Tomaten 3.0

 

Wir lieben Tomaten – und wir lieben es vor allem, sie auch selbst zu ernten!

Die letzten beiden Jahre hat das zwar geklappt, aber  die „Pflanzsituation“ war noch nicht wirklich ausgereift.

Zuerst hatten wir sie in Kübeln, überdacht im „Holzstall“ – hier kam nicht allzu viel Sonne hin.

Letztes Jahr opferte ich eine Rasenbahn, stellte 10 Kübel darauf.

Die Kübel hatten Rankhilfen – z.T. „Marke Eigenbastel“ (wie dilettantisch die waren, sieht man hier noch nicht) – das war jetzt nicht so der Brüller, weil die Tomaten viel höher wachsen als die Rankhilfen und dann auch immer wieder umgekippt sind… 🙁 Mein lieber Mann hat dann ein Provisorium aus Holz so darum gebaut, dass sich nicht mehr umkippen konnten.
Problem: Überall dort, wo Tomaten das Holzgerüst berührten, sind sie gefault – Holz ist also in Kombination mit Tomaten eher suboptimal.
Außerdem habe ich mich in dem trockenen Sommer fast zu Tode gegossen…

Meinem Herzallerliebsten gab ich im Winterhalbjahr die Denksportaufgabe, sich mal zu überlegen, aus was man ein nicht zu auffälliges aber hohes und v.a. stabiles Rankgerüst bauen könne – nicht aus Holz…
Die Tomaten sollten dieses Jahr doch in die Erde nicht in Kübel, weil sie so mehr Wasser speichern können.

Ich hatte ja schon eine Vorstellung, wie das Ganze aussehen sollte, aber nicht so wirklich, wie die Umsetzung aussehen könnte. Ich wollte in der Mitte des geopferten Rasenstreifens eine Rankhilfe und die Tomaten dann versetzt rechts und links davon pflanzen.

Tataaaa: Das ist dabei rausgekommen!

Das sind Zaunelemente, die wir hochkant stellten (so sind sie etwa 1,80 m hoch).

Jetzt bin ich gespannt, wie sich das anlässt. Könnte mir vorstellen, dass ich im Laufe des Sommers am Rand noch je eine zusätzliche Tomatenrankhilfe brauche, mal sehen. Aber so lässt sich der Rasen auch noch gut drumherum mähen!!!

Außerdem probieren wir noch spezielle Wasserspender aus:

Das sind Tonhülsen, in die eine mit Wasser gefüllte Weinflasche (mit langem Hals) gesteckt wird –

der poröse Ton soll dann nach Bedarf der Pflanze Wasser abgeben – soweit die Theorie… Wir werden sehen! Und wir werden erstmal noch etwas Wein bechern müssen, um genügend leere Flaschen zu erhalten – aber  das sollte das kleinste Problem sein…

Bild

Kategorie:

Endspurt -Bärlauch – Bärlauchbutter bunkern

 

Bevor die Bärlauchzeit zuende geht, gefriere ich mir wieder Bärlauch-Butter ein. Dieses Mal aber in kleinen Portionen, die man dann viel besser portionsweise entnehmen kann.

Dazu habe ich meine Silikonförmchen durchforstet und die Mini-Gugels ausgewählt und unsere Eiswürfelbehälter kurzfristig umfunktioniert…

Das hat dann für 4 x 250 g Butter, drei Hände Bärlauch und 1 TL Salz genau ausgereicht (Guglformen hab ich 2fach, Sterne 3fach)…

Nachgekocht: Kartoffelwaffeln und Co.

 

Bei Steph vom Kleinen Kuriositätenladen gab es mit vor kurzem Waffeln aus „Kartoffelteig“, also komplett ohne Mehl, dafür mit Spinat, Schafskäse und Füllsel einer Merguez (Bratwurst). Das las sich sehr lecker und ein eintsprechender Anlass war auch geboten, so dass ich das Rezept zu 2/3 nachkochte…

Meine Modifikationen am Waffelteig: 1/3 des Spinates wurden durch frischen Bärlauch ersetzt, die Bratwurst war eine „Normale“ und es gab – für die Vegetarier – einen Waffeltteig ohne Bratwurst, stattdessen noch etwas Bergkäse mit reingerieben.

Die Waffeln waren wirklich suuuuper!!!

Die Kombination mit Feldsalat war auch geglückt (das war jetzt mein Drittel…)!
Wichtig hier eine fruchtbetonte Salatsauce:

  • Abrieb einer Bioorange
  • Saft einer halben Orange
  • etwas Himbeeressig
  • ca. 70 ml Sahne
  • Salz, Peffer

Diese Salatsauce hat sehr gut zu den Granatapfelkernen gepasst, die als Topping über den Salat gegeben wurden!

