Linzertorte – im Glas

Im letzten Jahr habe ich die “Glaskuchen” entdeckt – eine faszinierende Möglichkeit, für spontane Gäste oder auch als Mitbringsel für Freunde etwas Süßes im Haus zu haben!

Traditionell gibt es bei uns eine Linzertorte zum 1. Advent – ok, bis dahin ist noch etwas Zeit…!

Beim Kochen des leckeren Latwergs hatte ich gleich die Idee, damit zu versuchen, Linzertorte im Glas zu backen, damit die feine Linzertorte auch in kleinen Häppchen über lange Zeit “abgreifbar” ist…

Rezept (für eine Springform von 26 cm):

  • 250 g Butter
  • 250 g Zucker
  • 1 Ei
  • 1 Schnapsglas Rum
  • 250 g gemahlene Mandeln
  • 250 g Mehl
  • 1/2 TL Zimt
  • 2 Messerspitzen Backpulver
  • 1 gehäufter EL Kakao
  • 1 EL oder Pck. Vanillezucker
  • 1 Messerspitze gemahlene Mandeln
  • 1 Glas Latwerg oder Pflaumenmus (nicht zu süß)

Für für die Linzertorte im Glas habe ich das halbe Rezept genommen, das ergibt 4 Gläser.

Butter, Zucker, Ei,  Rum mit dem Knethaken vermischen, Mandeln, Mehl, Kakao, Zimt, Vanillezucker, Nelken untermischen, zu einem glatten Teig verrühren.

Der Teig war jetzt sehr weich, was sich für die Befüllung der Gläser aber genau richtig herausstellte. Einen kleinen Teil des Teiges stellte ich in den Kühlschrank, da ich hier zur Deko Sterne ausstechen wollte.

Die Gläser mit weicher Butter gut einfetten.

Jetzt abwechselnd Teig und Latwerg / Pflaumenmus in die Gläser schichten und mit einer Schicht Latwerg aufhören. Auf diese Schicht einen ausgestochenen Teigstern setzen, und ab damit in den Backofen.

Bei 160 Grad  ca. 45 – 50 Minuten backen ohne Deckel backen, Gläser aus dem Ofen nehmen und sofort verschließen.

Zum Stürzen taugt die Linzertorte im Glas nicht, aber zum Löffeln…

Da ich nur noch drei passende Schraubdeckelgläser hatte, kam der Rest des Teiges in eine Herz- Silikonform. Die Teilchen habe ich nach 35 Minuten aus dem Ofen geholt, in den ausgesparten Bereich noch Latwerg gegeben und nochmal 10 -15 Minuten gebacken.

Mit gebunkerter Linzertorte kann die dunklere Jahreszeit kommen!!!

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Frühstück bei Stefanie!

Stefanies Blog Hefe und mehr wird sechs Jahre alt und sie lädt uns ein zu einem “Geburtstagsblogevent” :


Frühstück bei Stefanie - Geburtstags-Blogevent mit Gewinnspiel (letzte Einsendung 07.12.14)

Eigentlich hat sie sich nur Brot oder Brötchen gewünscht, aber was schnuckeliges Süßes ist vielleicht auch nicht verkehrt?

Ich bringe dir Gefüllte Kartoffelhörnchen mit!

Das Ursprungsrezept steht in einer Sammlung alter Rezepte aus meinem Heimatort – aber: Backpulver hat auch schon ein paar Jahre auf dem Buckel und das Rezept ist mit Backpulver… 😕 – und auf meine Nachfrage soll es ja mit Hefe oder Sauerteig sein 😯 !

Ich habe mich dabei fast komplett an Lutz´ Apfelkuchen-mit-Kartoffelteig-Rezept einlang gehangelt und etwas auf das Originalrezept geschielt…

– Diesen Apfelkuchen haben wir gebacken, als er bei uns am Backhaus seinen Backkurs gegeben hat – ich hatte noch nie einen so samtenen Hefeteig in der Hand… und bei mir war das alles ganz anders… Teig mit Kartoffeln ist wirklich tricky… Der erste Versuch ( da hatte ich mehr Abweichungen von Lutz´ Rezept) war für die Tonne 😳 . Doch auch mit den fast identischen Angaben hörte ich mich mehrfach rufen Karl, mei Drobbe, awwer vun de Starke! – Der Teig war in unserem Backkurs gaaaanz anders, und musste nicht so ausdauernd gepampert werden, wie bei mir… 😐 ! Über eine Stunde Gare, dabei mindestens 3 Mal stretch and fold… und immer sah er noch nicht so aus, wie in meiner Erinnerung…

Wie auch immer – zum Schluss hat es doch irgendwie geklappt und ich freue mich, liebe Stefanie, dir die Kartoffelhörnchen mitbringen zu können!!!

Rezept: Gefüllte Kartoffelhörnchen

Vorteig:
100 g Mehl 550er
100 g Hefewasser (alternativ: 100 g Wasser und 6 g Hefe)über Nacht stehen lassen (Das Hefewasser braucht etwas länger als normale Hefe!).

Teig:
Vorteig
210 g Mehl 550
140 g gekochte, gepellte und zerdrückte Kartoffeln*
1 Ei
4 g Salz
1 EL Lievito Madre
etwas abgeriebene Zitronenschale
40 g Zucker
45 g Butter
1 Ei mit etwas Milch vermischt zum Bestreichen

Marmelade (z.B. Zwetschgenmarmelade, bzw. Latwerg)

Puderzucker zum Bestäuben

  • Vorteig, Mehl, Kartoffeln, Ei, Salz 8 Min. verkneten,
  • Butter dazugeben, weitere 5 Minuten kneten,
  • den Zucker dazugeben und weitere 3 Minuten kneten (da ich das mit dem Handrührgerät machen, kann ich keine wirklichen Knetstufen angeben).

Als ich anfing, die Zutaten zu verkneten, konnte ich mir kaum vorstellen, einmal eine homogene Teigmasse zu erhalten. Ich war mir auch sicher, ich müsse noch etwas Schüttflüssigkeit dazugeben… Aber die Kartoffeln geben nach einer gewissen Zeit ihre Feuchtigkeit in den Teig ab und man braucht tatsächlich keine zusätzliche Flüssigkeit!

  • Den Teig eine gute Stunde gehen lassen, dazwischen 3 – 4 mal stretch and fold (mindestens 10 Minuten nach dem letzten Stretch and Fold warten, bevor man den Teig ausrollt, damit er sich nochmal entspannen kann).
  • Den Teig zu einer runden Teigplatte ausrollen – 10 Minuten ruhen lassen.

  • Teigplatte in 12 gleichgroße Stücke schneiden, die untere, breitere Hälfte mit Marmelade bestreichen, aufrollen und auf ein eingefettes Backblech setzen (oder auf Backpapier).
  • Stückgare: noch einmal 30 Minuten (?).
  • Bei 180 Grad ca. 30 Minuten backen.

Bei dir, liebe Steffi, landen die Kartoffelhörnchen auf dem Frühstückstisch – in der Pfalz, aus der mein Ursprungsrezept stammt, könnte man die “Grumbeer-Hernle” auch zum Mittagessen, zusammen mit einer deftigen “Quer-durch-den-Garten-Suppe” essen 😯 !
Das tut man hier so, Kuchen und Suppe…
Ich kann´s nicht ändern, und es schmeckt gut 😉 !

Und jetzt nehme ich mal Platz und lasse mich überraschen, was sonst noch so mitgebracht wird 😎 ?!

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