Archiv (Tag): Selbstversorgen?

Das Hochbeet erneut aufbauen… 😬

 

Schon bei der Anlage unseres Hochbeetes machte ich mir Gedanken, wie die Neubefüllung wohl funktionieren würde, da es ja wesentlich schwieriger ist, ein bereits vorhandenes System um-,auf-,neuzuschichten, wenn schon Material vorhanden ist.

Und leider – es ist total anstrengend und kompliziert!
Vor der Frage, die sich Sylvia Wonisch stellte: „Hochbbeet neu befüllen, aufschieben oder BLEIBEN LASSEN“, standen wir auch.

Zum einen mussten ja Latten und Pfosten erneuert werden, die vergammelt waren (also Erneuerung von Teilen des Hochbeets), zum anderen war ich ja die letzten immer unzufriedener mit der Ernte, während in die ersten super, das dritte Jahr auch noch gut war, dann es aber mit dem Ertrag rasant bergab ging (also Erneuerung des Aufbaus vom “Innenleben”)… Obwohl ich immer versuchte, Verrottungsmaterial einzubauen.

Dieses Jahr, gedüngt mit dem kompletten Inhalt des Kompostes, ging es ganz gut, wenn auch nicht so, wie in den ersten Jahren.

Wie auch immer, im Frühling beschlossen wir, das Beet im Herbst neu aufzubauen. Die Teichfolie sollte außerdem gegen Noppenfolie ausgetauscht werden, da hier die Luftzirkulation zwischen Folie und Latten besser sein soll.

Das erste große Problem: Wohin mit der ganzen Erde, die sich im Beet befindet? Unser Hochbeet ist 3 m lang, 1 m breit und 80 cm hoch (und diese Größe sollte auch bleiben) – da geht also echt was rein, zumal immer nachgefüllt wurde… Mein Herzallerliebster hat erstmal vom ersten Meter die Latten abmontiert, die Teichfolie aufgeschnitten und diesen Kubikmeter Erde auf eine Plane, die auf dem Rasen lag, geschaufelt. Jetzt haben wir versucht, die ziemlich „sturrsteife“ Noppenfolie zum einen etwas unter das Beet zu stecken und dann mit einem elektrischen Tacker (selbst der griff nicht immer, aber ohne das Teil hätte es gar nicht funktioniert) an den Pfosten zu fixieren.


Hier sieht man leider wegen des Schattenwurfs nicht so gut die Ausmaße.
Der 1. Kubikmeter war hier schon wieder im Beet, die anderen beiden auf die Plane ausgehoben.

Dann wurden die 1m langen Latten zunächst (!) drangeschraubt, den Teil des Hochbbeet „nach allen Regeln der Kunst befüllt (trotz Aufbau mit Ästen etc. ging die Erde fast ganz wieder hinein 😲). Jetzt stellte sich nur das Problem, dass die Erde jetzt ja ganz locker war und nicht in „ihrem Sektor“ bleiben wollte… Wir behalfen uns damit, dass wir zwei Riffelbleche, die eigentlich zu unserer „Outdoorküche“ gehören, als Barriere eingesetzt.

Jetzt ging es an die restlichen 2 Kubikmeter… Nachdem diese Erdberge nach außen bewegt waren, kam die erneute Fuzzelei mit der Noppenfolie. Ziemlich ätzend. Ging auch nur zu zweit (der eine hält, der andere lässt nicht los…😉). Wegen der Größe des Hochbeets mussten wir diese Aktion auch aufteilen. d.h. die Noppenfolie ist “angestückelt” – zuerst 1 dann 2 Meter. Glücklicherweise stellten wir fest, dass die Latten nur auf der Rasenseite vergammelt waren, so dass wir nur diese Seite mit Noppenfolie bestückten und sonst die Teichfolie im Hochbeet beließen.

