Das Hochbeet erneut aufbauen
 😬

 

Schon bei der Anlage unseres Hochbeetes machte ich mir Gedanken, wie die NeubefĂŒllung wohl funktionieren wĂŒrde, da es ja wesentlich schwieriger ist, ein bereits vorhandenes System um-,auf-,neuzuschichten, wenn schon Material vorhanden ist.

Und leider – es ist total anstrengend und kompliziert!
Vor der Frage, die sich Sylvia Wonisch stellte: „Hochbbeet neu befĂŒllen, aufschieben oder BLEIBEN LASSEN“, standen wir auch.

Zum einen mussten ja Latten und Pfosten erneuert werden, die vergammelt waren (also Erneuerung von Teilen des Hochbeets), zum anderen war ich ja die letzten immer unzufriedener mit der Ernte, wĂ€hrend in die ersten super, das dritte Jahr auch noch gut war, dann es aber mit dem Ertrag rasant bergab ging (also Erneuerung des Aufbaus vom “Innenleben”)
 Obwohl ich immer versuchte, Verrottungsmaterial einzubauen.

Dieses Jahr, gedĂŒngt mit dem kompletten Inhalt des Kompostes, ging es ganz gut, wenn auch nicht so, wie in den ersten Jahren.

Wie auch immer, im FrĂŒhling beschlossen wir, das Beet im Herbst neu aufzubauen. Die Teichfolie sollte außerdem gegen Noppenfolie ausgetauscht werden, da hier die Luftzirkulation zwischen Folie und Latten besser sein soll.

Das erste große Problem: Wohin mit der ganzen Erde, die sich im Beet befindet? Unser Hochbeet ist 3 m lang, 1 m breit und 80 cm hoch (und diese GrĂ¶ĂŸe sollte auch bleiben) – da geht also echt was rein, zumal immer nachgefĂŒllt wurde
 Mein Herzallerliebster hat erstmal vom ersten Meter die Latten abmontiert, die Teichfolie aufgeschnitten und diesen Kubikmeter Erde auf eine Plane, die auf dem Rasen lag, geschaufelt. Jetzt haben wir versucht, die ziemlich „sturrsteife“ Noppenfolie zum einen etwas unter das Beet zu stecken und dann mit einem elektrischen Tacker (selbst der griff nicht immer, aber ohne das Teil hĂ€tte es gar nicht funktioniert) an den Pfosten zu fixieren.


Hier sieht man leider wegen des Schattenwurfs nicht so gut die Ausmaße.
Der 1. Kubikmeter war hier schon wieder im Beet, die anderen beiden auf die Plane ausgehoben.

Dann wurden die 1m langen Latten zunĂ€chst (!) drangeschraubt, den Teil des Hochbbeet „nach allen Regeln der Kunst befĂŒllt (trotz Aufbau mit Ästen etc. ging die Erde fast ganz wieder hinein đŸ˜Č). Jetzt stellte sich nur das Problem, dass die Erde jetzt ja ganz locker war und nicht in „ihrem Sektor“ bleiben wollte
 Wir behalfen uns damit, dass wir zwei Riffelbleche, die eigentlich zu unserer „OutdoorkĂŒche“ gehören, als Barriere eingesetzt.

Jetzt ging es an die restlichen 2 Kubikmeter
 Nachdem diese Erdberge nach außen bewegt waren, kam die erneute Fuzzelei mit der Noppenfolie. Ziemlich Ă€tzend. Ging auch nur zu zweit (der eine hĂ€lt, der andere lĂ€sst nicht los
😉). Wegen der GrĂ¶ĂŸe des Hochbeets mussten wir diese Aktion auch aufteilen. d.h. die Noppenfolie ist “angestĂŒckelt” – zuerst 1 dann 2 Meter. GlĂŒcklicherweise stellten wir fest, dass die Latten nur auf der Rasenseite vergammelt waren, so dass wir nur diese Seite mit Noppenfolie bestĂŒckten und sonst die Teichfolie im Hochbeet beließen.

Wann immer ich nicht am Hochbeet gefragt war, schnitt ich StrĂ€ucher/BĂ€ume runter, hĂ€ckselte dies zum Teil, damit genĂŒgend FĂŒllmaterial vorhanden war.

Bevor das Beet wieder befĂŒllt werden konnte, mussten die Latten erneut verschraubt werden und zwar so, dass 2 und 1 MeterstĂŒcke abwechselnd ĂŒbereinander liegen, wie man hier sehen kann (s. letztes Bild)

Erst jetzt konnte der Aufbau des restlichen Hochbeets erfolgen:

        • Dicke Äste und z.T. angegammelte Latten (nicht behandelt – hier gibt es leider kein Foto)
        • dĂŒnnere Äste mit Blattwerk

            • HolzhĂ€cksel

            • mit Mikroorganismen behandelter Grasschnitt)
            • Kompost
            • Erde

        So sieht das Ganze fertig und im Überwinterungsmodus aus

NatĂŒrlich ging die ganze Erde nicht mehr ins Beet, spĂ€ter werden wir sie aber wieder brauchen, wenn das Beet sich absetzt, bedeutet: Auch hier mussten wir eine Lagerungsmöglichkeit finden – in einem kleinen Garten schon eine Herausforderung


Auf Sylvia Wonischs Frage: „Hochbbeet neu befĂŒllen, aufschieben oder BLEIBEN LASSEN“ – wĂŒrde ich wohl nach dieser Aktion sagen: “Bleiben lassen!” und dann halt mit einem „hohen Beet“ leben, das sonst irgendwie gedĂŒngt wird


“Erstaunlicherweise“ findet man auch kaum Berichte ĂŒber das erneute BefĂŒllen eines Hochbeets (Ausnahme s.o.) – warum wohl?

Jetzt hoffe ich nur, dass sich der ganze Aufwand gelohnt hat – das nĂ€chste Jahr wird es zeigen


 

 

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