Archiv (Tag): Fermentieren

Joghurt mit Kefir herstellen

So sehr ich mein Joghurt mit Zweigen der Kornelkirsche liebe, so wenig klappt dies momentan. Seit dem letzten Sommerurlaub – in dem ich das Joghurtmachen unterbrechen musste – ist kein Ansatz mehr gelungen…

In dem Buch von David Asher „Die Kunst der natürlichen Käseherstellung“ ist ein Verfahren beschrieben, wie man mit Hilfe von Kefir Joghurt erhält – und das habe ich jetzt ausprobiert.

Vieles von dem, was Asher über Joghurt schreibt, war mir so nicht bekannt. Wenn ich Joghurt zubereitet habe, dann erhitzte ich die Milch nicht, habe sie nur auf 37 Grad erwärmt, geimpft und in die Joghurtgläser gefüllt – das hat funktioniert (wenn es funktioniert hat…). Gut, die Milch, die ich verwende, ich Biomilch, die wenigstens pasteurisiert ist – an Rohmilch komme ich nicht heran.

Asher schreibt nun, der Unterschied zwischen Kefir und Joghurt sei der Umstand, dass die Milch für die Joghurtproduktion erhitzt werde (auf 85 Grad): „Kefir [ist] fermentierte Milch, während Joghurt erhitzte, fermentierte Milch ist… Erhitzung denaturiert das Albumineiweiß der Milch, was einen dickeren, gehaltvolleren Joghurt ergibt; die Erhitzung lässt die Flüssigkeit der Milch verdampfen, was den Joghurt weiter verdickt; durch die Erhitzung wandelt sich der Milchzucker um und wird damit süßer und besser fermentiert; und zu guter Letzt reduziert der durch die Erhitzung niedrige Sauerstoffgehalt die Aktivität von Pilzen und Hefen. Dadurch wird die Vermehrung des anaeroben Lactobacillus gefördert, der sich stärker von fermentierten Zuckern ernährt und damit dem Joghurt sein unverwechselbar säuerliches Aroma verleiht.“

Wenn die Milch dann wieder auf 43 Grad abgekühlt ist, wird sie mit dem Kefir geimpft (45 g Kefir auf 1 Liter Milch) und bei 42 Grad über Nacht bebrütet.

Ich habe das mal mit meinem alten Joghurtgerät versucht – und auch die Temperatur gemessen – mehr als 36 Grad wurde es hier nicht warm – ein dickes, festes Joghurt ist nicht rausgekommen, eher ein „Trinkjoghurt“.

Das Problem, das beim Käsen, und auch hier beim Joghurtmachen, auftritt, ist ja immer wieder der Umstand, dass die Temperatur der Milch für längere Zeit konstant gehalten werden muss. Das ist sehr herausfordernd, denn man muss dabei immer hoch und runterregeln – und das gelingt – mal mehr, mal weniger gut…

Auch wenn ich eher versuche, mir keine Geräte etc. mehr zu kaufen, habe ich mich nun dazu entschlossen, mir eine Gärbox zuzulegen, bei der die Temperatur gradgenau regelbar ist. Für das Brotbacken ist das auch sehr nett, wenngleich nicht zwingend, aber für alles was mit Milch / Käse zu tun hat, ist es eine große Erleichterung, bzw. beim Kefir-Joghurt machen auch die einzige Möglichkeit, das umzusetzen.

Ich habe jetzt den ersten Joghurtversuch hinter mir, dazu wurde Biomilch ca. 20 Minuten auf 90 Grad erhitzt, nach dem Abkühlen 1 Liter mit Kefir geimpft und ein kleines Glas mit Zweigen der Kornelkirsche und über Nacht bei 42 Grad bebrütet, danach in für mindestens 6 Stunden in den Kühlschrank gestellt.

Herausgekommen ist …. das absolut umwerfend beste Joghurt, das ich je gegessen habe! Absolut „vollmundig“ – anders kann ich es nicht beschreiben!!! Wahnsinn!