Wann immer ich nicht am Hochbeet gefragt war, schnitt ich Sträucher/Bäume runter, häckselte dies zum Teil, damit genügend Füllmaterial vorhanden war.

Bevor das Beet wieder befüllt werden konnte, mussten die Latten erneut verschraubt werden und zwar so, dass 2 und 1 Meterstücke abwechselnd übereinander liegen, wie man hier sehen kann (s. letztes Bild)

Erst jetzt konnte der Aufbau des restlichen Hochbeets erfolgen:

        • Dicke Äste und z.T. angegammelte Latten (nicht behandelt – hier gibt es leider kein Foto)
        • dünnere Äste mit Blattwerk

            • Holzhäcksel

            • mit Mikroorganismen behandelter Grasschnitt)
            • Kompost
            • Erde

        So sieht das Ganze fertig und im Überwinterungsmodus aus

Natürlich ging die ganze Erde nicht mehr ins Beet, später werden wir sie aber wieder brauchen, wenn das Beet sich absetzt, bedeutet: Auch hier mussten wir eine Lagerungsmöglichkeit finden – in einem kleinen Garten schon eine Herausforderung…

Auf Sylvia Wonischs Frage: „Hochbbeet neu befüllen, aufschieben oder BLEIBEN LASSEN“ – würde ich wohl nach dieser Aktion sagen: “Bleiben lassen!” und dann halt mit einem „hohen Beet“ leben, das sonst irgendwie gedüngt wird…

“Erstaunlicherweise“ findet man auch kaum Berichte über das erneute Befüllen eines Hochbeets (Ausnahme s.o.) – warum wohl?

Jetzt hoffe ich nur, dass sich der ganze Aufwand gelohnt hat – das nächste Jahr wird es zeigen…

 

 

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Nachgebacken: Pane Maggia

 

Auf der Rückreise aus dem TESSIN…

haben wir noch etwas eingekauft (z.B. Ruchmehl…), aber auch ein Pane Maggiore – aus dem Supermarkt… (eigentlich ein No-Go für mich aber die Bäckerei Mehltretter, die im Ruf steht, super Brot zu backen, hat (immer noch) unter der Woche zu – für den normalen Verkauf. Keine Ahnung, wie sie sich finanziert).

Wir waren äußerst überrascht von diesem Supermarkt-Brot (vielleicht war es ja von dieser Bäckerei… 😉 ). Es war auch recht schnell all und so wollte ich das Urlaubsfeeling verlängern (denn wir hatten eine Woche SOMMER!!!, am Stück, fast kein Regen, Wärme, Baden, Wandern – tatsächlich!), in dem ich wenigstens ein entsprechendes Brot backe.

Ich hatte mich vor Jahren ja mal selbst an ein Rezept gemacht (s.o.) – aber irgendwie hatte ich Lust, mich im Netz auf die Suche zu machen – und fand eine  super interessante Seite: BesondersGut – der Name ist Programm – zumindest, was dieses Brot betrifft. Doch auch die anderen Rezepte klingen wirklich überzeugend.
Hier fand ich zwei sowohl vom Namen als auch vom Backen her ähnliche Rezepte; es sollte jetzt erst einmal das Pane Maggia werden.

Das Ergebnis ist echt der Hammer!

Die Kruste ist splittrig/knusprig, das Innen leben fluffig und durch die lange Fermentation wirklich absolut geschmacksintensiv! Ein echter Wow-Effekt!

Die lange Fermentation – wenn ich Rezepte gleich bis zum Ende lesen würde, wäre mir das vielleicht gleich aufgefallen, so aber erst, als ich abends das Brot in den Ofen schieben wollte und merkte, da fehlen noch 12 Stunden…

Da ich das Rezept ein bisschen variiert habe, schreibe ich es hier auf – ihr könnt es ja mit dem Original vergleichen.

