Pizzoccheri auf „pfälzisch“

 

Als mein Herzallerliebster von einer Hüttenwandertour am Lago Maggiore zurückkam, teilte er mir überrascht mit, auf einer der Hütten habe es so was Ähnliches wie ein Gericht aus der Pfalz gegeben: Verheierde („Verheiratete“) – das ist eine Kombi aus Spätzle und Salzkartoffel, und dann – je nach Familienrezept – mit gebräunten Zwiebeln und / oder Speck dazu; mir ist auch eine Variante mit Hackfleisch bekannt.

Jedenfalls ging es um die Kombi „Nudeln mit Kartoffeln“, die bei ihm diese Assoziation geweckt hatte. Glücklicherweise erinnerte er sich auch noch an den Namen des Gerichtes: „Pizzoccheri“ so dass ich etwas recherchieren konnte.

Das Rezept kommt aus Norditalien, genauer: aus Valtellina (schweizerisch: Veltlin), eine Provinz der Lombardei, angrenzend an die Schweiz und Südtirol.

Die Nudeln darin sind auch keine Spätzle (wen wundert’s???), sondern Buchweizen-Bandnudeln.
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Außerdem kommen noch weitere Zutaten hinzu: v.a. Wirsingkohl, auch etwas Salbei, Knoblauch und Parmesan.

Diese Kombination las sich sehr spannend, obwohl ich mir den Geschmack nicht wirklich vorstellen konnte, deshalb wurde es ausprobiert – zunächst mal mit den original italienischen Buchweizen-Bandnudeln. Das war auch ok, aber von Hause aus die „Verheierde“ gewohnt, konnte ich mir gut vorstellen, dass mir das mit Spätzle – BUCHWEIZEN-Spätzle!!! – noch besser schmecken würde (was sich dann auch so erwies 🙂 ).

Und diese italienisch-pfälzische Kombi will ich euch nicht vorenthalten… 😉

Die Menge des Rezeptes passt für 4 Personen.

Ihr braucht

  • einen kleinen Wirsingkohl, geputzt ca. 600 g, Strunk entfernen, in Streifen schneiden und in gesalzenem Wasser blanchieren; das „Blanchier-Wasser“ nicht wegschütten! Die Kohlstreifen salzen und in Butter anbraten, warmstellen.

  • 500 g festkochende Kartoffeln, schälen, in Würfel schneiden und im Wirsingwasser 20 Minuten weichkochen, warmstellen

Spätzleteig vorbereiten aus

  • 200 g Vollmich
  • 4 Eier
  • 200g Buchweizenmehl (habe ich mir selbst gemahlen)
  • 1/2 TL Salz
    Teig verrühren, bis er Blasen schlägt, 10 Minuten ruhen lassen

Im Wirsing-Kartoffel-Wasser (ggf. etwas auffüllen) die Spätzle portionsweise herstellen. Damit sie nicht weitergaren, gehören sie eigentlich in kaltem Wasser kurz abgeschreckt – das schaffe ich meistens nicht, insb. wenn noch weitere Kochvorgänge gleichzeitig laufen…
Mein Werkzeug der Wahl ist der Spätzle-Shaker – da geht der komplette Teig rein und das „Geschmiere“ beim Spätzlemachen hält sich echt in Grenzen (wobei ich den Teig darin nicht shake; für Fitnessübungen gehe ich lieber woanders hin…) Wenn der Teig fertig gerührt ist, wird er zum Ruhen in den Shaker gefüllt und dann kann es losgehen.

So, jetzt haben wir die drei Hauptzutaten – diese in eine große Schüssel schichten, warmstellen.

Kräutermischung speziale:

  • 3 -4 EL Butter erhitzen,
  • 4 – 5 Salbeiblätter kleinschneiden,
  • ebenso 3 – 4 Knoblauchzehen – die Butter sollte schön braun werden, der Salbei knusprig, der Knoblauch sollte aber nicht verbrennen.

und das Ganze über die Nudeln geben, samt 1/4 l Gemüsebrühe und unterheben. Zum Schluss noch Parmesankäse (hier war es in Ermangelung von Parmesankäse ein Bergkäse) drübergeben und servieren.

Mir hat die Spätzle-Variante tatsächlich besser geschmeckt, als die mit Nudeln, das mag aber auch Gewohnheitssache sein. Wer an die italienischen Bandnudeln kommt, kann natürlich auch die nehmen (dann verliert es halt den „pfälzischen“ Touch… 😉 )

Das ist wirklich ein super leckeres Gericht, das den Aufwand beim Kochen lohnt!!!

