bei anderen Brätern muss man vermutlich immer wieder einmal Flüssigkeit (-> Gemüsebrühe oder Schwarzbier) nachfüllen.

    • Wenn der Braten weich/zart ist, das Fleisch aus dem DOpf/Bräter nehmen und wieder auf einem Brett / Teller parken. Die Bratensoße mit dem Gemüse über einem Sieb abgießen und abschmecken (ich musste tatsächlich nichts mehr dazugeben).


Die Soße ist hier noch nicht geklärt/gebunden weil ich das erst kurz vor dem Servieren mache.

  • Die Bratensoße entweder mit etwas kalter Butter klären oder mit etwas Stärke binden
  • Den Braten in Scheiben schneiden und mit der Soße servieren.

Vorbereitungszeit bis zum In-den-Ofen-schieben: Maximal 45 Min
Bratzeit: 2,5 – 3 Stunden
„Nachbereitungszeit“: (Soße abschütten, klären Fleisch aufschneiden): ca. 15 Min
Guten Appettit!

Ach so! Ich hatte ja versprochen, noch die Holzkohle-Variante anzugeben…

Beim Dutch Oven ft 6 braucht ihr oben 15, und unten 10 Holzkohlebriketts. Ihr müsst aber für die 2,5 – 3 Stunden mindestens 1 x neue Briketts anfeuern.

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Nachgekocht: Linsen (mit Spätzle) – vegan-vegetarisch

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Diese Kombi, Linsen mit Spätzle zu essen – die gibt es bei uns nicht und mutet – selbst wenn „Saitewürschtle“ (also Wiener 🙄) dabei sind, erstmal für nicht-schwäbische Ohren und Augen recht seltsam an 🤨 !
Ich lernte dieses Gericht in meiner Studienzeit in der Mensa kennen – ja, war  ok damals.

Vor kurzem lief es mir bei Madam Cuisine über den Weg und ich hatte richtig Lust, es auszuprobieren, zumal dies eine vegetarische- und je nach Fettart – vegane Variante ist. Mit den Pilzen als Beigabe schmeckt das richtig vollmundig – umami – gut! Ich vermisse weder Bauchspeck noch Wiener! Es ist allerdings schon eine ordentliche Schnippelei, will man das Gemüse wirklich sehr klein schneiden (und das will ich…)

Bild

Zutaten Linsen(gemüse) für 4 Personen:

  • 250 g braune Linsen
  • 1 EL Butter
  • 1 EL Olivenöl – ich nehme statt Butter und Olivenöl Rapsöl
  • 2 Karotten
  • 1 Stange Lauch
  • 8 braune Champignons
  • 1 Lorbeerblatt
  • 100 ml Rotwein
  • 700 ml Wasser
  • 1 TL TL Gemüsebrühe
  • 4-5 EL EL Rotweinessig – meistens habe ich keinen Rotweinessig da, daher experimentiere ich mit anderen Essigen. Entscheidend ist eine abgewogene Säure.
  • Salz, Pfeffer & Muskat
  • ½ Bund glatte Petersilie – bin kein Freund von Petersilie, ich lasse sie weg

Zubereitung:

  • Gemüse sehr klein schnippeln
  • Linsen gut abspülen und abtropfen lassen
  • mit dem Öl das klitzkleingeschnippelte Gemüse samt den Linsen ca. 5 Minuten anschwitzen/andünsten
  • mit dem Rotwein ablöschen
  • das Wasser, die gekörnte Gemüsebrühe und das Lorbeerblatt zugeben, ca. 20 Minuten köcheln lassen, bis die Linsen fast gar sind
  • Jetzt mit den restlichen Zutaten abschmecken und noch etwas weiterköcheln lassen (ggf. noch etwas mehr Flüssigkeit dazugeben).
    ACHTUNG an alle Nicht-Schwaben: Tastet euch an die Essigmenge heran! Probiert immer mal wieder, bis euch die Säure ausgewogen erscheint (ist ja abhängig vom Essig und dem eigenen Geschmack – ich finde die angegebene Menge ok!).