Tag 1: abends spät den Vorteig ansetzen (soll laut Rezept 12 Std. reifen, reifte bei mir aus organisatorischen Gründen etwas länger)

  • 100 g Wasser
  • 100 g Weizenvollkornmehl
  • 1 g Frischhefe

Tag 2:  so ab 15 Uhr den Autolyseteig ansetzen:

  • 280 g Wasser
  • 250 g Ruchmehl
  • 50 g Weizenmehl 550er
  • 100 g Roggenvollkornmehl
    (da wir gerne möglichst viel Roggenmehl im Brot haben, tauschte ich das Verhältnis von Weizen- und Roggenmehl aus; im Originalrezept steht: 100g Weizenmehl, 50 g RVK)

eine Stunde später den Hauptteig herstellen:

  • Vorteig
  • Autolyseteig
  • 3 g Frischhefe (ich: nur eine Ecke Frischhefe  + 1/2 EL Lievito Madre)
  • 7 g Malz oder Zucker (ich: Zuckerrübensirup)
  • 10 g Salz
  • 50 g Wasser

Hier heißt es in der Beschreibung: Außer dem Wasser zusätzlichen Wasser die Teige plus Zutaten verkneten, dann die 50 g Wasser während der nächsten 10-15 Minuten tröpfchenweise unterkneten.
Da die Ankarsrum grundsätzlich Schwierigkeiten hat, wenn Wasser nachträglich dazugegeben wird, habe ich das Wasser zum Vorteig gekippt und verrührt und diesen dann zum Autolyseteig gegeben. Andererseits: Über diese lange Zeit tröpchenweise das Wasser zugeben, müsste auch möglich sein.

Mit der Ankarsrum, die immer etwas länger braucht, knete ich so 18 – 20 Minuten (ca. 5 Minuten auf Stufe 1 (1,5), dann auf Stufe 2 (fast 3).
Es ist immer wieder faszinierend, wie bei einem so hydrophilen Teig dann doch das Teiggerüst entsteht!!!

Danach: stretch and fold – 4 x im Abstand von 30 Minuten
Zeittechnisch sind wir dann etwa zwischen 18 und 19 Uhr.

Stückgare:
Der Teig wird jetzt vorsichtig zu einer Kugel “gefaltet” und kommt mit dem Teigschluss nach OBEN in ein Gärkörbchen, das mit einem gut eingemehlten Handtuch oder Bezug ausgelegt ist – und jetzt nicht etwa bei Zimmertemperatur oder 30 Grad gehen lassen, sondern nochmal 12 Stunden mit einem Handtuch abgedeckt in den Kühlschrank!!! Diese letzte Gare hatte ich – wie gesagt – erst einmal überlesen…

Tag 3: morgens früh (zwischen 7 und 8 Uhr) backen
Den Backofen gut auf 250 Grad aufheizen. Katharina schreibt, besser seien 270 Grad, aber welcher Backofen kann das schon? Meiner nur in der Grillfunktion.
Das Brot vorsichtig auf ein Backpapier (Dauerbackfolie) stürtzen und mit einem scharfen (!) Messer 3x parallel ca. 5mm einschneiden und sofort mit Schwaden in den Ofen schießen.
Diese drei Schnitte sind optisch das Charakteristische am Pane Maggia / Maggiore/  Valle Maggia.
Ich habe das Brot (eigentlich die Brote, da ich gleich die doppelte Menge ansetzte) auf meinem Backstahl gebacken, da der beim Ofentrieb bei solchen Broten doch nochmal mehr “Wumms” gibt.

Das Brot ist wirklich fantastisch (und von der Kruste her allemal besser als das aus dem Supermarkt)! Ich bin echt begeistert von diesem Rezept – danke Katharina!

Was ich mich allerdings frage: Wie haben die Nonnas im Maggia-Tal das hingekriegt? Ohne richtige Kühlmöglichkeiten? Und auch diese lange Fermentationszeiten müssen für deren Verhältnisse sehr aufwendig gewesen sein… Manches bleibt ein Rätsel.