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Aromen einfangen: Orange!

Der Obst- und Gemüsehändler meines Vertrauens hat zur Zeit super leckere Bio-Orangen – ABER: Die Zeit läuft ab, in der ich diese noch kaufen kann!!!

Also gilt es, das Orangenaroma 🍊 jetzt noch einzufangen für die orangelose Saison. Entweder indem ich Orangeat für die nächste Weihnachtsbäckerei herstelle (um für diese Zeit Orangeat zu haben, muss ich das jetzt machen, weil „meine“ Bioorangen erst ab Dezember geliefert werden!) –

ODER: Orangenaroma von der äußersten Schale herzustellen, und genau darum geht es jetzt.

Das ist absolut easy peasy: Man braucht einen Sparschäler, Bio-Orangen, Zeit, Wärme, einen Stabmixer, TM o.ä.

Von der Orangeschale mit dem Sparschäler die Schale möglichst dünn abschälen (möglichst ohne das Weiße),

-dann die Orange genüßlich verspeisen ! – 😜

die Schale auf einem Teller auf der Heizung etwa 12 Stunden trocknen lassen (sie muss wirklich komplett trocken und spröde sein),

dann pulverisieren, in ein Glas abfüllen, dunkel stellen und auf den ersten Einsatz warten…

Dieser könnte z.B. ein Hefeteig sein, der mit etwas Orangenpulver aromatisch unglaublich aufgepeppt werden kann!!! 😁

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Joghurt mit Kefir herstellen

So sehr ich mein Joghurt mit Zweigen der Kornelkirsche liebe, so wenig klappt dies momentan. Seit dem letzten Sommerurlaub – in dem ich das Joghurtmachen unterbrechen musste – ist kein Ansatz mehr gelungen…

In dem Buch von David Asher „Die Kunst der natürlichen Käseherstellung“ ist ein Verfahren beschrieben, wie man mit Hilfe von Kefir Joghurt erhält – und das habe ich jetzt ausprobiert.

Vieles von dem, was Asher über Joghurt schreibt, war mir so nicht bekannt. Wenn ich Joghurt zubereitet habe, dann erhitzte ich die Milch nicht, habe sie nur auf 37 Grad erwärmt, geimpft und in die Joghurtgläser gefüllt – das hat funktioniert (wenn es funktioniert hat…). Gut, die Milch, die ich verwende, ich Biomilch, die wenigstens pasteurisiert ist – an Rohmilch komme ich nicht heran.

Asher schreibt nun, der Unterschied zwischen Kefir und Joghurt sei der Umstand, dass die Milch für die Joghurtproduktion erhitzt werde (auf 85 Grad): „Kefir [ist] fermentierte Milch, während Joghurt erhitzte, fermentierte Milch ist… Erhitzung denaturiert das Albumineiweiß der Milch, was einen dickeren, gehaltvolleren Joghurt ergibt; die Erhitzung lässt die Flüssigkeit der Milch verdampfen, was den Joghurt weiter verdickt; durch die Erhitzung wandelt sich der Milchzucker um und wird damit süßer und besser fermentiert; und zu guter Letzt reduziert der durch die Erhitzung niedrige Sauerstoffgehalt die Aktivität von Pilzen und Hefen. Dadurch wird die Vermehrung des anaeroben Lactobacillus gefördert, der sich stärker von fermentierten Zuckern ernährt und damit dem Joghurt sein unverwechselbar säuerliches Aroma verleiht.“

Wenn die Milch dann wieder auf 43 Grad abgekühlt ist, wird sie mit dem Kefir geimpft (45 g Kefir auf 1 Liter Milch) und bei 42 Grad über Nacht bebrütet.

Ich habe das mal mit meinem alten Joghurtgerät versucht – und auch die Temperatur gemessen – mehr als 36 Grad wurde es hier nicht warm – ein dickes, festes Joghurt ist nicht rausgekommen, eher ein „Trinkjoghurt“.