Dazu noch ein Spiegelei – absolut leckere Kombi!!!

Kategorie:

Pizzoccheri auf „pfälzisch“

 

Als mein Herzallerliebster von einer Hüttenwandertour am Lago Maggiore zurückkam, teilte er mir überrascht mit, auf einer der Hütten habe es so was Ähnliches wie ein Gericht aus der Pfalz gegeben: Verheierde („Verheiratete“) – das ist eine Kombi aus Spätzle und Salzkartoffel, und dann – je nach Familienrezept – mit gebräunten Zwiebeln und / oder Speck dazu; mir ist auch eine Variante mit Hackfleisch bekannt.

Jedenfalls ging es um die Kombi „Nudeln mit Kartoffeln“, die bei ihm diese Assoziation geweckt hatte. Glücklicherweise erinnerte er sich auch noch an den Namen des Gerichtes: „Pizzoccheri“ so dass ich etwas recherchieren konnte.

Das Rezept kommt aus Norditalien, genauer: aus Valtellina (schweizerisch: Veltlin), eine Provinz der Lombardei, angrenzend an die Schweiz und Südtirol.

Die Nudeln darin sind auch keine Spätzle (wen wundert’s???), sondern Buchweizen-Bandnudeln.
Bild

Außerdem kommen noch weitere Zutaten hinzu: v.a. Wirsingkohl, auch etwas Salbei, Knoblauch und Parmesan.

Diese Kombination las sich sehr spannend, obwohl ich mir den Geschmack nicht wirklich vorstellen konnte, deshalb wurde es ausprobiert – zunächst mal mit den original italienischen Buchweizen-Bandnudeln. Das war auch ok, aber von Hause aus die „Verheierde“ gewohnt, konnte ich mir gut vorstellen, dass mir das mit Spätzle – BUCHWEIZEN-Spätzle!!! – noch besser schmecken würde (was sich dann auch so erwies 🙂 ).

Und diese italienisch-pfälzische Kombi will ich euch nicht vorenthalten… 😉

Die Menge des Rezeptes passt für 4 Personen.

Ihr braucht

  • einen kleinen Wirsingkohl, geputzt ca. 600 g, Strunk entfernen, in Streifen schneiden und in gesalzenem Wasser blanchieren; das „Blanchier-Wasser“ nicht wegschütten! Die Kohlstreifen salzen und in Butter anbraten, warmstellen.

  • 500 g festkochende Kartoffeln, schälen, in Würfel schneiden und im Wirsingwasser 20 Minuten weichkochen, warmstellen

Spätzleteig vorbereiten aus

  • 200 g Vollmich
  • 4 Eier
  • 200g Buchweizenmehl (habe ich mir selbst gemahlen)
  • 1/2 TL Salz
    Teig verrühren, bis er Blasen schlägt, 10 Minuten ruhen lassen

Im Wirsing-Kartoffel-Wasser (ggf. etwas auffüllen) die Spätzle portionsweise herstellen. Damit sie nicht weitergaren, gehören sie eigentlich in kaltem Wasser kurz abgeschreckt – das schaffe ich meistens nicht, insb. wenn noch weitere Kochvorgänge gleichzeitig laufen…
Mein Werkzeug der Wahl ist der Spätzle-Shaker – da geht der komplette Teig rein und das „Geschmiere“ beim Spätzlemachen hält sich echt in Grenzen (wobei ich den Teig darin nicht shake; für Fitnessübungen gehe ich lieber woanders hin…) Wenn der Teig fertig gerührt ist, wird er zum Ruhen in den Shaker gefüllt und dann kann es losgehen.

So, jetzt haben wir die drei Hauptzutaten – diese in eine große Schüssel schichten, warmstellen.

Kräutermischung speziale:

  • 3 -4 EL Butter erhitzen,
  • 4 – 5 Salbeiblätter kleinschneiden,
  • ebenso 3 – 4 Knoblauchzehen – die Butter sollte schön braun werden, der Salbei knusprig, der Knoblauch sollte aber nicht verbrennen.

und das Ganze über die Nudeln geben, samt 1/4 l Gemüsebrühe und unterheben. Zum Schluss noch Parmesankäse (hier war es in Ermangelung von Parmesankäse ein Bergkäse) drübergeben und servieren.