Oben sieht man noch ein bisschen Rahm! Von der Konsistenz dürfte es noch etwas fester sein, ich werde es beim nächsten Mal 30 Minuten erhitzen. Aber der Geschmack – unglaublich! Diese Methode macht schon etwas mehr Arbeit, aber das Ergebnis lohnt sich!!!

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Fermentierter Cashewkäse mit Blau- und Weißschimmel


Ein gutes neues Jahr euch allen!

Beginnen möchte ich dieses mit einem Rezept eines veganen Cashew-Schimmel“käses“, in das ich meine bisherigen Erfahrunge mit „normalem Schimmelkäse“ einbrachte. Aus einem Rezept – vermutlich aus dem Netz – habe ich die Grundidee – leider finde ich die Quelle nicht mehr – falls ihr sie findet, teilt sie mir bitte mit.

  • 125 g Cashewbruch
  • 2 EL geschälte Mandeln

in Wasser mindestens 6 Stunden einweichen. Einweichwasser wegkippen,abspülen.

  • Nüsse in eine schmales Gefäß zum Pürieren geben (TM ist zu groß)
  • 3 TL Hefeflocken
  • 1 TL unbehandeltes Salz dazugeben
  • 4 – 5 EL Wasserkefir (Rejuvelak o.ä.)
  • und mit einem leistungsstarken Pürrierstab pürieren, bis eine cremige Masse entstanden ist
  • 1 TL Agavendicksaft

  • 1/2 fermentierten Tofu („Feto“) zerbröckeln und dann mit der Nussmasse pürieren.
  • etwas Weißschimmel / Blauschimmel in 100 ml Wasser pürieren und max.  30 ml davon dazukippen (ich habe den Weiß/Blauschimmel von einem Camembert abgekratzt, bzw. aus einem Blauschimmelkäse entnommen. Die Hardcore-Variante wäre, sich die entsprechenden  – veganen Kulturen – schicken zu lassen…)
  • Die Masse in ein mit einem Passiertuch ausgelegtes Sieb geben (sie ist nicht sehr feucht), ein Gewicht daraufstellen (z.B. ein mit Wasser gefülltes 1Liter Einmachglas o.ä.) und 24 Stunden bei Zimmertemperatur fermentieren lassen.
  • zwei Käseleibchen formen, in ein Gefäß mit „Belüftungsgitter“ legen und nicht luftdicht abschließen. In das obere Kühlschrankfach (ca. 10 Grad) zum Reifen legen.
  • Nach ca. 1 Woche mit Stricknadeln durchpieksen, damit der „Käse“ „innen“ belüftet wird und sich auch hier Schimmel bilden kann (das habe ich hier vergessen  😳  )
  • mindestens 4  Wochen reifen lassen, immer mal wieder Deckel lüpfen und lüften…

Das, was dabei rauskommt, ist immer noch kein Käse (welch Wunder…), aber ein wirklich leckerer aromatischer Brotaufstrich, für den es sich wirklich lohnt, auch mal weniger Käse zu konsumieren!

In diesem Sinne: Guten Appetit!

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Traumkäse (Blauschimmel) nach Asher

 

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Beim Käsen merkt man erst, wieviel Milch man für relativ wenig Käse braucht.

Die Ausbeute beim „Traumkäse“ aus Joghurt ist besser!
Der Traumkäse wird ohne Lab gemacht; man hängt einfach 1 kg Joghurt, das man zuvor mit Blauschimmel geimpft hat*, 2 Tage ab (im Käsetuch),formt die Masse dann zu zwei oder drei Kugeln und parkt sie in der „Käsehöhle“, heißt: in einer Plastikbox mit Gitter, so dass ringsum Luft an die Kugeln kommt. Die Box kommt in den Kühlschrank, ins oberste Fach, das hat so um die 10 Grad, was für die Entwicklung von Blauschimmel gerade richtig ist. Relativ schnell haben sich blaue Flecken gebildet, die sich ausbreiteten. Alle 2 Tage wendet man die Kugeln und nach einer Woche durchlöchert man den Käse mit … Schaschlikspießen, Stricknadeln… zum „Durchlüften“. Das bewirkt, dass Sauerstoff ans Innere kommt und sich auch dort Blauschimmelkulturen bilden. – Das hat bei mir nicht so wirklich geklappt…
Erstaunlicherweise hat sich dann über die blaue Käserinde noch Weißschimmel gesetzt, der es eigentlich etwas wärmer liebt.