Das Problem, das beim Käsen, und auch hier beim Joghurtmachen, auftritt, ist ja immer wieder der Umstand, dass die Temperatur der Milch für längere Zeit konstant gehalten werden muss. Das ist sehr herausfordernd, denn man muss dabei immer hoch und runterregeln – und das gelingt – mal mehr, mal weniger gut…

Auch wenn ich eher versuche, mir keine Geräte etc. mehr zu kaufen, habe ich mich nun dazu entschlossen, mir eine Gärbox zuzulegen, bei der die Temperatur gradgenau regelbar ist. Für das Brotbacken ist das auch sehr nett, wenngleich nicht zwingend, aber für alles was mit Milch / Käse zu tun hat, ist es eine große Erleichterung, bzw. beim Kefir-Joghurt machen auch die einzige Möglichkeit, das umzusetzen.

Ich habe jetzt den ersten Joghurtversuch hinter mir, dazu wurde Biomilch ca. 20 Minuten auf 90 Grad erhitzt, nach dem Abkühlen 1 Liter mit Kefir geimpft und ein kleines Glas mit Zweigen der Kornelkirsche und über Nacht bei 42 Grad bebrütet, danach in für mindestens 6 Stunden in den Kühlschrank gestellt.

Herausgekommen ist …. das absolut umwerfend beste Joghurt, das ich je gegessen habe! Absolut „vollmundig“ – anders kann ich es nicht beschreiben!!! Wahnsinn!

Oben sieht man noch ein bisschen Rahm! Von der Konsistenz dürfte es noch etwas fester sein, ich werde es beim nächsten Mal 30 Minuten erhitzen. Aber der Geschmack – unglaublich! Diese Methode macht schon etwas mehr Arbeit, aber das Ergebnis lohnt sich!!!

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Boden „versäuern“ für Heidelbeeren

Bei diesen Frühlingstemperaturen zog es mich die Tage natürlich in auch in den Garten. Über Winter schnitt ich die Blumen nicht ab, das Laub blieb liegen, doch jetzt muss so langsam „abgeräumt“ werden, weil schon bald der Kompost ausgebracht werden soll.

Doch eine Pflanze sollte dieses Jahr eine Spezialbehandlung erhalten: Die Heidelbeere! Seit zwei Jahren ist sie eingepflanzt, in eine Mauererbütte mit Azaleenerde, doch jetzt, nach zwei Jahren, denke ich, es ist sinnvoll, etwas „nachzusäuern“ – selbstverständlich ohne Torf!

Sowohl Nadel“laub“, wie auch die Blätter von Eichen und Walnüssen machen den Boden sauer durch enthaltene Tannine. An letztere komme ich gut ran!

Ein paar Hände zusammengerecht, zweimal durch einen Häcksler gejagt.

Jetzt hatte noch mein seit einiger Zeit gesammelter Kaffeesatz (auch er säuert den Boden) seinen Auftritt: Diesen gab ich zuerst auf den Boden, darüber die gehäckselten Walnussblätter, beides mit dem dem Sauzahn mit der Erde vermischen. Die restlichen Walnussblätter kamen als Mulch noch drüber.

Das sollte für dieses Jahr erstmal ausreichen! Kam jetzt noch auf die Idee, für das nächste Jahr Walnusslaub nach der Bokashimethode zu kompostieren; der Kompost könnte schneller vom Boden aufgenommen werden… Mal schaun, werde berichten!

Aber prinzipiell finde ich es es genial, sauren Boden mit „heimischen Mitteln“ herzustellen! Werde im Frühsommer mal versuchen, den PH-Wert des „Heidelbeerbodens“ zu messen!

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Milch – im Auto! Help…

Milch gibt´s bei uns nur noch in Flaschen – von wegen Plastikmüll sparen… Im Dezember habe ich mehrere Flaschen Milch gekauft und war wegen des Großeinkaufs ausnahmsweise mit dem Auto unterwegs – vor der Arbeit, hatte es also eilig…

Als ich den Rucksack mit den Milchflaschen ganz normal, ohne „zu werfen“.., ins Auto stellte, machte es „Krks“ und ich dachte noch: „Wenn mal eine Milchflasche kaputt geht, wäre das sehr unangenehm!“.

Als ich nach Hause kam, war tatsächlich bereits ein Liter Milch ins Auto gelaufen – in den Fußraum hinter dem Fahrersitz…
Panisch, weil keine Zeit, tunkte ich erst mal die Milch mit Handtüchern auf, während ich gleichzeitig das weltweite Netz durchsuchte, was in einem solchen Fall zu tun sei. Dort gab es dann so Tipps: „Auto verkaufen, und zwar schnell.“ – Oder: „Dann hast du ein Problem!“
Das konnte doch nicht wahr sein, dass das geballte weltweite Wissen hier keine sinnvolle Ratschläge gab – war aber so!

