Einmachorgie II: Tomaten

Dieses Jahr haben wir 10 Tomatenpflanzen, unterschiedliche Sorten, die alle fleißig tragen.

Wir haben dafür einen Streifen Rasen geopfert, ein Unkrautflies drübergelegt, dieses mit Pflastersteinen fixiert und darauf 5 normale Töpfe und 5 mit Wasserreservoir und Gestänge gestellt. Die normalen Töpfe sind dafür ungeeignet, die Erde trocknet schnell aus und hineingesteckten Gestänge haben zu wenig Erde, um den Pflanzen wirklich Halt zu geben… Aber das Prinzip (Töpfe auf Flies) ist wohl am wenigsten arbeitsintensiv, ich kann gut drum herum mähen und zwischen den Pflanzen wächst kein Unkraut. So überlegen wir, im nächsten Jahr extern ein Gestänge / Halterung zu bauen, aber wieder mit Flies und Töpfen mit Wasserreservoir zu arbeiten…

Die 10 Tomatenpflanzen stehen etwas eng, aber wegen es trockenen Wetters gibt es (noch) keine Braunfäule o.ä.. Mengenmäßig werfen sie so viel ab, dass ich zwischendurch auch einmachen kann 😀 ! Z.B. Tomatensauce…

Tomatensauce

  • 2,5 kg Tomaten
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 Ästchen Rosmarin, frisch
  • 3 – 4 Zwiebeln
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 TL italienische Kräuter
  • Salz
  • 2 EL brauner Zucker
  • eine Prise Chili (je nach Geschmack)

Die Tomaten hab ich gewaschen, halbiert und das Innenleben (Samen, Glibber…) entfernt. Das reduziert mal gleich die Flüssigkeit und man muss die Samen nicht raussieben. Die „ausgenommenen“ 😉 Tomaten wurden zusammen mit 3 Knoblauchzehen und einem Ästchen Rosmarin im TM püriert – und zwar ordentlich. Das hat den Vorteil, dass ich die Tomaten nicht häuten muss!!! 😀

Dann die Zwiebeln würfeln, mit den italienischen Kräutern in einem Topf mit großer Fläche im Öl gut anbraten, so dass Röstaromen entstehen (glücklicherweise können wir ja in der Eigenproduktion der Acrylamitgrad selbst bestimmen… 😉 ).

Jetzt das Tomatenpüree zu den Zwiebeln in den Topf geben und bei mittlerer Hitze ohne Deckel!!! reduzieren lassen (ca. 1 Stunde). Dabei abschmecken. Wie weit ihr die Tomatensauce eindicken wollt, müsst ihr entscheiden.

In sterile Gläser (und Deckel) abfüllen und dann Einkochen.
Ich mach´ das im Backofen: Die Fettpfanne auf die 2. Schiene von unten stellen, iIn die Fettpfanne die Gläser stellen, mit Wasser auffüllen, so dass die Fettpfanne voll ist.
Jetzt bei 180 ca. 10 Minuten kochen lassen(im Glas müssen Bläschen aufsteigen, erst dann ist der Inhalt der Gläser richtig erhitzt), dann auf 100 Grad runterschalten und 1 Stunde einkochen.

Danach die Gläser vorsichtig aus dem Backofen holen, ein feuchtes Geschirrhandtuch darüber legen und auskühlen lassen.

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Tomaten 2018

 

So, Tomaten ein euer Versuch…

Nachdem wir zwei Jahre 5 Tomatenkästen überdacht am Rand des ehemaligen Hühnerstalls gezogen haben, sie hier zwar überdacht waren, aber zu wenig Sonne an die Tomaten kam, wollen wir dieses Jahr ein neues Setting ausprobieren:

Dazu opfern wir eine Bahn Rasenfläche. Auf diese haben wir eine Mulchplane ausgerollt, mit Steinen beschwert und die Tomatenkübel draufgestellt.
Die Kübel waren weitestgehend ja vorhanden. Auch wenn Tomaten mehr Ertrag bringen, wenn sie im Erdreich gepflanzt werden – wir werden es jetzt mal so ausprobieren. Im nächsten Jahr wird es an dieser Stelle eh keinen Rasen mehr, geben, vielleicht disponieren wir dann um…

Es gibt verschiedene Sorten: „Russen“, Cocktailtomaten, Fleischtomaten, „normale Runde“ und gelbe Datteltomaten. Das Positive: Ich habe hier viel mehr Platz und kann wesentlich mehr Stöcke stellen 😀 !

Gemulcht habe ich mit Rasenschnitt.