*Impfen mit Blauschimmel: Ich habe mir von einem gekauften Blauschimmelkäse ein kleines Stück rausgepopelt, mit ca. 60 ml Wasser püriert und vor dem Abhängen unter die Joghurtmasse gerührt.

Reifezeit: Eigentlich sind nur drei bis vier Wochen vorgeschlagen. Nach ca. 4 Wochen habe ich die erste „Käsepraline“ probiert, da war es innen m.E. noch „unreif“… Jetzt, nach gut 2 Monaten, merkt man, wie das Innere unter der Schimmelschicht, reift (ist ja eigentlich ein „Zersetzen“ durch die Schimmelkulturen) – er schmeckt super lecker! Der könnte gegen jeden gekauften „anstinken“ (stinken tut er eigentlich nicht… 😉  )!

Sehr lecker! Sehr einfach! Sehr gut!!! Absolute Nachmach-Empfehlung!

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Käse Maecellin VI

Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4 , Teil 5, Teil 6
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Nachdem ich gestern einen netten „Schubser“ von Julian bekam  – „hey sindy, was macht Teil 6 des Marcellin? ich hätte ihn so gerne fertig gesehen… gut geworden?“ – fühlte ich mich „genötigt“, etwas genauer nachzusehen, als nur den Deckel zu lupfen…

Also: Mein Marcellin ist anders als andere… 😉 er hat keinen Weißschimmel gekriegt. Weil ich auf selbigen gewartet und gewartet habe…, dauerte das Ganze etwas länger.

Ein Gläschen wohnt seit etwa einem Monat im Kühlschrank.
hier sieht man, dass die Rinde rötlich gewellt ist und eine kleinere Schicht unten drunter durch den Pilz der Oberfläche geschmolzen.

Die beiden anderen Gläser (eins wurde verschenkt) wohnten im Keller bei so irgendwas um die 10 Grad (seit 21. Oktober). Diese habe ich nun hochgeholt und „angeschnitten“ – Wahnsinn! Komplett „durchgeschmolzen“, also reif! Man könnte damit Fondue machen 😉
Sehr aromatisch – auch ohne Weißschimmel!!! Man hätte ihn schon früher essen können, wobei das Glas im Kühlschrank kaum noch gereift ist.

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Marcellin auf Ochsenbrot

Ich glaube auch zu wissen, warum kein Weißschimmel kam: Die Bruchmasse soll ja lange fermentieren – 2 – 4 Tage; ich ließ ihn 2 Tage stehen. Im Nachhinein habe ich ein Bild im Asher-Buch gefunden, wo die Molke schon viel mehr Weißschimmel gebildet hatte, als das bei mir der Fall war… Heißt: Wenn ich Weißschimmel will, muss ich länger fermentieren lassen.

Aber ehrlich: Er schmeckt auch so saulegga!!!

PS: Danke Julian für´s Nachhaken…

PPS: Jetzt steht gerade Camembert in der Reifehöhle…

 

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Fermentierter Cashewkäse – Erfahrung

 

Und während mein leckerer Chevre St. Marcellin vor sich hinreift und erster Edelschimmel zu erahnen ist, versuche ich mich weiterhin im Käsen – allerdings vegan…

Ich bin weit davon entfernt, Veganer zu werden, aber wenn es gute, schmackhafte Alternativen zu Fleisch- und Milchprodukten gibt, dann finde ich das super (zumal, wenn man bedenkt, wieviel Milch man braucht, um ein bisschen Käse herzustellen).