Spätzle (definitiv nicht vegan) – Zutaten für 4 Personen: 

(Meine Spätzle werden mit dem Spätzleshaker ins Wasser gedrückt, d.h. der Teig muss etwas „flüssiger“ sein, als Geschabte)

  • 300 g Mehl (ich nehme Normales) + 1 bis 1,5 EL
  • 1 TL Salz
  • 4 große Eier
  • 120 ml Wasser

Zubereitung Spätzle:

  • Die Zutaten mit dem Kochlöffel so gut verrühren, bis der Teig reißend vom Löffel fällt (das ist ein bisschen Erfahrungssache).
  • Einen Topf mit gesalzenem Wasser zum Kochen bringen, dann etwas herunterregeln bis das Wasser siedet
  • Dann in das „Spätzlegerät“ eurer Wahl einfüllen, portionsweise ins siedende Wasser drücken, wenn die Spätzle wieder „auftauchen“, mit einer Schaumkelle herausfischen, gut abtropfen lassen und in eine gewärmte Schüssel füllen, bis der ganze Teig verarbeitet ist.

Bei uns werden Spätzle immer noch mit brauner Butter („Nussbutter“) abgeschmelzt 🙈…

Ein Wort zum „Spätzleshaker“: Für mich ist das „die sauberste“ Lösung, Spätzle zumachen: Ich gebe mir nicht die sportliche Herausforderung, den Teig darin zu „shaken“, aber wenn der Teig fertig ist, kann ich ihn komplett in den Shaker einfüllen und portionsweise verarbeiten, ohne weiteres „Geschmiere“. Letzteres hat mich davon abgehalten, überhaupt Spätzle zu machen (oder doch nur sehr selten), aber mit dem Teil ist das eine relativ saubere Sache 👍!

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Nachgebacken – Sternbrot (Roggen)

Hervorgeholt, weil toll – und weil ich den ganzen Süßkram nur noch in homöopathischen Dosen ertrage…😜

In dem Magazin „Brot“ in der Ausgabe „Festlich Backen“ vom 04.11.2019 fand ich ein sowohl optisch ansprechendes, wie auch spannendes Rezept:

Ein Sternbrot aus ROGGENmischteig!!! Da ich ja generell mehr auf Roggen stehe, wollte ich das unbedingt ausprobieren:

Bild

Wie immer habe ich ein paar Abwandlungen vorgenommen:
Statt Rosinen im Quellstück wählte ich geröstete und eingeweichte Walnüsse und das dazugehörige Einweichwasser. Mein Sauerteig ist – wie immer – meine Lievito Madre, und anstatt 1150er Roggenmehl nahm ich 997er.

Was mich ziemlich stutzig machte war die Tatsache, das 61 % !!! des Mehlanteils von der Gesamtmehlmenge (bei einem Roggenmischbrot sind maximal 50 % üblich) versäuert werden 😮! Auch die Verarbeitung war eher ungewöhnlich.
Heraus kam ein Brot, das sehr würzig schmeckte mit einem deutlichen, aber nicht überwiegenden Säureanteil – und – dank der Walnüsse und dem Walnusswasser – einem lilafarbenen Schimmer der Krume (leider gibt’s kein Anschnittbild)…

Zutaten Sauerteig:
145 g Roggenmehl 997
145 g Roggenmehl Vollkorn
240 g Wasser
25 g Anstellgut

Die Zutaten verrühren (es dürfen keine Mehlnester mehr vorhanden sein!) und 16 – 20 Stunden bei Zimmertemperatur oder nach Marlas Einstufenführung reifen lassen.