Neben unserem Hochbeet, in dem es schon ordentlich grünt, werden sich die Tomaten hoffentlich wohlfühlen (das Beet liegt in Süd-Nord-Richtung).

Und weil Eigenanbau ein Beitrag zur Resourceneinsparung ist – ab zu EiNaB

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Tomaten-Ferment

Also: jetzt muss ich doch mal ein paar Worte über das „Tomaten-Ferment“ verlieren, das ist schon speziell!!!

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Cocktail-Tomaten (o.ä.) werden mit einer spitzen Gabel o.ä. eingestochen und zusammen mit Knoblauch, Kräutern, Zwiebeln mit 2-%iger Salzwasser übergossen (Salz unbehandelt, Tomaten am besten auch) – dann ca.drei Wochen in Ruhe gelassen.

– Besser kein Käse / Mozarella dazu tun, denn so kann das Ferment nur 2-3 Tage stehen bleiben –

Als ich die Tomaten das erste Mal probierte – das ist echt ein witziges „Mausfieling“ – waren sie nicht so sauer wie sonst eingelegtes Gemüse, sie prickelten auf der Zunge und ploppten dann im Mund auf – echt krass! Und super lecker!
Habe mir deshalb gerade wieder ein Glas angesetzt!!!

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Besuch bei der „Lila Tomate“

Tomaten, die nicht nur rot sind und nach was schmecken? Im Supermarkt gibt´s die normalerweise nicht… Und was die Farbe betrifft: Auch hier gibt es gigantische Variationen!!!

Aus diesem Grund wollte ich schon in diesem Jahr ungewöhnliche, saatenechte Tomaten anbauen, hatte auch im  Netz welche bestellt, die dann aber wegen des Poststreiks… nie ankamen und nahm dann einfach die, die Nachbarn übrig hatten.

BildErst danach fand ich die Website von Melanie Grabner, „Lila Tomate“. Sie wohnt gerade ein halbes Stündchen von uns entfernt und baut dort über 100 verschiedene Sorten Tomaten an, verkauft Samen und / oder Jungpflanzen, hält Vorträge zum Tomatenanbau etc.

Für dieses Jahr war es zu spät, Tomatensetzlinge von ihr anzupflanzen, gestern aber war Tag des offenen Gartens bei Melanie Garbner, wo man ihre Tomatenvielfalt bestaunen, ihrer Garten-Tomaten-Führung lauschen und Saatgut, wie auch abgefahrene Artikel wie Tomatenmarmelade !!! (die schmeckt ohne große Würze gigantisch, süß, super als Fruchtaufstrich) probieren und kaufen konnte.

Gerade ihre Führung war für jemanden wie mich, der noch weiß, dass eine Tomate gegeizt werden sollte, darüber hinaus aber nichts weiter, sehr eindrucksvoll und spannend.

Das Saatgut, das sie verkauft wurde in fast jedem Fall von ihr angebaut, ausgelesen, so dass sie über die die Sorteneigentschaften Auskunft geben und beraten kann, welchen Standort, Pflege… die einzelnen Tomatensorten brauchen!

Ich war total begeistert, auch von den vielen Menschen, die zu Melanie kamen und an ihrem Saatgut interessiert sind.

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eine von mehreren Führungen

So leistet sie einen beachtlichen Beitrag dazu, dass unkonventionelle, nicht-stromlinienförmige aber saatenechte Arten nicht  von den konventionellen Anbietern verdrängt werden!

Auf Melanies Website gibt es Unmengen von Infos zu Tomatenpflege und Anbau („Tomatologie“) – es lohnt sich, dort reinzuschauen! Und wer lieber auf die „altmodische“ Weise in einem Buch über Tomaten schmökern will, wird ebenfalls hier fündig!

Danke für dein Engagement, Melanie!

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Wilde Fermente IV – Tomaten, Karotten, Kohlrabi

So, die nächste Runde mit Wilden Fermenten ist eingeläutet:

Kirschtomaten mit Mini-Mozarella


Ich habe keine Ahnung, ob das gut funktioniert, doch ich dachte mir, der Mozarella liegt ja ohnehin in Salzlake… Warum also nicht zu den Tomaten packen? Die Tomaten habe ich mit dünnen Gabelzinken angestochen.
Dazu noch etwas Rosmarin und Basilikum. Wenn es geklappt hat, werde ich berichten!

Edit: 1 Woche ist wegen des Mozarellas zu lange; neuer Versuch wird angesetzt!

Karottensticks Nr. 3 – mit Marsala-Gewürz und einem TL Honig
(dass man Honig zu einem Ferment geben kann, habe ich hier gelesen…).

Und last but least: Kohlrabisticks – mit Marsalagewürz (ohne Honig)

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