Die industriell hergestellten veganen“Käse- und Wurst“- Produkte, die ich bisher probierte, sind geschmacklich zum Gruseln, völlig abgesehen von der vielen „Chemie“, die Aussehen und Textur von Wurst oder Käse nachahmen sollen.
Folglich: selbst ausprobieren.

Ok, als „wilde Fermentorin“ habe ich einen einfachen fermentierten Nusskäse ausprobiert, ein Rezept, das ich HIER fand und fast … genauso umsetzte:

  • erstmal einen Kokoskefir* ansetzen -> eine Dose Kokosmilch nehmen, etwas Zucker und 1 guten TL WASSERkefirkristalle hineingeben und je nach Temperatur 24 bis 32 Stunden fermentieren lassen. So ein Kokoskefir schmeckt sehr köstlich – ich brauchte  nur 20 ml davon…
  • 2 kleine Tassen Cashewnüsse mindestens 4 Stunden einweichen (ich: über Nacht), Einweichwasser wegschütten
  • 1 Tasse Wasser (ich nahm normales Leitungswasser)
  • 20 ml Kokoskefir
  • 2 TL Hefeflocken
  • 1 TL Salz (am besten unbehandeltes)

Die Cashewnüsse mit der Tasse Wasser und dem Kokoskefir sehr gut pürieren, Masse in ein Passiertuch geben, dieses in ein Sieb legen (das auf einer Schüssel ruht) und mit einem Gewicht beschweren (z.B. ein mit Wasser gefülltes Schraubdeckelglas). Etwa 24 Stunden bei Zimmertemperatur fermentieren lassen. Nach dieser Zeit ist die Cashewmasse säuerlich.

Nun die Hefeflocken und das Salz (und nach Wunsch ggf. noch Kräuter, Gewürze) mit der Cashewmasse verrühren.

Alles jetzt formen. Ich habe dazu eine runde Ausstech-Form von ca. 7 cm Durchmesser verwendet und die Masse fest mit einem Löffel reingedrückt. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass man das gut „in der Hand“, wie Handkäse, machen kann (vielleicht wird´s nicht ganz so fest?).

Auf Backpapier legen und ca. 24 Stunden bei 42 Grad dörren – entweder im Dörrautomat oder im Backofen, dabei immer mal wieder wenden. Ich nahm den Backofen – bei 40 Grad; bedeutet: Der „Käse“  ist nicht nur vegan, sondern auch Rohkost.

BEWERTUNG:

Optik:
Naja…

Geschmack:
Man redet ja immer von veganem „Käse“ – es ist kein Käse!!! Hat geschmacklich nicht allzu viel mit Käse zu tun! Alle, die glauben, hier einen vergleichbaren Ersatz gefunden zu haben – in meinen Augen nicht!
Es ist ein interessanter Brotaufstrich, bei dem ich mich bei jedem Biss frage, schmeckt er mir nun oder eher nicht? Im Abgang komme ich dann doch zum Ergebnis, dass ja… Er ist mir etwas zu säuerlich, sollte ich einen neuen Versuch wagen, würde ich ihn etwas kürzer fermentieren lassen.
Wie bei fermentierten Lebensmitteln grundsätzlich fällt es mir schwer, dieses Geschmackserlebnis zu beschreiben…

Edit: Mit jedem Versuchen schmeckt er mir eigentlich besser… ☺️ Wenn auch immer noch nicht mit Käse zu vergleichen.

Textur:
vergleichbar mit einem halbfesten Käse.

Zutaten:
Es sind – zumindest wenn man sowieso mit dem Kleintierzoo „Fermente“ lebt, also Wasserkefir, Milchkefir, Kombucha…besitzt – erfreulich überschaubare und gut zu besorgende Zutaten bzw. Hilfsmittel nötig. Und vermutlich kann man zur Fermentation auch „Kanne Brottrunk“ benutzen (gibt´s in Drogerieläden oder Reformhäusern).