Nachdem der nicht versickerte Teil der Milch einigermaßen aufgesaugt war, streute ich in der Eile (wir erinnern uns: ich musste dringend zur Arbeit und würde erst spät abends wieder heimkommen…) Natron über die Fußfläche, legte neue Handtücher und eine schwere Tasche darauf. Die Überlegung war: Natron ist geruchsbindend und ich habe es in großer Menge sowieso im Haus, weil ich es für alles Mögliche brauche.

Im Sommer hätte ich keine Chance gehabt, bis Abends hätte das Auto wohl bestialisch gestunken! So aber kam ich – geruchstechnisch relativ unbelastet nach Hause.

Abends war dann Krisensitzung mit meinem Herzallerliebsten und wir beschlossen folgende Strategie: Am nächsten Tag löste ich ca. 4 EL Waschsoda (ist ja „stärkeres Natron“) in knapp 1 Liter Wasser auf, leerte die Flüssigkeit auf den Boden – in der Hoffnung, dass die im Fußboden aufgesaugte Milch dadurch verdünnt und geruchlich „neutralisiert“ würde. Um diese mit Milch „kontaminierte“ Feuchtigkeit wieder aus dem Auto rauszukriegen (das war nun die geniale Idee meines Mannes), leerte ich gut 5 cm Katzenstreu über die gesamte Fläche. Darauf erneut Handtücher und zum Beschweren unter dem Sitz ein mit Wasser gefüllter Kanister, der liegend gut unter den Sitz passte und hinter den Sitz ein kleiner Kasten Bier…

So fuhr ich – bei kühler Witterung – eine Woche durch die Gegend, bis es anfing, zu müffeln. In der Hoffnung, dass dies nun das Katzenstreu sei, entfernte ich dieses – mit gutem Erfolg -uff! Anfangs roch es ein bisschen beim Einsteigen, doch sobald die Klimaanlage eingeschaltet war, verflog dies recht schnell.
Mittlerweile rieche ich nichts mehr… 😀

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Fermentierter Cashewkäse mit Blau- und Weißschimmel


Ein gutes neues Jahr euch allen!

Beginnen möchte ich dieses mit einem Rezept eines veganen Cashew-Schimmel“käses“, in das ich meine bisherigen Erfahrunge mit „normalem Schimmelkäse“ einbrachte. Aus einem Rezept – vermutlich aus dem Netz – habe ich die Grundidee – leider finde ich die Quelle nicht mehr – falls ihr sie findet, teilt sie mir bitte mit.

  • 125 g Cashewbruch
  • 2 EL geschälte Mandeln

in Wasser mindestens 6 Stunden einweichen. Einweichwasser wegkippen,abspülen.

  • Nüsse in eine schmales Gefäß zum Pürieren geben (TM ist zu groß)
  • 3 TL Hefeflocken
  • 1 TL unbehandeltes Salz dazugeben
  • 4 – 5 EL Wasserkefir (Rejuvelak o.ä.)
  • und mit einem leistungsstarken Pürrierstab pürieren, bis eine cremige Masse entstanden ist
  • 1 TL Agavendicksaft

  • 1/2 fermentierten Tofu („Feto“) zerbröckeln und dann mit der Nussmasse pürieren.
  • etwas Weißschimmel / Blauschimmel in 100 ml Wasser pürieren und max.  30 ml davon dazukippen (ich habe den Weiß/Blauschimmel von einem Camembert abgekratzt, bzw. aus einem Blauschimmelkäse entnommen. Die Hardcore-Variante wäre, sich die entsprechenden  – veganen Kulturen – schicken zu lassen…)
  • Die Masse in ein mit einem Passiertuch ausgelegtes Sieb geben (sie ist nicht sehr feucht), ein Gewicht daraufstellen (z.B. ein mit Wasser gefülltes 1Liter Einmachglas o.ä.) und 24 Stunden bei Zimmertemperatur fermentieren lassen.
  • zwei Käseleibchen formen, in ein Gefäß mit „Belüftungsgitter“ legen und nicht luftdicht abschließen. In das obere Kühlschrankfach (ca. 10 Grad) zum Reifen legen.
  • Nach ca. 1 Woche mit Stricknadeln durchpieksen, damit der „Käse“ „innen“ belüftet wird und sich auch hier Schimmel bilden kann (das habe ich hier vergessen  😳  )
  • mindestens 4  Wochen reifen lassen, immer mal wieder Deckel lüpfen und lüften…

Das, was dabei rauskommt, ist immer noch kein Käse (welch Wunder…), aber ein wirklich leckerer aromatischer Brotaufstrich, für den es sich wirklich lohnt, auch mal weniger Käse zu konsumieren!