Mir hat die Spätzle-Variante tatsächlich besser geschmeckt, als die mit Nudeln, das mag aber auch Gewohnheitssache sein. Wer an die italienischen Bandnudeln kommt, kann natürlich auch die nehmen (dann verliert es halt den „pfälzischen“ Touch… 😉 )

Das ist wirklich ein super leckeres Gericht, das den Aufwand beim Kochen lohnt!!!

Tags:
Kategorie:

Aromen einfangen: Orange!

Der Obst- und Gemüsehändler meines Vertrauens hat zur Zeit super leckere Bio-Orangen – ABER: Die Zeit läuft ab, in der ich diese noch kaufen kann!!!

Also gilt es, das Orangenaroma 🍊 jetzt noch einzufangen für die orangelose Saison. Entweder indem ich Orangeat für die nächste Weihnachtsbäckerei herstelle (um für diese Zeit Orangeat zu haben, muss ich das jetzt machen, weil „meine“ Bioorangen erst ab Dezember geliefert werden!) –

ODER: Orangenaroma von der äußersten Schale herzustellen, und genau darum geht es jetzt.

Das ist absolut easy peasy: Man braucht einen Sparschäler, Bio-Orangen, Zeit, Wärme, einen Stabmixer, TM o.ä.

Von der Orangeschale mit dem Sparschäler die Schale möglichst dünn abschälen (möglichst ohne das Weiße),

-dann die Orange genüßlich verspeisen ! – 😜

die Schale auf einem Teller auf der Heizung etwa 12 Stunden trocknen lassen (sie muss wirklich komplett trocken und spröde sein),

dann pulverisieren, in ein Glas abfüllen, dunkel stellen und auf den ersten Einsatz warten…

Dieser könnte z.B. ein Hefeteig sein, der mit etwas Orangenpulver aromatisch unglaublich aufgepeppt werden kann!!! 😁

Tags:

Joghurt mit Kefir herstellen

So sehr ich mein Joghurt mit Zweigen der Kornelkirsche liebe, so wenig klappt dies momentan. Seit dem letzten Sommerurlaub – in dem ich das Joghurtmachen unterbrechen musste – ist kein Ansatz mehr gelungen…

In dem Buch von David Asher „Die Kunst der natürlichen Käseherstellung“ ist ein Verfahren beschrieben, wie man mit Hilfe von Kefir Joghurt erhält – und das habe ich jetzt ausprobiert.

Vieles von dem, was Asher über Joghurt schreibt, war mir so nicht bekannt. Wenn ich Joghurt zubereitet habe, dann erhitzte ich die Milch nicht, habe sie nur auf 37 Grad erwärmt, geimpft und in die Joghurtgläser gefüllt – das hat funktioniert (wenn es funktioniert hat…). Gut, die Milch, die ich verwende, ich Biomilch, die wenigstens pasteurisiert ist – an Rohmilch komme ich nicht heran.

Asher schreibt nun, der Unterschied zwischen Kefir und Joghurt sei der Umstand, dass die Milch für die Joghurtproduktion erhitzt werde (auf 85 Grad): „Kefir [ist] fermentierte Milch, während Joghurt erhitzte, fermentierte Milch ist… Erhitzung denaturiert das Albumineiweiß der Milch, was einen dickeren, gehaltvolleren Joghurt ergibt; die Erhitzung lässt die Flüssigkeit der Milch verdampfen, was den Joghurt weiter verdickt; durch die Erhitzung wandelt sich der Milchzucker um und wird damit süßer und besser fermentiert; und zu guter Letzt reduziert der durch die Erhitzung niedrige Sauerstoffgehalt die Aktivität von Pilzen und Hefen. Dadurch wird die Vermehrung des anaeroben Lactobacillus gefördert, der sich stärker von fermentierten Zuckern ernährt und damit dem Joghurt sein unverwechselbar säuerliches Aroma verleiht.“

Wenn die Milch dann wieder auf 43 Grad abgekühlt ist, wird sie mit dem Kefir geimpft (45 g Kefir auf 1 Liter Milch) und bei 42 Grad über Nacht bebrütet.

Ich habe das mal mit meinem alten Joghurtgerät versucht – und auch die Temperatur gemessen – mehr als 36 Grad wurde es hier nicht warm – ein dickes, festes Joghurt ist nicht rausgekommen, eher ein „Trinkjoghurt“.

Das Problem, das beim Käsen, und auch hier beim Joghurtmachen, auftritt, ist ja immer wieder der Umstand, dass die Temperatur der Milch für längere Zeit konstant gehalten werden muss. Das ist sehr herausfordernd, denn man muss dabei immer hoch und runterregeln – und das gelingt – mal mehr, mal weniger gut…

Auch wenn ich eher versuche, mir keine Geräte etc. mehr zu kaufen, habe ich mich nun dazu entschlossen, mir eine Gärbox zuzulegen, bei der die Temperatur gradgenau regelbar ist. Für das Brotbacken ist das auch sehr nett, wenngleich nicht zwingend, aber für alles was mit Milch / Käse zu tun hat, ist es eine große Erleichterung, bzw. beim Kefir-Joghurt machen auch die einzige Möglichkeit, das umzusetzen.