Zeit:
Gut Ding will Weile haben… immer noch kürzer als vergleichbare Tiermilchkäsesorten.
Vom Ansetzen des Kokoskefirs bis zum abgekühlten Verkosten 3 – 4 Tage; der Arbeitsaufwand dabei ist aber sehr gering.

Energie:
Das ist für mich der größte Negativpunkt: Egal ob im Backofen oder im Dörrautomat – wegen zwei kleinen Käsen ein elektrisches Gerät so lange laufen zu lassen, das fällt mir schwer. Und ich kann ja für den Privatgebrauch keine großen Mengen produzieren.
Andererseits brauche ich für Käse aus Tiermilch zumeist auch einen Kühlschrank zum Reifen, der ist aber (je nach Menge) sowieso in Gebrauch. Und hier reifen die Käse (je nach Sorte) länger, sind eher nach und nach zu verbrauchen.

 

Was sind eure Erfahrung mit der Herstellung und der Verkostung von „veganem Käse“??? Würde mich sehr interessieren!!!

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*Exkurs Kokoskefir: Fast überall liest man, dass Kokoskefir mit Milchkefirknollen angesetzt wird. Das geht 2  – 3 Mal, dann müssen die Milchkefirknollen wieder in eine Tiermilch gegeben werden, DENN: sie verstoffwechseln ja LACTOSE, keinen „normalen“ Zucker, und Lactose gibt es halt nur mal in tierischer Milch. Deswegen fermentiert man pflanzliche Milchsorten (und angeblich lässt sich neben Kokosmilch nur noch Sojamilch fermentieren) sinnvollerweise mit Wasserkefir – denn Wasserkefir verstoffechselt Zucker und die pflanzlichen Milchsortene haben mit „Milch“ nur das Wort „Milch“ und die Farbe gemein..
ABER: Ich habe ja durch das Asher-Buch gelernt, dass Milchkefir Weißschimmel enthält! Vielleicht würde ja auch das Züchten von veganem Edelschimmelkäse mit einer Fermentation durch fermentierte Kokos- oder Sojamilch mit Milchkefir funktionieren – wäre auszuprobieren…

 

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Käse Marcellin V

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Nach weiteren 48 Stunden Abhängens 😉 geht es weiter:

Der Käse wird abgehängt – 611 g ist das Ergebnis aus 4 Litern Milch.

Der Käse ist jetzt richtig krümelig.

Die Käse-Krümel-Masse habe ich in 4 Weckgläser (300 ml) verteilt. Einzelne Krümel, die nicht ins Glas wollten, habe ich probiert – schmeckt jetzt schon super lecker…

Die Gläser sollten nicht ganz voll gemacht werden, denn zur Weißschimmelbildung braucht es Platz und Luft.

Die Gläser werden in dieser Phase mit dem Glasdeckel (ohne Gummi) abgedeckt. Das ist und soll nicht luftdicht abgeschlossen sein.
Der Käse soll bei 10 -20 Grad 10 – 14 Tage reifen. Der Käse soll täglich einmal gelüftet werden, also die Deckel einmal anheben. Ich hätte das wahrscheinlich sowieso gemacht, weil ich super gespannt bin, wie sich der Käse entwickelt… In dieser Zeit soll sich der Weißschimmel, der im Milchkefir vorhanden ist, bilden.

Ok, jetzt heißt es abwarten!!! Etwa zwei Wochen.

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Käse: Marcellin VI

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So, nach 24 Stunden abtropfen (in unserem Keller roch es nach dieser Zeit schon sehr nach „Käsehöhle“… 😉 ) soll der Käse gesalzen werden. Bitte unbehandeltes Salz (nicht jodiert, keine Rieselhilfe) verwenden!

Auspacken der Käsemasse:

Ist das Kunst oder kann man das essen???