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Hochbeet Juli 2021

😍😍😍   Die Kompost-Kur wirkt!!!

Drei Gurkenpflanzen für die Gitter in der Mitte sind eigentlich zu viel, wie ich jetzt feststellen muss, aber jetzt sind sie halt da… Und wir werden üppig 😜 mit Gurken versorgt!

Die Zucchinis kommen jetzt auch richtig in Gang! Das Karotten“feld“ ist abgeerntet – hier waren nur „krumme Dinger“ vorhanden, was für eine Mahlzeit reichte – nun ja… Hier will ich heute neuen Schnittsalat aussähen.

Die Auberginen und Paprika haben Früchte angesetzt, da wird wohl auch demnächst was zu ernten sein… Hach, das ist einfach klasse!!!

Auch die Tomaten stehen „in den Startlöchern“!
Ich freue mich über diese Entwicklung wie ein kleines Kind über Weihnachten und es ist für mich immer wieder Grund, dankbar zu sein…

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Hochbeet Juni 2021

 

So, es wird höchste Zeit, wieder mal von meinem Hochbeet zu berichten…

HIER habe ich ja vom Hochbeet-Fiasko 2020 berichtet und Barbara hat das Ganze ausführlich kommentiert und mir auch Tipps gegeben, was ich verbessern könnte.

Das war beim letzten Beitrag der Stand der Dinge:
“Für dieses Jahr haben wir die Erde des Hochbeetes ca. 30 cm ausgehoben, dann fast den ganzen Inhalt unseres Thermokomposters (ca. 15 cm relativ frischen Kompostes mit hoher Düngewirkung – hoffe ich jedenfalls) als eine Schicht in das Hochbeet gegeben – zusätzlich noch organischen Langzeitdünger, darüber die alte Erde plus noch etwas neue Hochbeeterde geleert, so dass das Hochbeet wieder recht “voll” ist.”

Von Barbaras Ratschlägen habe ich v.a. zwei Dinge aufgenommen:

  1. Die Anzahl der Quadrate habe ich von 12 auf 6 reduziert – eigentlich sehr sinnvoll, denn auch mit 6 Feldern habe ich das Gemüse im Hochbeet, das wir v.a. mögen.
  2. Ich habe die Platzierung der Gemüse vertauscht (“Fruchtfolge”), so dass jetzt kein Gemüse mehr dort sitzt, wo es die letzten Jahre seinen Stammplatz hatte. Hier bin ich mir nicht so sicher, ob das im Hochbeet so notwendig ist, da ja die Erde stark erneuert wird, aber schaden tut es jetzt ja auch nicht.

So sieht das Hochbeet momentan aus:

Im Einzelnen: Vorne Links etwas Salat und Ruccola, aber v.a. eine Zucchini – es hat drei Zucchini-Pflanzen gebraucht, die 3. hat die Schnecken überlebt… Außerdem sitzt in der einen Ecke noch eine Einmachgurke, die dann am Gitter hochwachsen kann.

Dahinter der Mangold, aber dazu später.

Am Ende dieser Seite vier Auberginen, zwei Normale und zwei Minis – auch stand der Kampf mit den Schnecken Spitz auf Knopf.

Auf dieser Seite sitzen insgesamt vier Einmachgurkenppflanzen, die ich – wegen der Schnecken – z.T. drei Mal nachsetzen musste (seufz…)! Jetzt scheinen sie es aber geschafft zu haben.

Auf der anderen Seite vorne sind Pflücksalat und Ruccola – die aber schon bald abgernetet werden.

In der Mitte Paprikapflanzen; dazwischen habe ich vor, immer ein bisschen Pflücksalat und Rucccola zu säen. Den “Start” der Paprika hat mehrmals ein “Vieh” torpediert – vermute, ein Vogel, einmal so, dass eine Pflanze völlig aus “der Erde entrissen” war… Es ist wirklich ein Kampf… 😉

Hinten dann bunte Möhren und überall an den Begrenzungen der der Quadrate Lauch.