Ich habe jetzt den ersten Joghurtversuch hinter mir, dazu wurde Biomilch ca. 20 Minuten auf 90 Grad erhitzt, nach dem Abkühlen 1 Liter mit Kefir geimpft und ein kleines Glas mit Zweigen der Kornelkirsche und über Nacht bei 42 Grad bebrütet, danach in für mindestens 6 Stunden in den Kühlschrank gestellt.

Herausgekommen ist …. das absolut umwerfend beste Joghurt, das ich je gegessen habe! Absolut „vollmundig“ – anders kann ich es nicht beschreiben!!! Wahnsinn!

Oben sieht man noch ein bisschen Rahm! Von der Konsistenz dürfte es noch etwas fester sein, ich werde es beim nächsten Mal 30 Minuten erhitzen. Aber der Geschmack – unglaublich! Diese Methode macht schon etwas mehr Arbeit, aber das Ergebnis lohnt sich!!!

Tags:

Boden „versäuern“ für Heidelbeeren

Bei diesen Frühlingstemperaturen zog es mich die Tage natürlich in auch in den Garten. Über Winter schnitt ich die Blumen nicht ab, das Laub blieb liegen, doch jetzt muss so langsam „abgeräumt“ werden, weil schon bald der Kompost ausgebracht werden soll.

Doch eine Pflanze sollte dieses Jahr eine Spezialbehandlung erhalten: Die Heidelbeere! Seit zwei Jahren ist sie eingepflanzt, in eine Mauererbütte mit Azaleenerde, doch jetzt, nach zwei Jahren, denke ich, es ist sinnvoll, etwas „nachzusäuern“ – selbstverständlich ohne Torf!

Sowohl Nadel“laub“, wie auch die Blätter von Eichen und Walnüssen machen den Boden sauer durch enthaltene Tannine. An letztere komme ich gut ran!

Ein paar Hände zusammengerecht, zweimal durch einen Häcksler gejagt.

Jetzt hatte noch mein seit einiger Zeit gesammelter Kaffeesatz (auch er säuert den Boden) seinen Auftritt: Diesen gab ich zuerst auf den Boden, darüber die gehäckselten Walnussblätter, beides mit dem dem Sauzahn mit der Erde vermischen. Die restlichen Walnussblätter kamen als Mulch noch drüber.

Das sollte für dieses Jahr erstmal ausreichen! Kam jetzt noch auf die Idee, für das nächste Jahr Walnusslaub nach der Bokashimethode zu kompostieren; der Kompost könnte schneller vom Boden aufgenommen werden… Mal schaun, werde berichten!

Aber prinzipiell finde ich es es genial, sauren Boden mit „heimischen Mitteln“ herzustellen! Werde im Frühsommer mal versuchen, den PH-Wert des „Heidelbeerbodens“ zu messen!

Tags:

Milch – im Auto! Help…

Milch gibt´s bei uns nur noch in Flaschen – von wegen Plastikmüll sparen… Im Dezember habe ich mehrere Flaschen Milch gekauft und war wegen des Großeinkaufs ausnahmsweise mit dem Auto unterwegs – vor der Arbeit, hatte es also eilig…

Als ich den Rucksack mit den Milchflaschen ganz normal, ohne „zu werfen“.., ins Auto stellte, machte es „Krks“ und ich dachte noch: „Wenn mal eine Milchflasche kaputt geht, wäre das sehr unangenehm!“.

Als ich nach Hause kam, war tatsächlich bereits ein Liter Milch ins Auto gelaufen – in den Fußraum hinter dem Fahrersitz…
Panisch, weil keine Zeit, tunkte ich erst mal die Milch mit Handtüchern auf, während ich gleichzeitig das weltweite Netz durchsuchte, was in einem solchen Fall zu tun sei. Dort gab es dann so Tipps: „Auto verkaufen, und zwar schnell.“ – Oder: „Dann hast du ein Problem!“
Das konnte doch nicht wahr sein, dass das geballte weltweite Wissen hier keine sinnvolle Ratschläge gab – war aber so!