Asher schreibt, dass 1 EL und 1TL Salz, etwa 20 g, dazugeben werden soll. Bei mir waren das 22 g. Finde es aber recht salzig… Beim nächsten Mal eher weniger!


Hier sieht man das rosa Steinsalz.

Das Salz mit der Käsemasse verkneten. Das habe ich mit der Hand gemacht. Die Käsemasse ist unterschiedlich feucht – am Rand schon recht eingetrocknet, in der Mitte feuchter.
Sobald das Salz untergeknetet ist, entzieht es der Käsemasse weiteres Wasser, es beginnt sofort wieder zu tropfen.

Danach wird das Tuch wieder zugeknotet und für weitere 2 Tage zum Trocknen aufgehängt.

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Käse: Marcellin III

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Die Milch mit Kefir und Lab stand ruhig und bewegungslos im Topf in einer Ecke und ist nun, nach knapp zwei Tagen, bei Zimmertemperatur fermentiert, so dass man Weißschimmel erkennen kann:

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Man braucht nun

  • das Käsetuch
  • ein Sieb
  • einen weiteren Topf
  • den Schaumlöffel

Jetzt nimmt man den heiß ausgespülten Schaumlöffel und schöpft das Kasein in das Käsetuch.

Es hat sich ein zusammenhängender „Block“ aus Kasein gebildet, der die Konsistenz von Pudding hat. Alles in das Passiertuch geben.

Das Passiertuch zusammenknoten und Aufhängen – im Idealfall sollte man sich vorher überlegt haben, wie man das handhabt… 😉

Das lässt man nun 24 Stunden abtropfen.

Die überflüssige Süßmolke kann man z.B. in den Kompost kippen, der freut sich über die Mikroorganismen. Es gibt auch Möglichkeiten, sie beim Kochen zu verwenden.

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Käse: Marcellin II

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Nachdem alle Gerätschaften beisammen sein, kann man loslegen.

Für den ersten Arbeitsgang braucht ihr

  • den Topf (4 Liter Fassungsvermögen)
  • Thermometer
  • 4 l Milch (Ziege oder Kuh, aber möglichst wenig behandelt, aber keinesfalls homogenisiert oder ultrahocherhitzt)
  • 60 ml aktiven Milchkefir (1 -2 Tage alt; keinen gekauften!!!)
  • Lab; Asher schreibt hier: 1/4 der Labmenge wie gewöhnlich. Also schaut auf euer Produkt, rechnet, wieviel ihr normalerweise für 4 Liter braucht und dann ein Viertel davon

Vorgehensweise:

  • Falls ihr eine Labtablette habt, diese in 60 ml Wasser auflösen.
  • Jetzt muss die Milch langsam auf 32 Grad erhitzt werden. Asher schreibt, dass dies auch ohne Thermometer geht, es wäre dann „Babyflaschenwarm“. Nun ja, ich fand das Thermometer schon sehr hilfreich! Wahrscheinlich hätte ich die Milch „frei Schnauze“ nicht genug erhitzt. Das Thermometer war vor tausend Jahren bei meinem Joghurtzubereiter dabei…
  • Die Milch von der Kochstelle ziehen und erst
  • 60 ml Kefir dazugeben und sachte verrühren, dann
  • das Lab dazugeben und sachte verrühren

Man sieht jetzt schon, wie sich das Eiweiß etwas absetzt (nur ein bisschen).

Den Topf mit der Milch lässt man nun zum Fermentieren bei Zimmertemperatur ruhen, und zwar so lange, bis der im Milchkefir enthaltene Weißschimmel (Geotrichum) erscheint. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das bei mir nach 1,5 Tagen der Fall war, da hat sich auf der Molke eine weißliche Schicht gebildet.

Das Kasein hatte sich verbunden, war weitestgehen abgesackt und von Molke bedeckt.

Asher gibt hier keine Zeitangabe, man solle warten, bis das  Geotrichum „aufblüht“ – was auch immer das heißt; vielleicht war ich auch zu früh dran…

 

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