„Erkältungshonig“ – Ferment

Der Sommer hat sich verabschiedet und ist in weiten Gebieten übergangslos in den Winter mit erstem Schneefall übergegangen!!!

BildDie Wartezimmer der Ärzte sind schon wieder brechend voll und auch sonst schniefen sich immer mehr Menschen durch den Tag…

Ein Hausmittel, das ich mir jedes Jahr zubereite – dieses Jahr schon fast etwas spät – ist der „Erkältungshonig“. Normalerweise heißt es ja im Sprichwort „Bös´ muss Bös´ vertreiben“ – heißt: Arznei muss scheußlich schmecken, damit sie wirkt… Das ist bei diesem „Gebräu“ ausnahmsweise ganz und gar nicht so – es schmeckt auch noch super lecker und tut Hals und Bronchien gut!

Rezept:

  • 1 Glas flüssiger Imkerhonig (500 g)
  • Saft einer Biozitrone
  • 10 Blätter Salbei, grob zerschneiden
  • 5 – 6 Zweige Thymian
  • 2 Scheiben Ingwer
  • 1 – 2 Zimtstangen (1 x durchbrechen)
  • 2 Nelken
  • 2 Chilischoten (getrocknet – optional)
  • 1/2 TL Anis
  • 2 Sternanis
  • 2 Kapseln Kardamom (angedrückt)

Den Honig in ein größeres Glas umfüllen, den gepressten Zitronensaft dazugeben und verrühren, so dass sich alles gut vermischt.

Jetzt die Kräuter und Gewürze dazugeben und gut unterrühren.

Alles ca. 4 Wochen an einem dunklen Plätzchen stehen lassen, alle paar Tage mal umrühren.

Nach 4 Wochen abseihen und in eine kleine Flasche umfüllen.

Bei Bedarf einen Teelöffel zu sich nehmen.

Wirkung der Inhaltsstoffe mit Blick auf Erkältungen s.u.

Edit 24.10.2015:

Bild

Wie man unschwer erkennen kann, habe ich das Glas noch etwas aufgefüllt, denn warum soll ich den vorhandenen Platz nicht nutzen und evtl. nochmal damit anfangen. Es kam also von allem noch etwas dazu.

BildWie man genauso unschwer erkennen kann, haben sich Bläschen gebildet  (und zwar schon nach dem 2. Tag) – das Ganze fermentiert also!!! Wenn das der Erkältungshonig auch noch probiotisch wird – was will man mehr… 😉

Wirkung der Inhaltsstoffe mit Blick auf Erkältungen:

Salbei:
wirkt enthündungshemmend und desinfizierend, hilft (u.a.) bei Husten, Halsschmerzen und Heiserkeit

Thymian:
hat antibakterielle und schleimlösende Eigenschaften, hilft bei Husten

Ingwer:
enthält ätherische Öle und Scharfstoffe. Die Scharfstoffe sollen den Körper von innen erhitzen, sodass die Durchblutung angeregt wird. Dadurch sollen es Krankheitserreger schwerer haben, sich in den Schleimhäuten festzusetzen (aus diesem Grund gab ich noch eine Chilischote dazu)

Kardamom:
gehört zur Familie der Ingwergewächse, wirkt krampflösend.
Wirkstoffe: Ätherisches Öl, Borneol, Kampfer.

Anis:
wirkt antibakteriell, schleimlösend, schwach krampflösend.

Sternanis:
enthält ätherische Öle,wirkt antiviral und antibakteriell.

Gewürznelken:
wirken örtlich krampflösend und antiseptisch

Zimt:
wirkt keimtötend gegen Pilze, Bakterien und Viren

Und weil das Ganze völlig pastikfrei und ohne Energieaufwand funktioniert, reiche ich es bei einab im Oktober 2015 ein.

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8 Kommentare zu “„Erkältungshonig“ – Ferment”

  1. Wenn der Honig grauslich schmecken soll, musst du nur noch frische Kurkumawurzel untermischen… 😀
    Nein, im Ernst, meine Version besteht aus diversen Gewürzen, frischem Ingwer und Kurkuma. Ich liebe sie, meine Schwester hat die Wirksamkeit bestätigt und nur Herr C. weigert sich, die Mischung zu sich zu nehmen. Liegt allerdings am Ingwer, nicht an der anderen Wurzel. 😉

    1. Ja, ich weiß, du hast ja eine gewisse Vorliebe für frischen Kurkuma… 😉
      Ich hab ja bei der Kurkuma-Ingwer-Ursuppe festgestellt, dass das bei mir nicht so zutrifft 😳 ! Von daher lasse ich ihn vielleicht doch lieber draußen, sonst heißt es doch wieder:“Bös muss Bös vertreiben“ … 😉

  2. Das Rezept klingt wirklich gut! …und hilft wahrscheinlich 1000X besser als die Chemiecocktails, die man zur Erkältungszeit in jeder Fernsehwerbung angepriesen bekommt. Das Rezept muss ich mir auf jeden Fall merken. 🙂
    Liebe Grüße,
    Irina

    1. Hallo Irina, das Schöne ist, dass du ja auch wirklich nach deiner Facon variieren kannst! Man muss halt mindestens 4 Wochen Geduld haben, aber dann freut man sich fast auf eine Erkältung… 😉

  3. Meiner ist jetzt auch fertig- gerade rechtzeitig, denn seit heute hab ich Schnupfen…. besten Dank fürs Rezept – ergänzend kann ich noch sagen:
    1. schmeckt vorzüglich und
    2. mein Versuch, das „abseihen“ mit Seihtuch zu machen, war ein Fehller, der mich viel Honig gekostet hat. Ich empfehle, ein Küchensieb zu nehmen (so ein Edelstahlteilö meine ich) Der Honig bleibt „sauber“, also kräuterfrei, geht aber besser durch. Morgen werde ich in meinem Blog davon erzählen 🙂

    1. Hallo Fjonka, da wünsche ich dir erstmal gute Besserung!!!
      Abgeseiht habe ich den Honig auch nicht im Tuch, sondern durch ein eingmaschiges Sieb – hätte ich noch dazuschreiben können 😳 !

      1. Man glaubt ja oft garnicht, wo so die Fehlerquellen sitzen (können), ich wäre auch nicht drauf gekommen, das zu erwähnen, wenn ich nicht Lehrgeld (Lehrhonig *g*) bezahlt hätte 🙂

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