Nachdem der nicht versickerte Teil der Milch einigermaßen aufgesaugt war, streute ich in der Eile (wir erinnern uns: ich musste dringend zur Arbeit und würde erst spät abends wieder heimkommen…) Natron über die Fußfläche, legte neue Handtücher und eine schwere Tasche darauf. Die Überlegung war: Natron ist geruchsbindend und ich habe es in großer Menge sowieso im Haus, weil ich es für alles Mögliche brauche.

Im Sommer hätte ich keine Chance gehabt, bis Abends hätte das Auto wohl bestialisch gestunken! So aber kam ich – geruchstechnisch relativ unbelastet nach Hause.

Abends war dann Krisensitzung mit meinem Herzallerliebsten und wir beschlossen folgende Strategie: Am nächsten Tag löste ich ca. 4 EL Waschsoda (ist ja „stärkeres Natron“) in knapp 1 Liter Wasser auf, leerte die Flüssigkeit auf den Boden – in der Hoffnung, dass die im Fußboden aufgesaugte Milch dadurch verdünnt und geruchlich „neutralisiert“ würde. Um diese mit Milch „kontaminierte“ Feuchtigkeit wieder aus dem Auto rauszukriegen (das war nun die geniale Idee meines Mannes), leerte ich gut 5 cm Katzenstreu über die gesamte Fläche. Darauf erneut Handtücher und zum Beschweren unter dem Sitz ein mit Wasser gefüllter Kanister, der liegend gut unter den Sitz passte und hinter den Sitz ein kleiner Kasten Bier…

So fuhr ich – bei kühler Witterung – eine Woche durch die Gegend, bis es anfing, zu müffeln. In der Hoffnung, dass dies nun das Katzenstreu sei, entfernte ich dieses – mit gutem Erfolg -uff! Anfangs roch es ein bisschen beim Einsteigen, doch sobald die Klimaanlage eingeschaltet war, verflog dies recht schnell.
Mittlerweile rieche ich nichts mehr… 😀

Tags:

Fermentierter Cashewkäse mit Blau- und Weißschimmel


Ein gutes neues Jahr euch allen!

Beginnen möchte ich dieses mit einem Rezept eines veganen Cashew-Schimmel“käses“, in das ich meine bisherigen Erfahrunge mit „normalem Schimmelkäse“ einbrachte. Aus einem Rezept – vermutlich aus dem Netz – habe ich die Grundidee – leider finde ich die Quelle nicht mehr – falls ihr sie findet, teilt sie mir bitte mit.

  • 125 g Cashewbruch
  • 2 EL geschälte Mandeln

in Wasser mindestens 6 Stunden einweichen. Einweichwasser wegkippen,abspülen.

  • Nüsse in eine schmales Gefäß zum Pürieren geben (TM ist zu groß)
  • 3 TL Hefeflocken
  • 1 TL unbehandeltes Salz dazugeben
  • 4 – 5 EL Wasserkefir (Rejuvelak o.ä.)
  • und mit einem leistungsstarken Pürrierstab pürieren, bis eine cremige Masse entstanden ist
  • 1 TL Agavendicksaft

  • 1/2 fermentierten Tofu („Feto“) zerbröckeln und dann mit der Nussmasse pürieren.
  • etwas Weißschimmel / Blauschimmel in 100 ml Wasser pürieren und max.  30 ml davon dazukippen (ich habe den Weiß/Blauschimmel von einem Camembert abgekratzt, bzw. aus einem Blauschimmelkäse entnommen. Die Hardcore-Variante wäre, sich die entsprechenden  – veganen Kulturen – schicken zu lassen…)
  • Die Masse in ein mit einem Passiertuch ausgelegtes Sieb geben (sie ist nicht sehr feucht), ein Gewicht daraufstellen (z.B. ein mit Wasser gefülltes 1Liter Einmachglas o.ä.) und 24 Stunden bei Zimmertemperatur fermentieren lassen.
  • zwei Käseleibchen formen, in ein Gefäß mit „Belüftungsgitter“ legen und nicht luftdicht abschließen. In das obere Kühlschrankfach (ca. 10 Grad) zum Reifen legen.
  • Nach ca. 1 Woche mit Stricknadeln durchpieksen, damit der „Käse“ „innen“ belüftet wird und sich auch hier Schimmel bilden kann (das habe ich hier vergessen  😳  )
  • mindestens 4  Wochen reifen lassen, immer mal wieder Deckel lüpfen und lüften…

Das, was dabei rauskommt, ist immer noch kein Käse (welch Wunder…), aber ein wirklich leckerer aromatischer Brotaufstrich, für den es sich wirklich lohnt, auch mal weniger Käse zu konsumieren!

In diesem Sinne: Guten Appetit!

Tags: