Brotstangen – Potpurri…

Momentan backe ich „alles“ in Stangen 🥖!  Aus „Event-Gründen… Es geht darum, dass Leute möglichst viele Sorten Brot probieren können.
Dann müssen sich auch Brote verformen, die sich sonst in anderem Aussehen wiederfinden.
Ich hatte auch schon ein paar „Versager“, aber folgende Brote funktionieren als Stangenbrote (oder sind es sowieso):

1. Pane Italiano (hier mache ich aus 2 Stangen – laut Rezept – 3)

2. Walnusswurzeln – die sind per se ja Stangen, funktionieren aber auch als normales Brot (hier statt 3 Stangen 2 Brote machen)

3. Saaten-Krusties – eigentlich ein Brötchenrezept – es lassen sich aber super 3 Stangen daraus machen (mit etwas mehr Wasser).

4. Kürbisbrot – eigentlich „geschnitten + geschnürt“.

5. Sternbrot – wenn man einen Stern basteln kann, gehen auch 2 Stangen.

6. Vollwertlaib – von der halben Rezeptmenge gibt es 6 Stangen

7. 100%iges Roggenvollkornbrot  – da es das Sauerteigforum nicht mehr gibt, gibt es keinen Link mehr; ich muss es mal verbloggen… – grobes Rezept: 1/3 RoggenVKMehl -> Sauerteig, 1/3 RoggenVKMehl Quellstück, 1/3 RoggenVKMehl Haupteig)

Für eine Verkostung finde ich die Brotstangen gar nicht schlecht; sagten auch die Gäste, die sich genüsslich durchprobiert haben…

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Nachgebacken – Sternbrot (Roggen)

Hervorgeholt, weil toll – und weil ich den ganzen Süßkram nur noch in homöopathischen Dosen ertrage…😜

In dem Magazin „Brot“ in der Ausgabe „Festlich Backen“ vom 04.11.2019 fand ich ein sowohl optisch ansprechendes, wie auch spannendes Rezept:

Ein Sternbrot aus ROGGENmischteig!!! Da ich ja generell mehr auf Roggen stehe, wollte ich das unbedingt ausprobieren:

Bild

Wie immer habe ich ein paar Abwandlungen vorgenommen:
Mein Sauerteig ist – wie immer – meine Lievito Madre, und anstatt 1150er Roggenmehl nahm ich 997er.

Was mich ziemlich stutzig machte war die Tatsache, das 61 % !!! des Mehlanteils von der Gesamtmehlmenge (bei einem Roggenmischbrot sind maximal 50 % üblich) versäuert werden 😮! Auch die Verarbeitung war eher ungewöhnlich.
Heraus kam ein Brot, das sehr würzig schmeckte mit einem deutlichen, aber nicht überwiegenden Säureanteil – das – dank der Rosinen einen spannenden Gegenpol hat.

Zutaten Sauerteig:
290 g Roggenmehl Vollkorn
245 g Wasser
25 g Anstellgut

Die Zutaten verrühren (es dürfen keine Mehlnester mehr vorhanden sein!) und 16 – 20 Stunden bei Zimmertemperatur oder nach Marlas Einstufenführung reifen lassen.

Quellstück:
70 g Rosinen
35 g Milch (Kühlschranktemperatur)
20 g Honig -> Die Zutaten vermischen und 4-8 Stunden (oder über Nachte) im Kühlschrank quellen lassen. Die Rosinen mit der restlichen Abtropfflüssigkeit zum Hauptteig geben.

Hauptteig
Sauerteig
Quellstück (abgetropfte Walnüsse)
95 g Ruchmehl (oder 1050er)
85 g 550er Weizenmehl
85 g Einweichwasser
20 g Honig
9 g Salz

Die Zutaten des Hauptteigs – außer den Rosinen – 5 Minuten auf kleinster Stufe vermischen, jetzt das Quellstück dazugeben und nochmal eine Minute bei kleinster Stufe kneten.
Den Teig 2 Stunden bei Zimmertemperatur ruhen lassen (Stockgare).

Jetzt den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben – er ist wie jeder roggenlastige Teig ziemlich klebrig…
Erst zu einer Kugel formen, 10 Minuten ruhen lassen, dann vorsichtig etwas platt drücken, auf ein bemehltes Backpapier setzen.

Jetzt wird die Teigplatte zum Stern:


In der Mitte mit einer Teigkarte ein Kreuz einschneiden (nicht bis zum Rand) und dann die Zipfel (Ecken) in der Mitte nach außen klappen – man erhält vier Strahlen – diese teilt man noch einmal, so dass man acht Strahlen hat.

Den Stern mit einem Handtuch abdecken und etwa 45 Minuten bei Zimmertemperatur stehen lassen (Stückgare). Vor dem Einschießen etwas mit Roggenmehl bestäuben.

Den Ofen und das Blech auf 250 Grad aufheizen, den Stern einschießen und nach einer Minute schwaden.
Nach 10 Minuten den Dampf ablassen und auf 200 Grad herunterregeln und weitere 35 Minuten backen.

Ein Sternbrot wiegt ca. 850 g.

Wer auf Roggensauerteigbrote steht, für den ist dieses Brot absolut zum Nachbacken zu empfehlen!!!

Euch einen gesegneten dritten Advent!!!

(zwei Sterne – doppelte Menge…)

Edit: Dezember 2023  Bild

 

Auch eine kleinere Variante (ca. 160 g) ist möglich! Aus einem Rezept habe ich 4 Sterne gemacht (hier bei doppelter Menge). Gebacken wurden die dann 10 Minuten bei 230 Grad, dann 15 Minuten bei 200 Grad.

Und so kann man das „Sternbrot“ natürlich auch backen… 😉

Bild

Die 4fache Menge des Rezeptes geht übrigens noch gut in die Schüssel der Anka!

 

 

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