Zutaten Quellstück * (nach dem Sauerteig zubereiten):
70 g Walnüsse
Wasser

Die Walnüsse in der Pfanne ohne Fett rösten, danach etwas hacken, dann in eine Schüssel geben und mit Wasser bedecken. Über Nacht stehen lassen. Am nächsten Morgen die Nüsse im Sieb abtropfen lassen und das Einweichwasser auffangen.

*ODER:

Im Originalrezept besteht das Quellstück aus Rosinen. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass das schmeckt – aber nach 1x Ausprobieren muss ich sagen, das setzt der Säure des Brotteiges einen tollen Kontrapunkt, deshalb hier das Rosinenquellstück:

70 g Rosinen
35 g Milch (Kühlschranktemperatur)
20 g Honig -> Die Zutaten vermischen und 4-8 Stunden (oder über Nachte) im Kühlschrank quellen lassen. Vor Verwendung die Rosinen in einem Sieb kurz abtropfen lassen und erst dann zum Hauptteig geben.

Hauptteig
Sauerteig
Quellstück (abgetropfte Walnüsse)
95 g Ruchmehl (oder 1050er)
85 g 550er Weizenmehl
85 g Einweichwasser
20 g Honig
9 g Salz

Die Zutaten des Hauptteigs – außer den Nüssen – 5 Minuten auf kleinster Stufe vermischen, jetzt das Quellstück dazugeben und nochmal eine Minute bei kleinster Stufe kneten.
Den Teig 2 Stunden bei Zimmertemperatur ruhen lassen (Stockgare).

Jetzt den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben – er ist wie jeder roggenlastige Teig ziemlich klebrig…
Erst zu einer Kugel formen, 10 Minuten ruhen lassen, dann vorsichtig etwas platt drücken, auf ein bemehltes Backpapier setzen.

Jetzt wird die Teigplatte zum Stern:


In der Mitte mit einer Teigkarte ein Kreuz einschneiden (nicht bis zum Rand) und dann die Zipfel (Ecken) in der Mitte nach außen klappen – man erhält vier Strahlen – diese teilt man noch einmal, so dass man acht Strahlen hat.

Den Stern mit einem Handtuch abdecken und etwa 45 Minuten bei Zimmertemperatur stehen lassen (Stückgare). Vor dem Einschießen etwas mit Roggenmehl bestäuben.

Den Ofen und das Blech auf 250 Grad aufheizen, den Stern einschießen und nach einer Minute schwaden.
Nach 10 Minuten den Dampf ablassen und auf 200 Grad herunterregeln und weitere 35 Minuten backen.

Ein Sternbrot wiegt ca. 850 g.

Wer auf Roggensauerteigbrote steht, für den ist dieses Brot absolut zum Nachbacken zu empfehlen!!!

Euch einen gesegneten dritten Advent!!!

(zwei Sterne – doppelte Menge…)

Edit: Dezember 2023  Bild

 

Auch eine kleinere Variante (ca. 160 g) ist möglich! Aus einem Rezept habe ich 4 Sterne gemacht (hier bei doppelter Menge). Gebacken wurden die dann 10 Minuten bei 230 Grad, dann 15 Minuten bei 200 Grad.

Und so kann man das „Sternbrot“ natürlich auch backen… 😉

Bild

Die 4fache Menge des Rezeptes geht übrigens noch gut in die Schüssel der Anka!

 

 

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Camping-Soulfood: Käschde-Linse-Grumbeersupp

Uaaah! Es regnet die ganze Zeit nur 1 Mal…

Nachdem wir durch den Aufbau am Campingplatz nass geworden sind und froren, musste etwas Wärmendes zum Essen her, das die Laune heben sollte.

