Rouladen mit Hackfüllung – im Dutch Oven

 

Eigentlich war ein gechillter Vormittag geplant, Termine lagen keine an (außer einem kurzem Shuttle-Dienst für den Sohnemann, der sich aber mit vor sich hinschmurgelnden DOpf-Gerichten gut vereinbaren lassen sollte); keiner war heute vormittag im Haus, in aller Ruhe sollte das DOpfen losgehen…

Es ging auch los, aber nicht das DOpfen; es ging los – definitiv – und zwar sobald ich mit den Rouladen und ihrer Füllung hantierte, also extrem saubere Hände für Telefonate, Besuche, Päckchen für Paketboten… hatte!!!

Ich glaube – fünf, nein sechs Mal hat das Telefon geklingelt, darunter eine Liederliste für den Weihnachtsgottesdienst und ein Hilferuf der Verwandtschaft aufgrund technischer Rouladendefekte Rolladendefekte; ein Paketbote schneite vorbei mit einem Arm voll Briefe und Päckchen („Eine Unterschrift bitte noch“…) und eine Bekannte überbrachte ein weiteres Päckchen mit lieben Grüßen und Informationen von XY – Vorweihnachtszeit eben!

Um den „Rolladendefekt“ beheben zu können, musste mein Sprößling umgehend – für mich jedoch zur Unzeit, da das Essen noch nicht im DO war – abgeholt, zu den Eltern gebracht werden…
Zudem war eine Uhrzeit für das Mittagessen terminiert, damit Sohnmann II. auf dem Zwischenstopp im elterlichen Heim etwas zwischen die Kiemen bekommen konnte…

Was ich eigentlich sagen wollte: Normalerweise liebe ich es, die Holzkohlebriketts anzuwerfen und „richtig“ zu DOpfen – das hat heute, umständehalber – nicht geklappt. Und so packte ich kurzerhand den DO in den Backofen, geht ja auch und ist einfach noch besser, als alle emaillierten, schweren Markentöpfe!!!

Den DOpf zum Aufheizen bei 190 Grad in den Backofen geben (oder besser: die entsprechende Anzahl Grillbriketts anzünden und aufheizen).

Rezept Rouladen (für 4 Personen)

  • 4 Rouladen
    Füllung:
  • Senf (ich: Orangensenf, scharf – Rezept noch nicht verbloggt)
  • Ketchup (ich habe mein fermentiertes Ketchup genommen; nur wenig, es soll nicht zu süß werden, was bei gekauften ja oft der Fall ist)
  • 10 dünne Bauchspeckscheiben
  • 250 g Rinderhack
  • 100 g geriebener Bergkäse
  • 1 kleine Knoblauchzehe

außerdem

  • 5 mittelgroße Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1/4 Tube Tomatenmark
  • Rinderfond (ca. 300 – 400 ml)
  • ca. 200 ml Rotwein
  • 1 runder Lebkuchen (oder  2 -3 Spekulatius)
  • Salz, Pfeffer

 

Rinderhack, Käse und durchgedrückte Knoblauchzehe mischen, würzen mit Salz, Pfeffer, Paprika, ein Hauch Kreuzkümmel.

Rouladen ausbreiten, erst Senf,

dann Ketchup darüber streichen (mein Ketchup ist nicht so füssig wie handelsübliche, als nicht zu viel nehmen!),

den Bauchspeck verteilen (2 1/2 Streifen pro Roulade),

das Hack in 4 Teile aufteilen und die entsprechende Portion über der Roulade verteilen.

Aufrollen… Das waren meine ersten Rouladen – meine Mutter band sie immer mit einer Schnur zu – was beim Essen immer doof ist. Ich besorgte mir Rouladen-Nadeln – hatte neulich gesehen, wie einfach die das Fleisch verschließen (bei jemanden, der das seit Jahrzehnten wöchtentlich macht 😉 )… Ok, ich habe es auch irgendwie hingekriegt; man versucht, die Seiten zu schließen und die Nadel dann ziemlich flach durch das Fleisch zu stechen, damit sie nicht aus dem Fleisch herausragt – schließlich muss es ja noch angbraten werden. Davon konnte ich leider keine Fotos machen.

Die Rouladen anbraten, aus der Pfanne herausnehmen.

Im gleichen Fett die Zwiebeln, den Knoblauch anbraten, auch noch das Tomatenmark dazugeben und weiter anbraten.

Diese Mischung in den DOpf geben (wenn man im DO anbrät, sind die Zutaten ja schon drin), mit Fond und Rotwein ablöschen, Rouladen reinsetzen, Deckel schließen und 1 1/2 Stunden bei 190 Grad schmurgeln lassen. Dabei in Abständen die Rouladen immer mal wieder wenden. Nach einer Stunde den zerbröselten Lebkuchen oder die Spekulatius dazugeben.

Vor dem Servieren die Rouladen aus dem DO nehmen und die Soße pürieren – Rouladen wieder in die Soße geben und mit Beilage servieren:

Dazu gab es Spätzle – aus dem Spätzleshaker – aber DAS ist ein anderer Beitrag…

 

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