Dazwischen habe ich noch Studentenblumen ausgesät, aber die sieht man kaum, glaube nicht, dass die sich durchsetzen werden.

Jetzt kommen wir zum Mangold: Wie ging die Geschichte nochmal, von dem Kind, das nicht wachsen wollte?… Ich habe den Mangold nicht selbst ausgesät, sondern Setzlinge gekauft (vor ca. einem Monat). Weil ich zu viele Pflanzen hatte, habe ich der Nachbarschaft einen Topf bepflanzt:

Die gleichen Pflanzen bei mir im Hochbeet, am gleichen Tag ausgepflanzt:

Ich kann es echt nicht fassen! Was stimmt da nicht? Ich hatte noch ein paar Pflänzchen Mangold übrig, extra erst mal nicht weggeworfen und habe diese heute auch in einen Topf gepflanzt. Wenn das so weitergeht, wird der Topfmangold den Hochbeetmangold überholen…

Die anderen Pflanzen wachsen schon, “explodieren” jetzt aber nicht – und das, obwohl so viel Kompost drin ist. In den ersten drei, vier Jahren war das Wachstum wirklich viel größer.

Im Herbst werden vom Hochbeet ja die Latten erneuert, dann werden wir es komplett neu aufsetzen! Und dann müsste es ja wieder super werden… Hoffe ich.

Hier noch ein Bild mit unseren 10 Tomatenpflanzen, die wir am Zaun hochranken lassen.

Jede Tomatenpflanze – wie auch die Schluckspechte auf dem Hochbeet – hat ihre eigene Flasche (mit Tonzylinder) zur Bewässerung.

Soweit heute, ich bin gespannt, wie sich alles weiter entwickelt…

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Hochbeet-Fiasko 2020

 

Ihr hab euch vielleicht schon gewundert, dass in der letzten Zeit nicht mehr viel vom Hochbeet zu hören war…

Das vergangene Jahr war wirklich eine Katastrophe, was das Wachstum von Pflanzen im Hochbeet betrifft. Schon 2019 war ich not amused über die Ernteerträge…

Ich musste jetzt mal im Blog nachschauen – wir haben das Hochbeet 2016 erstellt und die ersten 3 Jahre lief es super. Es war mir klar, dass die Ertragsleistung zurückgehen würde, weil der Verrottungsprozess ja weiter fortschreitet und ich nicht “jedes Jahr” das Beet komplett neu aufbauen wollte. Ich behalf mir ja, immer eine Schicht Kompost mit Dünger einzuarbeiten. Aber letztes Jahr… Wenn ein Samenkorn neben das Hochbeet fiel, dann explodierte das Wachstum geradezu, im Hochbeet tat sich vergleichsweise nicht viel – absolut frustrierend!

Für dieses Jahr stellte sich die Frage, was zu tun ist. Es war am Beet ein Pfosten marode, der ausgetauscht werden musste, so dass sowieso größere “Erdbewegungen” notwendig wurden…
Dabei mussten wir feststellen, dass auch das Holz der Lattenverkleidung im Inneren des Beetes (trotz Teichfolie)  schon recht “vergammelt” ist. Mein Herzallerliebster, hat die vergammelte Seite der Latten jetzt außen drangeschraubt – im Herbst werden wir die wohl komplett erneuern – und dann bietet es sich auch an, das Hochbeet bzw. sein Innenleben neu “aufzusetzen”.

Für dieses Jahr haben wir die Erde des Hochbeetes ca. 30 cm ausgehoben, dann fast den ganzen Inhalt unseres Thermokomposters (ca. 15 cm relativ frischen Kompostes mit hoher Düngewirkung – hoffe ich jedenfalls) als eine Schicht in das Hochbeet gegeben – zusätzlich noch organischen Langzeitdünger, darüber die alte Erde plus noch etwas neue Hochbeeterde geleert, so dass das Hochbeet wieder recht “voll” ist.