Ich inspizierte meine Vorräte und daraus ergab sich nach und nach die Idee zu dieser Suppe:  Bild

Da sich die Laune beträchtlich hob, habe ich sie versucht zu rekonstruieren… (Menge für 4 Personen)

Zutaten:

1 große Zwiebel
2 Knoblauchzehen
4 mittelgroße Kartoffeln
1 Apfel, geschält, entkernt
⅓ Packung (ca. 165 g) rote Linsen
1 Pck. (200 g) eingezogene, gekochte Käschde (Esskastanien)
ca. ½ ? Liter Gemüsebrühe
(ggf. noch etwas Apfelsaft)
1 Dose Kokosmilch
1 kl. Dose Tomatenmark
3 EL Öl
2-3 EL Sojasoße
1-2 TL Curry
½ TL Kreuzkümmel
½ TL Zimt
1 gestr. TL Cayennepfeffer

Zubereitung:

1. Zwiebel, Knoblauch und geschälte Kartoffeln kleinschneiden (Kartoffel in kleine Würfel)

2. Öl in die Pfanne geben, zuerst Zwiebeln und Knoblauch anschwitzen, dann die Kartoffelwürfel und die Gewürze dazugeben und mit anschwitzen.

3. Mit der Gemüsebrühe ablöschen (die Kartoffeln sollten bedeckt sein), aufkochen lassen, Flamme dann reduzieren, dass es köchelt.

4. Apfel schälen, entkernen und in sehr feine Stücke schneiden.

5. Apfel + Käschde dazugeben.

6. Kokosmilch + Tomatenmark dazugeben

7. Linsen dazugeben *; damit das Ganze wieder weiterkocht, Flamme kurzzeitig erhöhen, bis es aufgekocht ist.

8. Ca. 20 Min weiterköcheln lassen, ggf. noch etwas Wasser zugeben, immer wieder mal umrühren (die Linsen setzen sich unten ab und neigen zum Anbrennen…)

9. Mit Salz und Cayennepfeffer abschmecken und genießen.

Da alles in einem Topf zuzubereiten ist, eignet sich die Suppe gut für die Campingküche – außerdem ist sie  „zufällig vegan“… 😉

* Wenn man die Suppe am heimischen Herd mit mehr Platz kocht, empfiehlt es sich, die Linsen in einem extra Topf mit Gemüsebrühe weichzukochen und – nachdem die Kartoffeln weich sind – zum Rest der Suppe dazuzukippen.

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Küchenausstattung + Vorräte im Camper

EDIT: 15.08.23

Enthält unbezahlte Werbung wegen Produktnennung

Es gibt ja durchaus viele Camper, die wollen während ihres Campingurlaubs gar nicht groß kochen, höchstens der Grill wird hin und wieder angeworfen.
Das ist bei mir etwas anders… Ich koche und backe leidenschaftlich gern und möchte hier auch im Bulli auf wenig verzichten. Das passt nun leider gar nicht zusammen mit dem mangelndem Platzangebot und der begrenzten Zuladung… So war ich sehr froh, im Netz von etlichen Campern inspiriert zu werden, denn „aus Gründen“… muss wirklich alles genau durchdacht und nach Möglichkeit auf Mehrfachnutzung optimiert werden. Unsere Ideen zur Küchenausstattung mit minimalstem Platz  möchte ich nun wiederum weitergeben.

Wir haben nur zwei Schubladen: Eine schmale und eine breitere, recht niedere. Von daher war klar, dass wir keinen Platz durch eine Besteckschublade aufgeben wollten. Inspiration zur Aufteilung holte ich mir hier bei Büssli-TV.

In der schmalen Schublade parken wir wie dort unser Besteck (4fach; Messer, Löffel, Gabeln, Teelöffel, 4 Trinkhalme) in einer Filztasche (Raggisar, klein), die es beim alten Schweden gibt.