In diesem Sinne: Guten Appetit!

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Traumkäse (Blauschimmel) nach Asher

 

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Beim Käsen merkt man erst, wieviel Milch man für relativ wenig Käse braucht.

Die Ausbeute beim „Traumkäse“ aus Joghurt ist besser!
Der Traumkäse wird ohne Lab gemacht; man hängt einfach 1 kg Joghurt, das man zuvor mit Blauschimmel geimpft hat*, 2 Tage ab (im Käsetuch),formt die Masse dann zu zwei oder drei Kugeln und parkt sie in der „Käsehöhle“, heißt: in einer Plastikbox mit Gitter, so dass ringsum Luft an die Kugeln kommt. Die Box kommt in den Kühlschrank, ins oberste Fach, das hat so um die 10 Grad, was für die Entwicklung von Blauschimmel gerade richtig ist. Relativ schnell haben sich blaue Flecken gebildet, die sich ausbreiteten. Alle 2 Tage wendet man die Kugeln und nach einer Woche durchlöchert man den Käse mit … Schaschlikspießen, Stricknadeln… zum „Durchlüften“. Das bewirkt, dass Sauerstoff ans Innere kommt und sich auch dort Blauschimmelkulturen bilden. – Das hat bei mir nicht so wirklich geklappt…
Erstaunlicherweise hat sich dann über die blaue Käserinde noch Weißschimmel gesetzt, der es eigentlich etwas wärmer liebt.

*Impfen mit Blauschimmel: Ich habe mir von einem gekauften Blauschimmelkäse ein kleines Stück rausgepopelt, mit ca. 60 ml Wasser püriert und vor dem Abhängen unter die Joghurtmasse gerührt.

Reifezeit: Eigentlich sind nur drei bis vier Wochen vorgeschlagen. Nach ca. 4 Wochen habe ich die erste „Käsepraline“ probiert, da war es innen m.E. noch „unreif“… Jetzt, nach gut 2 Monaten, merkt man, wie das Innere unter der Schimmelschicht, reift (ist ja eigentlich ein „Zersetzen“ durch die Schimmelkulturen) – er schmeckt super lecker! Der könnte gegen jeden gekauften „anstinken“ (stinken tut er eigentlich nicht… 😉  )!

Sehr lecker! Sehr einfach! Sehr gut!!! Absolute Nachmach-Empfehlung!

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Käse Maecellin VI

Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4 , Teil 5, Teil 6
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Nachdem ich gestern einen netten „Schubser“ von Julian bekam  – „hey sindy, was macht Teil 6 des Marcellin? ich hätte ihn so gerne fertig gesehen… gut geworden?“ – fühlte ich mich „genötigt“, etwas genauer nachzusehen, als nur den Deckel zu lupfen…

Also: Mein Marcellin ist anders als andere… 😉 er hat keinen Weißschimmel gekriegt. Weil ich auf selbigen gewartet und gewartet habe…, dauerte das Ganze etwas länger.

Ein Gläschen wohnt seit etwa einem Monat im Kühlschrank.
hier sieht man, dass die Rinde rötlich gewellt ist und eine kleinere Schicht unten drunter durch den Pilz der Oberfläche geschmolzen.

Die beiden anderen Gläser (eins wurde verschenkt) wohnten im Keller bei so irgendwas um die 10 Grad (seit 21. Oktober). Diese habe ich nun hochgeholt und „angeschnitten“ – Wahnsinn! Komplett „durchgeschmolzen“, also reif! Man könnte damit Fondue machen 😉
Sehr aromatisch – auch ohne Weißschimmel!!! Man hätte ihn schon früher essen können, wobei das Glas im Kühlschrank kaum noch gereift ist.

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Marcellin auf Ochsenbrot

Ich glaube auch zu wissen, warum kein Weißschimmel kam: Die Bruchmasse soll ja lange fermentieren – 2 – 4 Tage; ich ließ ihn 2 Tage stehen. Im Nachhinein habe ich ein Bild im Asher-Buch gefunden, wo die Molke schon viel mehr Weißschimmel gebildet hatte, als das bei mir der Fall war… Heißt: Wenn ich Weißschimmel will, muss ich länger fermentieren lassen.