Außerdem habe ich vor – obwohl es nach dem Erdschichtenaustausch bzw. Hin- und Hergschiebe ja eigentlich nicht notwendig sein dürfte, die Quadrate anders zu bepflanzen, als die ganze Zeit. Nun, man wird sehen…


Hochbeet mit den Rankgittern gegen Katzen geschützt

Wenn von euch jemand Ahnung hat und mir noch Tipps geben kann, wäre das richtig super!!!

 

 

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Limonade – aus dem Garten!

 

Vor zwei Tagen habe ich soooo leckere selbstgemachte Limonade getrunken – aus Zutaten, die ich eigentlich (fast)  alle bei mir im Garten habe, dass ich dachte: Die wird nachgebaut!

Zutaten:

  • Tee aus Zitronenmelisse
  • Holunderblütensirup
  • brauner Zucker
  • Zitronensaft
  • Mineralwasser
  • Erdbeeren / Himbeeren als Deko, Blättchen der Zitronenmelisse, Zitronenstück

Aus der Zironenmelisse (eine gute Handvoll auf 1,5 Liter) Tee kochen (15 Minuten oder länger ziehen lassen) und abkühlen lassen. Ich habe dann das Experiment gewagt, und den kalten / warmen (nicht mehr heißen) Tee aufgesprudelt – hat gut geklappt, war etwas mehr Schaum als Leitungswasser) – ist aber nicht zwingend notwendig, erhält vielleicht aber eine spritzigere Note. Danach stellt ihr den Tee in den Kühlschrank.

So, jetzt geht es nur noch um das Zusammenmixen:

  • einen gestrichenen TL braunen Zucker (die Menge kommt natürlich auf die Größe des Glases und euren Geschmack an; der halbe TL ist bei mir für 0,5 l) in das Glas geben
  • (fast) zur Hälfte auffüllen mit dem Tee und umrühren, damit sich der Zucker etwas auflöst
  • ein halbes Schnapsglas (ich weiß, das ist auch nur sehr ungefähr) Hollerblütensirup dazu geben
  • einen „Schuss“ Zitronensaft (frisch gepresst oder auch nicht) dazu, umrühren
  • und mit Mineralwasser auffüllen, etwas Eis dazu
  • als Deko ein paar Blättchen Zitronenmelisse, kleine oder kleingeschnittene Erdbeeren und ein Scheibchen Zitrone 🍋 dazugeben

– fertig! Wir sind davon total begeistert und ich hoffe, es schmeckt euch auch!

„was

“Was annerschwu e Blummevas‘, is in de Palz e Dubbeglas…“

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WoMo-Baking

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So, wir probieren das erste Mal in unserem Leben Urlaub im Wohnmobil aus! Und nein, nicht wegen Corona – das WoMo ist schon seit einem halben Jahr gebucht…

Ursprünglich sollte es nach Norwegen gehen, wo dunkles Brot (mit Sauerteig) Mangelware sein soll – und deshalb habe ich mir schon lange vor unserem Urlaub einen Omnia-Camping-“Backofen” zugelegt, den man auf die Gasflamme stellt.

Das ist so was wie eine Backhaube – in meiner Studentenzeit bekam ich so ein ausrangiertes Teil geschenkt… Hat damals auch funktioniert, nur elektrisch.

Norwegen ist es nun ja nicht geworden, da die Grenzen noch dicht sind, aber obwohl wir in Deutschland sind und wir hier auch Brot kaufen könnten… Nein, nein, nein, ich muss das Teil ja ausprobieren!!!

Im Vorfeld überlegte ich mir, welches Rezept sich am besten eignet (und selbstverständlich eines mit Sauerteig und nix aus der Tüte!): Wenn Brot, dann soll es lange halten, dafür eignet sich eher Roggen. Den muss man außerdem nicht so lange kneten bis eine Fensterprobe klappt 😉 – einfaches Verrühren geht auch.