Daneben passen noch:
2 kleine spitze Messer, 1 Brötchenmesser, Dosenöffner, kl. Schneebesen, 2 lange Löffel, 1 Kunststofflöffel, 4 Trinkhalme, Milchaufschäumer (nicht nur zum Aufschäumen von Milch, sondern auch zum Vermischen von Salatsaucen o.ä.), Messerschärfer, Knoblauchpresse, Flaschenöffner, Feuerstahl, Feuerzeug.
Hier wird schon deutlich, dass der Platz viel besser genutzt werden kann, als mit einer üblichen Aufteilung. Und trotzdem findet man alles “durch Fühlen” sofort.
Den Kunststofflöffel nehme ich mit, weil auch eine Milchkefirknolle immer mein Begleiter ist, der lieber mit Kunststoffbesteck “umgetopft” wird – Milchkefir finde ich super praktisch, um – ohne Kühlung zu benötigen – ein Sauermilchgetränk herzustellen, entweder zum Trinken – oder auch z.B. zum Brotbacken…

Inhalt der schmalen Schublade

Die breite Schublade habe ich nach Bedarf selbst mit einem Stecksystem eingeteilt:

Bild

Hier wohnen die Gewürze (eine kleine, aber praktische Auswahl; einziger Luxus: eine Mini- Pfeffermühle mit meinem Lieblingspfeffer “Melange Noir”).
Außerdem sind hier dann noch die weiteren Küchenhelfer versammelt: Schneebesen, Handrührgerät, Schöpfkelle, Sparschäler, Käsereibe, Pfeffermühle, Schere, dänischer Schneebesen, Kochlöffel, Teigschaber, 1 großes Messer, Silikonlöffel, Bratenwender, Knoblauchpresse, Backpinsel.
Der Platz ist optimal ausgenutzt – es geht eigentlich nix mehr rein, aber es ist auch alles drin, was ich brauche.

Inhalt der breiten Schublade außer Gewürzen

In der unteren Etage haben wir einen Kühlschrank und einen Schrank mit Rolltür; in letzteren, mit einem höheren und einem niedrigeren Fach, müssen (fast) alle anderen Küchenutensilien reingehen – hier profitiere ich erneut von den Filztaschen (dieses Mal große und kleine): Zum einen sind sie variabel und daher dehnbar, können v.a. auch zur passenden Höhe eingeschlagen werden; zum anderen klappert hier nichts!

Beginnen wir mit dem oberen Regal: In der großen Raggisar-Tasche befindet sich unser Geschirr: 4 große Teller- dazwischen je 1 Filzeinleger, 1 Simmerplatte, 4 Müslischüsselchen/Suppenteller in einer kleinen Raggisartasche, ebenfalls mit Filzeinleger getrennt; 1 Silikontopflappen, die Kaffeetasse meines Herzallerliebsten und meine Thermostasse. Da klappert wirklich nichts!

Eine Anmerkung zum Geschirr: Urspünglich waren wir mit Emaillegeschirr unterwegs, aber aus einem “Blechnapf” zu essen hat uns absolut nicht gefallen; ebenso wenig fanden wir Geschirr aus Melanin o.ä. besonders erstrebenswert. Letztlich stießen wir in diversen Blogbeiträgen auf die Option, Geschirr aus gehärtetem Glas zu wählen: Sieht aus wie Porzellan, ist aber wesentlich bruchsicherer (zumindest, wenn der Teller nicht mit der Kante auf Steinboden trifft) und auch nicht sehr schwer (schon schwerer als Emaille oder Melamin, zugegeben). Das Gute: Gibt’s für extrem wenig Geld ebenfalls beim alten Schweden, und das schon so lange, dass ich hoffe, dass es für immer im Angebot bleibt… Wenn tatsächlich was kaputt geht, ist es auch gleich wieder nachgekauft…

Gut; daneben ist noch Platz für eine weitere kleine Filztasche, mit Kaffeeutensilien und Teebeutel und zwei Glasuntersetzer aus Filz.