Aber ehrlich: Er schmeckt auch so saulegga!!!

PS: Danke Julian für´s Nachhaken…

PPS: Jetzt steht gerade Camembert in der Reifehöhle…

 

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Quittenbalsamico

Die erste Hälfte meines geschenkten Quitteneimers (ca. 2 kg) wurde zu Quittenbrot verarbeitet.

Die zweite Hälfte  sollte Quittenbalsamico werden – diese Idee hab ich 1:1 von Cooketteria abgekupfert – vielen lieben Dank für die tolle Idee!!!

Und vom Trester mache ich Essig! Aus selbstgemachten Apfelessig, der mir ( ich trinke einen Schluck Apfelessig gern in Mineralwasser) aber nicht konzentriert genug ist. Kann sich ja mit Quittengeschmack nur noch verbessern!!!
Dazu habe ich die totgekochten Quittenstücke in einen Sauerkrautständer (oder in irgendein anderes Gefäß) gegeben,

mit Wasser übergossen, etwas Hefewasser und einen Rest vom Zuckersirup von dem Rezept des Quittenbrotes dazugegeben. Das Hefewasser (ein kleines Stück normale Hefe geht auch) bringt wieder Leben in den Kübel. Ich gebe in den den nächsten Wochen immer noch etwas Zucker dazu und lasse es dann so lange stehen, bis nichts mehr blubbert. Dann wird der umgewandelte Quittenessig abgefüllt.

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Quittenbrot – mit und ohne Walnüsse

 

Von einer Kollegin bekam ich einen Eimer Quitten – ca. 4 kg.

Was tun? Mal was anderes als Quittengelee, das ich zugegebenermaßen sehr mag, aber unser Marmeladenschrank läuft gerade über…

Ok, Quittenbrot – ein neuer Anlauf. Ich hab es schon mal gemacht, da ist es mir dann aber recht schnell verschimmelt (kann jetzt auch wieder passieren – so es nicht noch schneller vernascht wird). Und es sollte mit Walnüssen kombiniert werden… Auf der Suche nach „Inspiration“ stieß ich auf DIESES REZEPT. In der Hoffnung, dass die Quitten leichter zu schälen sind, wenn sie gekocht sind, probierte ich es aus.

Nach 30 Minuten kochen sind die Quitten außen schon ziemlich matschig, innen aber noch etwas hart. Beim Schälen nimmt man so recht viel Fruchtfleisch mit. Ich habe die Quitten geschält und das Fruchtfleisch dann um das Kerngehäuse drumherum abgeschnitten und püriert. Auch auf diese Art „Arbeit“.

Was sich mir allerdings auch im Nachhinein nicht erschließt, ist die Vorgabe, den Zucker mit dem Wasser zuverrühren und die Quitten in dem Zuckerwasser zu kochen. Ich hatte nicht den Eindruck, dass die Quitten nach dem Kochen irgendwie besonders süß waren…
Das Zuckerwasser habe ich dann fast komplett zum Einkochen / Reduzieren gebraucht.

Nach gut einer Stunde Einkochen habe ich den Brei auf zwei Backblechen, die mit Backpapier ausgelegt waren, etwa 0,5 cm dick ausgestrichen. Dann bei 70 Grad gut 24 Stunden im Backofen trocken lassen. In den Rezepten steht oft, dass man, um die Feuchtigkeit abzulassen, einen Kochlöffel zwischen die Backofentür und den Ofen klemmen sollte – bei neuen Backöfen geht das leider nicht, sobald die Ofentür auf ist, hört der Ofen auf zu heizen…

Wie auch immer: Auch nach 24 Stunden ist das Quittenbrot zwar sehr lecker und gummibärig, aber nicht so trocken, dass ich davon ausgehe, es ist lange haltbar… Dann muss man es halt schnell „verstoffwechseln“… 😉 !

Ein Blech wurde mit dem Quittenmus bestrichen und gehackte Walnüsse drübergestreut, das andere Blech nur mit Quittenmus bestrichen. Letzteres habe ich mit dem Backpapier gerollt; ging bei den Nüssen nicht; in Rauten geschnitten sieht es auch besser aus…

 

 

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