So fiel meine Wahl auf ein 100%iges Roggenvollkorn-Brot, das ich hier vor ewigen Zeiten mal verbloggt habe, das wir immer noch sehr gern essen und das wirklich sehr einfach zu backen ist (es stammt aus der Feder von Marla, vom Sauerteigforum, Variante 2): 1/3 Mehl Sauerteig, 1/3 Mehl Quellstück und 1/3 Mehl dazu in den Hauptteig.

Ich hab das mal auf Omnia-Größe runtergerechnet:

Sauerteig:
150 g RVK (RoggenVKmehl)
150g Wasser
20g ASG (bei mir Lievito Madre)

    • In einer Schüssel verrühren, so dass sich das ASG richtig aufgelöst hat. Wenn es nicht so sehr warm ist wie momentan, ziemlich warmes Wasser in eine Wärmflasche füllen, Handtuch zwischen Schüssel und Wärmflasche und gut zudecken.

Quellstück:
150g RVK
150g Wasser
9g Salz

  • vermischen (ich gebe das Salz immer zum Quellstück, damit es nicht anfängt zu gären. Das ist v.a. bei warmen Temperaturen sinnvoll)

Hauptteig:
ST + Quellstück +
150g Mehl
60g Wasser
7g Zucker (eigentlich Rübensirup, den hab ich aber nicht dabei)
4g Frischhefe (1g Trockenhefe)

Mit dem Löffel verrühren, 30 ruhen lassen.

Teig dann in den Omnia füllen (ich hatte die Silikonform drin)

und nochmal 1 Stunde gehen lassen.

Mit nassem Messer etwas einschneiden.

5 Minuten bei größter Flamme, dann auf kleiner Flamme 50 bis 55 Minuten fertig backen.

Ich habe das Brot nach 40 Minuten gewendet, weil die Omnia-Bäckereien oben immer recht blass sind nochmal 20 Minuten weitergebacken.

ABER ACHTUNG: Gefährlich heiß! Ich hatte meine Silikonhandschuhe dabei, deshalb war das  problemlos möglich, sonst würde ich das nicht raten!

Der Ofentrieb ist natürlich nicht wie am heimischen Herd, weil der Omnia ja nicht auf 250 Grad kommt…

Aber dennoch ist ein ordentliches Sauerteigbrot möglich – gewinnt zwar nicht den Schönheitswettbewerb der “äußeren Werte”…

aber die Porung finde ich ganz “famos”…!

Sorry, Bildbearbeitung geht grad nicht…  😳

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Genuss-Balkon

 

Einer unsrer Jungs hat laut über einen “Dschungel” auf dem Balkon der neuen Wohnung nachgedacht, also irgendwas mit Rankgewächsen…

Auf meine Frage, ob was dagegenspricht, “Dschungel” mit Genuss zu verbinden, meinte er “Ganz und gar nichts…” – und so holte ich mir dir Erlaubnis, da mal was Balkonkastenmäßiges zu planen.

So ging ich zunächst auf die Pirsch nach geeigneten Balkonkästen. Sie sollten genug Erde aufnehmen können, damit auch was wachsen kann – und natürlich auf den Balkon passen….

Wir entschieden uns für zwei Kästen mit den Maßen 60x30x28 -da geht ordentlich was rein!

So habe ich die Füllung aufgebaut:

Erst eine Schicht Blähton (ich bilde mir ein, dass dann die Wasserspeicherung besser ist), dann ein Unkrautflies – hier ist der Grund, dass sich dann die Wurzeln nicht so sehr mit Blähton verbinden und man Erde und Blähton wieder leichter auseinander kriegt. Und dann natürlich (torffreie) Erde, die ich mit etwas Kompost, Hornspäne und Steinmehl als Düngung angereichert habe.