Es gibt ja ganze Abhandlungen in unterschiedlichen Blogs, wie man den besten Kaffee im Camper braut. Wir haben uns für die platz- und wassersparenste Variante entschieden: 2 Silikon-Faltfilter mit Filtertüten. Die Faltfilter wären auch ohne Filtertüten benutzbar, aber dann brauche ich relativ viel Wasser, um sie sauber zu kriegen – und das haben wir im Bulli nicht. So ist nur die Filtertüte zu entsorgen, die ja kompostierbar ist. Warum 2 Filter? Um gleichzeitig 2 Tassen Kaffee machen zu können, nacheinander dauert das zu lange.
Eine Kaffeekanne gibt es nicht, allerdings 2 Thermosflaschen, die man auch für Tee oder Kaffee verwenden könnte, normalerweise aber als Wasserflaschen dienen (sie sind nicht in dem Schrank verstaut).

Unter den Filztaschen befinden sich 2 dünne, flexible Schneidebretter und eine Abtropfmatte. In der großen Filztasche liegt noch der Kartoffelstampfer, daneben der Griff der gußeisernen Pfanne und eine kleine Zuckerschütte.

In dem unteren Regal kommt erneut eine große Filztasche zum Einsatz mit wirklich gaaaanz wichtigen Dingen…

schön nach Größe gestapelt: mit (v.u.n.o.) Wok/Deckel vom Safari Chef 2 Grill, Gußeisenpfanne (22 cm – ohne Griff) verpackter Omnia (Camping-Backofen für den Gasherd), Camping-Kochtopf-Set

Hier mein Omnia-Equipment ausgepackt:
3-teiliges Omnia-Grundset (ich habe mir meine Omniaform beschichten lassen), Aufbackgitter, normale Silikonform, zwei halbe Silikonformen, Muffinformen (aus einer 6er Form habe ich mir die Pärchen zusammengeschnitten -> 1. günstiger, 2. besser zu verstauen), ein zurechtgeschnittenes Backpapier für auf das Gitter, ein „Kleckerdeckel“ für den Kamin. Es liegen hier noch 2 Eierbecher auf dem Tisch, die passen perfekt in die Muffinformen, haben aber mit dem Omnia nix zu tun.

Dahinter, press an der Wand, ein extrem dünner, variabler Deckel, der sowohl für den Wok/Deckel vom Safari passt, so dass wir den als großen (Nudel-)Topf verwenden könnten;

außerdem passt der auch auf die gusseiserne Pfanne (die ist nun wirklich gewichtstechnisch kein Camping-Utensil – aber: ich liebe das Braten / Kochen damit! Sie ist (gerade auch mit Deckel) so vielseitig – es gibt nix Besseres 🙈!).

Camping-Topfset – brauche ich sehr selten, aber ganz ohne ist auch schwierig; tatsächlich bin aber am Überlegen, ob ich nur einen Topf davon in Zukunft mitnehmen soll; daneben hier: Die Faltspülschüssel.

An der Schrankwand rechts stehen noch 2 Frühstücksbrettchen (die auch als Untersetzer u.ä. benutzt werden), ein Korkuntersetzer, eine klappbare Waage und ein Sieb.
Hinten links sind zwei gestapelte Kunststoffkörbchen (die haben immer wieder unterschiedliche Verwendung), da liegt ein Mixbecher drin (den man z.B. gut zum Sahneaufschlagen o.ä. mit dem Oxo verwenden kann).
Und darein passt perfekt der stromlose Multizerkleinerer von Tefal ! Außerdem findet in dieser Abteilung nochmal ein faltbarer Wasserkocher seinen Platz.