So, was kommt in die Kästen rein? Also hinten jeweils die Rankgewächse, vorne Kräuter, Ruccola, Schnittsalat und je eine Erdbeerpflanze. Und dazwischen noch ein paar Karottensetzlinge, die ich grad zufällig noch übrig hatte…

Da die Samen des Malabarspinates noch nicht aufgegangen sind, habe ich als Platzhalter die drei leeren Töpfchen eingesetzt.

Und natürlich wurden als Bewässerung die Tonzylinder eingebaut, in die dann die Weinflaschen reingesteckt werden.

Als Rankgitter haben wir zwei etwa 60 cm “Baugitter” ausgewählt, die aber als Rankgitter angeboten werden.

Diese sollen die “Dschungelgewächse” nach oben leiten, wo sie dann an gespannten Schnüren entlang den grünen Himmel bilden – soweit der Plan… Und in dieser grünen Oase wachsen einem dann Gurken, Kapuzinerkresse, Cocktailtomaten und Physalis in den Mund. Hm. Wir werden sehen… Aber ich bin ganz optimistisch, dass der Plan aufgeht. 😉

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Gemüsegarten-Planung 2020

 

So, der April ist ja schon fast vorbei, und die ersten Pflanzen sind ins Hochbeet eingezogen:

Wie immer wende ich in meinem Hochbeet das Gärtnern im Quadrat an, mit dem ich bisher beste Erfahrungen gemacht habe.
Hier seht ihr vorne links Pflücksalat, rechtes schauen schon die Karotten etwas raus (hier muss ich noch ein paar Steckzwiebeln setzen (gegenseitige Abwehr Karotten- / Zwiebelfliege).
Hinten links sehr ihr Ruccola und rechts spitzeln die Pastinaken bereits heraus.
Und dazwischen ein paar Kohlrabis, die hoffentlich nicht weiter stören…

Für Salat und Ruccola versuche ich immer Platz so freizuhalten, dass ich mit einigem Abstand hintereinander neu einsäen kann.

Hier seht ihr vorne links Lauchsetzlinge, rechts Mangold ( mit einer noch im Topf “geparkten” Tomate, die woanders hinkommt), hinten rechts Paprika und Chili.

Außerdem über das Beet verteilt noch verschiedene Setzlinge in Töpfen, so z.B. Kürbis (Curcubita Maxima Mantovana – [ist dieser Link jetzt WERBUNG?, ich finde keinen neutralen…] auf den bin sehr gespannt; die Samen sind von 2015 von einer Tauschbörse; ich hatte die Samen völlig vergessen…und Hokaido, der sich bisher noch nicht aus der Erde hervorgewagt hat. Die Kürbisse sind nicht für das Hochbeet bestimmt, sondern verbringen hier nur ihre Kinderstube) Einlegegurken und weitere Mangoldsetzlinge, die nicht für uns bestimmt sind.

Und… die ersten Tomatenpflänzchen habe ich eingepflanzt – und sofort mit ihrer eigenen Flasche zur Bewässerung versorgt. Was letztes Jahr während der großen Hitze und Trockenheit so gut geklappt hat, sollte dieses Jahr wieder funktionieren!

Die Setzlinge hier sind gekauft, die eigenen müssen noch ein bisschen wachsen…

Ins Hochbeet kommt noch eine Zucchini und ein oder 2 Auberginen. Und jetzt schaue ich zuversichtlich ins neue Gartenjahr …

Welche Gartenpläne habt ihr? Welche Bewässerungssysteme?

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Bärlauchblüten-Kapern

Die Bärlauchverarbeitung wird sich bald ihrem Ende zuneigen, doch bevor die Blüten offen sind, kann man die Knospen noch ernten und „falsche Kapern“ daraus machen.

Mit 2%iger Salzlake übergießen, eine gute Woche bei Zimmertemperatur stehen lassen, dann ab in den Keller damit und weiter fermentieren lassen.

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