In den beiden kleinen Filztaschen auf dem Bild rechts oben (im Schrank übereinander) befinden sich die „Trinkgefäße“: 1 Dubbeglas, 1 Plastikbecher, 1 Schnapsglas passend ineinander gesteckt, daneben (mit Küchenrollenpapier getrennt) 1 Weinglas.
Auch hier fiel unsere Wahl auf echtes Glas! Das Weinglas ist zwar nicht besonders elegant, dafür recht dick (und stabil) und kurz, also nicht sehr empfindlich. Ebenso das “Dubbeglas”; es hat den Vorteil, dass man es immer! nachkaufen kann, falls doch mal was kaputt geht. Darein passt perfekt der Kunsstoffbecher (den nehmen wir eher nicht zum Trinken, sondern z.B. zum Anrühren für Salatsoße oder für “Notfälle” (wenn mal Besuch kommt). Und da hinein (dann klappert es wieder nicht) ein Schnapsglas.
In dieses Fach „stopfen“ wir immer noch die 3 x 2 Eierbehälter rein (die purzeln immer wieder mal raus, sind gefüllt z.T. ja aber auch im Kühlschrank).

Unter unserer Sitzbank sind einerseits Vorratskisten – es passen hier perfekt 9 Liter Lock-Lock-Dosen hinein -, der „Rest“ vom Cadac Safari Chef 2 Grill, der als Kochstelle für draußen dient, und der Siebservierer, ein altes Tupperteil,  das im normalen Haushalt nie Verwendung fand, das für’s Campen aber super praktisch ist: Wir lagern darin auf der Fahrt oder bei Nicht-Gebrauch Obst. Der Siebservierer ist aber auch meine Salat-/Teig- (praktisch mit Deckel!) sonstige Schüssel. Außerdem kann man darin nach einmaligem Aufkochen Nudeln o.ä. fertig garziehen lassen…

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In der Schublade hat sich noch eine Grillzange, ein Windschutz, eine faltbare Vorratsdose und noch eine allerliebste, funktuinstüchtige Mini-Kehrschaufel mit Besen verirrt. Lücken werden gefüllt z.B. mit der „Müsliflasche“ und wie hier mit dem Bienenwachsbeutel, in dem unser Brot ist.

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Vorräte – was nehmen wir mit?

1. Kiste: Überwiegend Zeugs für´s Frühstück : Marmeladen, Haferflocken, Haferkleie (die 1 Liter-Formen von Rotho passen hier super rein), getrocknete Früchte (Himbeeren, Mango), Essig, Oliven-, Rapsöl und Tüten mit Trockenhefe und Backpulver.

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2. Kiste: Optionen für´s Mittagessen: Nudeln, Reis, Linsen, 2 Tüten Sugo, 5 Döschen Tomatenmark, 1 Dose Kidneybohnen, 1 Dose Kokosmilch, nochmal getrocknete Himbeeren – und, weil es der heimische Vorratsschrank gerade hergab – noch eingezogene, vorgekochte Esskastanien.

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3. Kiste (im Heck) meine vorbereiteten Backmischungen (für 3 Wochen: 3x Brot, 1x Kuchen), außerdem eine getrocknete Pilzmischung, Kartoffeln – und Dosenbier…😇

Ein Blick in unseren 40 l Kühlschrank: Im Gemüsefachbereich behelfe ich mir mit einer kleinen Kiste und einer hohen Lock-Lock-Form (kein Original Lock-Lock): Hierdrin nimmt auch der Pizzateig Platz, wenn er zur Übernachtgare in die Kühlung muss. Ansonsten: begrenzt, aber reicht für 2 Personen.

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Eine Sache muss ich noch erwähnen, weil ich sie echt klasse finde: Mein Milchkefir darf mit auf Reisen und liefert mir ohne Energie zu verbrauchen (kommt ja nicht in die Kühlung) – täglich ein leckeres Sauermilchgetränk… 😁!

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Joghurt mit Kefir – anders als Asher

Nach David Asher macht man Joghurt mit Milchkefiransatz, indem man die Milch abkocht, sie wieder auf 43 Grad abkühlen lässt und dann bei 42 Grad 12 Stunden „bebrütet“ (also bei 42 Grad  in eine Gärbox stellt).

Ich habe ja schon beschrieben, dass ich Dickmilch / Sauermilch herstelle, indem ich einfach Milch mit Milchkefir impfe und dann – jetzt im Sommer – 24 Stunden bei Zimmertemperatur stehen lasse. Die Dickmilch ist nicht so fest wie das Joghurt nach Asher.

Ich überlegte mir nun, die Milch ebenfalls 45 Minuten bei offenem Deckel (-> Verdunstung), zu kochen, dann auf Zimmertemperatur abkühlen zu lassen (Achtung: Hautbildung vermeiden), den Kefir dazuzugeben, verrühren und einfach bei Zimmertemperatur (war ja ziemlich warm; also nicht bebrüten bei 42 Grad wie bei Asher) stehen lassen. Funktioniert super! Die Milch war nach 12 Stunden schon ziemlich dick, ich ließ sie aber meist länger stehen, bis sie in den Kühlschrank kam.

Es ist ein kleines bisschen weniger stichfest als nach Asher, aber nicht viel und ich erspare mir ein zusätzliches Gerät und Energie!

 

 

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Sommer – Erntezeit 😍

Heute war bei uns Markttag – als ich meine Einkaufsliste zusammengestellt habe, merkte ich, dass ich eigentlich kein Gemüse brauche…🤗 Auch Früchte kann ich täglich ernten.

Jeden 2. Tag kommt so eine Schüssel Tomaten zusammen

die gleiche Schüssel hatte ich davor mit Brombeeren gefüllt. Nach den Regentagen die letzte Woche erholen sie sich wieder ein bisschen.

Schon letztes Jahr ist mir ein Teil der Ernte vertrocknet – trotz täglicher Tröpfchenbewässerung. Ich hatte es zu spät gemerkt. Dieses Jahr gab ich ab Juli täglich 2 Gießkannen Wasser, aber kleinere oder verschrumpelte Früchte traten schon wieder auf. Obwohl die Brombeersträucher schon über 20 Jahre alt sind, also im Gegensatz zu Jungpflanzen gut verwurzelt sind, schaffen sie das alleine nicht mehr, hätten sie keine Chance, viele Früchte zu entwickeln…

Die 1. Tour der Himbeeren ist schon durch, da es bei der Fruchtbildung noch feuchter war, hatten wir hier mit Vertrocknen weniger Probleme, obwohl ich seit Juli auch hier zusätzlich gegossen habe.

Im Hochbeet produziert die gelbe Zucchini unaufhörlich… Bin froh, dass ich die 2. Pflanze irgendwann entsorgt habe!

Außerdem habe ich im Blätterwald der Auberginen eine reife Aubergine 🍆 entdeckt! Eine weitere ist auch bald erntereif.

Meine Paprika werden alle angeknabbert – hier konnte ich noch keine einzige ernten. Schnecken? Das ist das erste Jahr so – keine Ahnung warum.

Auch die Kohlrabis sind angeknabbert, die schneide ich aus, dann geht das.

Erstaunlicherweise werden die Karotten trotzdem was, obwohl im Hochbeet in etwa 30 cm Tiefe eine Schicht (10 cm) Pferdemist eingebracht wurde und überall stand, dass sich Karotten damit nicht vertragen.

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Na ja, vielleicht etwas „gedrungen“…

Es gibt auch noch Landgurken  🥒 – eine in der Erde und eine im Kübel – hier kam ich (trotz Flaschenbewässerung) mit der Flüssigkeit nicht mehr nach, was man an der welligen Form erkennt. Gurken und Tomaten habe ich heute nochmal gedüngt (Hornspäne + Steinmehl) – das sollte reichen, bis Ende der Saison.

Und dann natürlich endlich die Feigen 😍! Sie werden jetzt nach und nach reif und viele wiegen um die 100 g! Wir hatten noch nie solche „Monsterfeigen“! Die Feigenernte geht dann bis in den Oktober/November!

Ernten zu können, was man vorher gesät und sich drum gekümmert hat – das macht mich dankbar und glücklich🥹 , das ist einfach toll!

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